Doku-Film im NDR

Reportage-Team begleitet Stuhrer Landwirtin

Fünf Tage lang hat ein Kamerateam die Stuhrer Landwirtin Friederike Kastens auf ihrem Hof in Groß Mackenstedt begleitet. Der Film „Meine Kühe, mein Joghurt, meine Freiheit“ wird am 11. Mai ausgestrahlt.
07.05.2021, 15:54
Lesedauer: 2 Min
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Reportage-Team begleitet Stuhrer Landwirtin
Von Alexandra Penth
Reportage-Team begleitet Stuhrer Landwirtin

Die Stuhrer Landwirtin Friederike Kastens (links) ist eine Woche lang von einem Kamerateam begleitet worden.

Landvolk Mittelweser

Stuhr-Groß Mackenstedt. Dass die Kamera ihr auf Schritt und Tritt folgt, hatte Landwirtin Friederike Kastens nach kurzer Zeit bereits vergessen. Eine Woche lang war ein Kamerateam für die NDR-Nordreportage auf dem Hof in Groß Mackenstedt zu Gast. Herausgekommen ist der Film „Meine Kühe, mein Joghurt, meine Freiheit“, der am Dienstag, 11. Mai, ab 18.15 Uhr im Norddeutschen Rundfunk ausgestrahlt werden soll.

Autorin Ursula Hensel, Kameramann Reinhard Bettauer und Tontechniker Jan Voß haben den Arbeitsalltag der Familie Kastens auf ihrem Milchhof eingefangen. Friederike Kastens hatte erst jüngst die Molkerei von Seggern aus dem Landkreis Oldenburg übernommen, sodass sie eigene Milch und eigenen Joghurt herstellen kann (wir berichteten). Ob beim Bestellen der neuen Mehrweg-Joghurtbecher aus Glas, Rühren des Joghurts per Hand, Melken und auch bei der Büroarbeit - immer war die Kamera dabei. „Für manche Arbeiten habe ich natürlich länger gebraucht als sonst, weil manchmal von mehreren Seiten gefilmt werden musste“, berichtet Kastens von dem besonderen Erlebnis.

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Bis es überhaupt zum Dreh kam, musste die Landwirtin zwei Castings absolvieren, damit auch der NDR als abnehmender Sender sehen kann, wie die Protagonisten des Films wirken. Auch Redakteurin Ursula Hensel hat einiges im Laufe der Dreharbeiten gelernt: „Dass die roten Bäckchen der Äpfel immer oben liegen müssen. Und dass der Joghurt 40 Mal gerührt werden muss, aber auf keinen Fall mehr, damit er nicht flüssig wird.“

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Insgesamt sechs Stunden Dreh-Material hat das Team, das für die hannoversche Produktionsfirma Video-Arthouse arbeitet, in fünf Tagen produziert. Dabei passierten auch unvorhergesehene Dinge. Zum Beispiel, als am vorletzten Drehtag eine Kuh gestorben war. „Ich musste weinen wie ein Schlosshund“, sagt Kastens. In dem Moment wäre sie lieber allein gewesen, habe sich aber zusammenreißen müssen. Auch ein Kalb habe wiederbelebt werden müssen, als das Filmteam vor Ort war. Welche Szenen es in den fertigen Film von ungefähr einer halben Stunde geschafft haben, erfährt Friederike Kastens wie alle anderen Zuschauer auch erst bei der Ausstrahlung. Der Titel der Reportage treffe aber bereits gut, was der Landwirtin wichtig ist: „Wir machen das, worin wir Sinn sehen und wovon wir zu 100 Prozent überzeugt sind. Wie jede Kuh einen Namen trägt, hat auch jede einen eigenen Charakter.“

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