Korbball

TuS Sudweyhe: „Die Enttäuschung ist groß“

Eine Hand hatten die Korbballerinnen des Bundesliga-Spitzenreiters TuS Sudweyhe am Siegerpokal. Doch schließlich verlor der TuS das Finale im Nord-Pokal mit 12:13 gegen die SG Findorff II.
16.12.2019, 13:26
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Christine Leska-Ottensmann
TuS Sudweyhe: „Die Enttäuschung ist groß“

Der TuS Sudweyhe (l. Sandra Nolte) zeigte eine reife Leistung im Finale, musste sich aber dennoch geschlagen geben.

Braunschädel

Moordeich. Sie waren so dicht dran am großen Triumph. Eine Hand hatten die Korbballerinnen des Bundesliga-Spitzenreiters TuS Sudweyhe am Siegerpokal, doch nach einem an Spannung und Dramatik nicht zu überbietenden Krimi mussten sie sich im Finale des Nord-Pokals der SG Findorff II mit 12:13 im Viermeterwerfen geschlagen geben.

„Die Enttäuschung ist groß, das eine oder andere Tränchen haben meine Mädels schon vergossen“, gab Sudweyhes Trainerin Andrea Bothmer zu. „Aber letztlich haben wir es mit Fassung getragen. Wir haben uns richtig ins Spiel hineingekämpft und waren so knapp dran. Das nehmen wir als positive Erkenntnis mit.“ Vor rund 150 Zuschauern in der Sporthalle in Moordeich wollten die Sudweyherinnen „locker-luftig“ ins Finale gehen. „Doch das hat zu Beginn leider nicht geklappt. Vielleicht ist es eine Blockade im Kopf. In letzter Zeit können wir nicht befreit aufspielen, wenn es gegen Findorff geht – egal, ob wir in der Bundesliga gegen die erste Mannschaft oder jetzt im Pokal gegen die zweite spielen“, rätselt Bothmer.

Verzichten mussten die Sudweyherinnen auf Nina von Weyhe. Für sie rückte Merrit Eilers ins Team, die ein Semester in England studiert und derzeit auf Heimatbesuch ist. Aber auch sie konnte nicht verhindern, dass ihr Team in der Defensive zunächst etwas gehemmt war. „Die Absprachen stimmten nicht, Geschwindigkeit und Beweglichkeit fehlten“, monierte die Trainerin. Alle fünf Minuten gab es einen Gegentreffer, so dass es nach 20 Minuten 0:4 stand. Bis dahin hatten die Sudweyherinnen im Abschluss auch viel Pech, viele Randtreffer ließen sie verzweifeln. Nach dem 0:4 steigerten sie sich aber, die Blockade im Kopf und in den Beinen löste sich. In der Abwehr ließen sie nun nichts mehr zu und verkürzten zur Pause auf 2:4.

Dieses Momentum nutzten sie und schafften so in der 37. Minute tatsächlich den Ausgleich. „Nach dieser Aufholjagd waren wir richtig im Spiel angekommen“, freute sich Bothmer. Wenig später hieß es 5:5 (43.). Eine heikle Phase musste der Spitzenreiter überstehen, als Korbfrau Luisa Schlemm eine Zweiminuten-Strafe aufgebrummt bekam. „Emma Scibbe ist dann an den Korb gegangen. Sie hat ihre Sache echt gut gemacht, das Team hat auch sehr clever gespielt“, lobte Bothmer. Bis zur 60. Minute hatte der TuS noch einige gute Chancen, doch ein Treffer wollte nicht mehr fallen. So musste das Viermeterwerfen die Entscheidung bringen. In der ersten Runde versenkten alle drei Schützen auf beiden Seiten ihre Würfe. In der zweiten Runde verwarf jeweils eine Korbjägerin, also ging es in die dritte Runde. Die Findorferinnen konnten immer vorlegen, die Sudweyherinnen mussten nachziehen. Der allerletzte Wurf ging leider nur an den Korbrand, so dass das Viermeterwerfen mit 8:7 für die glücklichen Bremer endete.

Die Finalniederlage wollen die Sudweyherinnen nun schnell abhaken und sich auf ihr großes Ziel konzentrieren: Die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft, bei der sie im Mai Gastgeber sind. Als Tabellenführer benötigen sie aus den nächsten vier Spielen nur noch zwei Punkte, um sich für die Play-offs zu qualifizieren. Hier spielen dann vier Mannschaften um drei DM-Tickets. Dann wird garantiert auch die Erstvertretung der SG Findorff dabei sein. „Dann wollen wir den Fluch ablegen und endlich wieder gegen die Bremer gewinnen“, wünscht sich Bothmer.

Vor dem großen Pokalfinale wurde das Endspiel der Trostrunde ausgetragen. Hier besiegte der Oldenbroker TV den TB Stöcken mit 17:9 (7:3).

TuS Sudweyhe: Luisa Schlemm (2), Julia Hoffmann (1), Sandra Nolte (1), Emma Scibbe (1), Alina Hinners, Alina Ehlers, Carlotta Kehlenbeck, Lilia Slanitz, Katharina Deters, Merrit Eilers.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+