Korbball

SV Heiligenfelde noch abgefangen

Der Ovelgönner TV sichert sich die Meisterschaft. Der SVH dagegen rutscht noch auf Rang vier ab. Vorjahresmeister TSV Heiligenrode II sichert sich eine Medaille.
02.03.2020, 13:41
Lesedauer: 4 Min
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Von Thorin Mentrup

Brinkum. Vier Teams, maximal ein Punkt Abstand, aber nur ein Titel: Schon die Ausgangssituation vor dem letzten Spieltag der Korbball-Niedersachsenliga in Brinkum war äußerst spannend. Mittendrin der SV Heiligenfelde, der als Tabellenführer anreiste, und Vorjahresmeister TSV Heiligenrode II. Am Ende mussten beide Mannschaften aber dem Ovelgönner TV und dem SV Brake I den Vortritt lassen. Heiligenfelde rutschte noch auf Rang vier ab, während Heiligenrode sich als Dritter eine Medaille sicherte.

FTSV Jahn Brinkum - Ovelgönner TV 6:9. Brinkums Rang sechs war bereits in Stein gemeißelt. Trotzdem wollte das Team von Trainer Thorsten Böger seine gute Serie erfolgreich abschließen – und es konnte auch noch ein Wort im Titelkampf mitsprechen. Ein Sieg gegen den OTV hätte Heiligenfelde, Heiligenrode und Brake in die Karten gespielt. Allerdings fehlte Korbfrau Carina Bösselmann verletzt. Ihrem Ersatz Marlena Kampf bescheinigte Böger „einen sehr guten Job“. Dementsprechend lang hielten die Brinkumerinnen die Partie gegen den Titelanwärter offen. Beim Stand von 5:5 traf Ovelgönne jedoch viermal unhaltbar aus der Distanz. Darauf fand der FTSV keine Antwort mehr. Dennoch war Böger stolz: „Obwohl letztendlich das Spiel recht deutlich verloren wurde, zeigte die Mannschaft eindrucksvoll, was in ihr steckt und wozu sie in der Lage ist.“ Auf der guten Abwehrleistung und dem variantenreichen Angriffsspiel könne man aufbauen.

TSV Heiligenrode II - FTSV Jahn Brinkum 11:5. Keinerlei Nervosität zeigten die Heiligenroderinnen. Bereits nach zwei Minuten führten sie dank zweier Kontertore von Sidney Bothmer. Brinkum kämpfte sich jedoch zurück und glich aus. Dennoch haderte FTSV-Trainer Thorsten Böger: „Es unterliefen uns technische Fehler und wir haben die Schnellangriffe nicht in den Griff bekommen.“ Die größere Erfahrung der TSV-Akteurinnen habe den Unterschied gemacht. Sein Team müsse solider in der Abwehr arbeiten und im Angriff konsequenter agieren.

Auf Heiligenroder Seite drehte dagegen Sidney Bothmer weiter auf. Sie untermauerte ihre Topform und traf auch nach der Pause aus allen Spielsituationen, wie ihre Teamkollegin Ina Kattau bewundernd feststellte. Drei Körbe Bothmers verhalfen dem TSV zu einem 5:3-Vorsprung. Die Heiligenroderin war damit für die ersten fünf Körbe ihres Teams allein verantwortlich – herausragend. Sie trug dazu bei, dass die Bundesliga-Reserve einen sicheren Sieg herausspielte und sich alle Chancen auf die Meisterschaft offen hielt.

Ovelgönner TV - SV Heiligenfelde 13:8. In dieser Partie ging es bereits um alles. Sowohl für den SVH, der nach dem Sieg des OTV über Brinkum mindestens einen Punkt brauchte, um im Titelrennen zu bleiben, aber auch für Heiligenrode und Brake, die auf einen Patzer beider Konkurrenten angewiesen waren. Heiligenfelde fand allerdings überhaupt nicht in die Partie. „Wir haben uns von der Nervosität leiten lassen“, haderte Frederike Janshen mit dem frühen 2:6 aus Sicht ihrer Mannschaft. Erst als der SVH auf eine Manndeckung umstellte, fand er besser ins Spiel. Beim 5:8-Halbzeitstand war noch einiges drin für Heiligenfelde. Die Hoffnungen auf Zählbares schwanden nach der Pause jedoch: „Doch auch nach der Halbzeit war das Glück nicht auf unserer Seite und die Korbfrau von Ovelgönne hielt ihren Korb sauber“, so Janshen. Der OTV setzte sich ab und feierte mit dem 13:8 vorzeitig die Meisterschaft und den Bundesliga-Aufstieg.

