Fußball

TV Stuhr springt auf Platz zwei

Die Mannschaft von Christian Meyer und Stephan Stindt setzt ihren Lauf fort. Gegen den TuS Wagenfeld lässt sie nichts anbrennen und siegt klar mit 6:0.
15.10.2019, 22:27
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Von Thorin Mentrup
TV Stuhr springt auf Platz zwei

Fabian Bischoff traf gegen Wagenfeld doppelt.

Janina Rahn

Stuhr. Der TV Stuhr hat seine starke Form in der Bezirksliga Hannover auch im Heimspiel gegen den TuS Wagenfeld bestätigt. Mit dem deutlichen und auch in der Höhe verdienten 6:0 (2:0)-Erfolg sprangen die Mannen der beiden Trainer Christian Meyer und Stephan Stindt am Dienstagabend auf den zweiten Tabellenplatz und liegen nur noch zwei Punkte hinter dem Klassenprimus FC Sulingen.

„Es hat Spaß gemacht“, freute sich Stindt nach einem verregneten, aber sportlich äußerst erfolgreichen Abend. Stuhr spielte über weite Strecken stark auf, erarbeitete sich etliche Chancen und erlaubte sich den Luxus, längst nicht alle davon zu verwerten. Wenn Jenno Bülders, der sein Solo nicht perfekt abschloss (62.), und Torben Drawert, der sich zunächst mit Riccardo Azzarello nicht einig wurde (64.) und wenige Augenblicke später per Kopf am stark reagierenden Schlussmann Thorben Klöcker scheiterte (65.), etwas abgezockter gewesen wären, dann wäre der Sieg sogar noch höher ausgefallen. Und das waren nur die größten Gelegenheiten des zweiten Durchgangs. „Wir sind in der Chancenverwertung sicher noch nicht top“, wusste Stindt, der aber den wichtigeren Aspekt hervorhob: „Man muss sich aber auch erst einmal diese ganzen Gelegenheiten erspielen.“

Zu meckern verbot sich nach sechs Treffern ohnehin. Die Stuhrer Anhänger wurden in den vergangenen Wochen durchaus verwöhnt von ihrer Mannschaft: Zwischen dem 15. September und dem 15. Oktober erzielte ihr Team in gleich drei Spielen jeweils sechs Treffer. Das war den Rot-Weißen zuvor schon gegen den TSV Bassum (6:2) und beim SV Inter Komata Nienburg (6:0) gelungen. „Wir spielen guten Fußball, haben teilweise ein tolles Tempo im Spiel“, wusste Stindt, wie seine und Meyers Elf die Gegner derzeit vor Probleme stellt. Gegen Wagenfeld wirbelten nicht nur die drei Offensiven Dimitri Steen, Torben Drawert und Riccardo Azzarello. Auch aus dem Mittelfeld heraus setzten die Gastgeber durch Fabian Bischoff, Jan-Hendrik Schwirz und Tim Langreder viele Akzente. Dazu schob Jenno Bülders über die rechte Seite gewohnt laufstark die Angriffe an.

Es passte viel zusammen bei den Stuhrern. Für die Wagenfelder galt das weniger. Sie waren klar unterlegen, hatten kurz vor Schluss durch Till-Timon Thiry ihre beste Chance. Dessen schwierige Volleyabnahme flog allerdings ein gutes Stück am Tor des nahezu beschäftigungslosen Daniel Bischoff vorbei. Die Gastgeber dagegen spielten von Beginn an konsequent nach vorn. Ihr Eifer ließ erst nach dem sechsten Treffer etwas nach. „Da wollte jeder sein Tor machen“, vermisste Stindt etwas die Konsequenz.

Die hatten die Stuhrer allerdings zuvor gezeigt. Tim Langreder eröffnete den Torreigen mit einem wuchtigen Linksschuss. Eigentlich schien die Chance schon vertan, nachdem Drawert an Klöcker gescheitert war. Doch über Bülders gelangte der Ball zu Langreder, der sich ein Herz fasste und traf (7.). Ohnehin waren Distanzschüsse ein probates Mittel für die Stuhrer, wie Fabian Bischoff bei seinen Treffern zum 3:0 (47.) und zum 6:0 (72.) unter Beweis stellte. Bis zum Wagenfeld-Spiel war der Kapitän torlos gewesen, nun traf er also gleich doppelt.

Für den 2:0-Halbzeitstand hatte Bülders aus kürzester Distanz nach einer Azzarello-Kopfballablage gesorgt. Schon da schienen die Wagenfelder, denen mit Jannik Kläning und Roman Esanu zwei der besten Torschützen fehlten, mit dem Spiel abgeschlossen zu haben. Wenn die Stuhrer aufs Tempo drückten, bekamen sie keinen Zugriff mehr. Das nutzten die Gastgeber in der stürmischen Anfangsphase des zweiten Durchgangs, um sich entscheidend abzusetzen. Zwischen den beiden Treffern Bischoffs trugen sich auch Steen (54.) und Azzarello (55.) in die Torschützenliste ein. Alle Offensiven trafen also. „Das tut allen gut. Aber der Sieg bringt uns auch als Team weiter. Er gibt uns viel Selbstvertrauen für das Spiel in Lemförde“, blickte Stindt bereits auf das Wochenende voraus.

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