TuS Sudweyhe II - TV Stuhr 6:8. Die noch im Abstiegskampf befindlichen Sudweyherinnen legten einen guten Start hin, führten nach acht Minuten mit 3:1. Doch der TuS konnte seine Form nicht halten: „Bis zur 25. Minute haben wir keinen Korb mehr geworfen“, ärgerte sich Jana Nullmeyer. Stuhr blieb in Schlagdistanz und glich in der 15. Minute aus. Zu Beginn des zweiten Abschnitts traf das Team von Oliver Ihde dann vier Mal in kurzer Folge, gleich dreimal war Ivonne Jensen in dieser Phase erfolgreich. Sudweyhe kämpfte sich noch einmal auf 6:7 heran, in letzter Minute entschied Stuhr dann die Partie.

TuS Sudweyhe II - SV Brake II 15:4. Starker Saisonabschluss des Aufsteigers. Er dominierte die Begegnung gegen das Schlusslicht in allen Bereichen und trat sehr konzentriert auf. Schnell setzten sich die Sudweyherinnen ab, erspielten sich eine komfortable Führung und bauten diese Korb um Korb aus. Am Ende feierten sie den höchsten Saisonsieg und schlossen die Spielzeit auf Rang sieben ab.

SV Brake I - TV Stuhr 11:4. Erneut verschlief Stuhr die Anfangsphase, kämpfte sich aber erneut zurück. 3:3 hieß es nach 13 Minuten. „Danach spielten wir weiterhin eine gute Abwehr, im Angriff gelang uns trotz regelmäßiger Chancen jedoch nur noch ein sehr sehenswerter Korb fast von der Mittellinie aus“, sah Stuhrs Trainer Oliver Ihde vor allem in der Offensive Probleme. Die Moral der Stuhrerinnen aber stimmte: „Trotz des klaren Rückstands hat die Mannschaft weiter gekämpft und sich keine Blöße gegeben“, sagte der Trainer, der mit seiner Premierenspielzeit zufrieden war. Die Mannschaft sei sehr gut und harmonisch aufgetreten. Das mache ihm Lust auf mehr.

TSV Emtinghausen - SV Heiligenfelde 8:8. „Spannender und ausgeglichener hätte das letzte Spiel für uns diese Saison nicht sein können“, sagte Heiligenfeldes Frederike Janshen. Viel hatten sich die Heiligenfelderinnen nach der Niederlage gegen Ovelgönne vorgenommen, schließlich ging es noch um einen Top-Drei-Platz. „Leider konnten wir unserem Ziel nicht gerecht werden, haben unkonzentriert und ungenau gespielt. Sodass es am Ende nur zu einem Remis reichte“, war der Abschluss nicht so, wie ihn sich der SVH erhofft hatte. Er musste sich am Ende einer starken Saison des Umbruchs mit einem Remis und Platz vier begnügen.

TSV Heiligenrode II - TSV Thedinghausen 14:11. Um eine Medaille zu bekommen, mussten die Heiligenroderinnen gewinnen. Allerdings führte Thedinghausen schnell mit 5:1. Tanja Cassens mit drei Treffern in Serie und Gabi Brosowsky hielten ihr Team jedoch im Spiel, das auch nach der Pause hin und her wogte. Thedinghausen zog auf 9:6 davon, Heiligenrode glich aus. Doch wieder legte das Kellerkind vor. Eine Auszeit des Trainergespanns Meike Daneke und Dagmar Schnelle sorgte für die Wende: Der TSV setzte die taktischen Anweisungen schnell und konsequent um. Sonja Berendt glich aus, mit einem Doppelschlag brachte Meike Sollte ihr Team sieben Minuten vor Schluss endgültig auf die Siegerstraße und auf Kurs Rang drei.

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