Sibylle Kynast kehrt nach Heiligenrode zurück Weihnachtskonzert in der Klosterkirche

Zwei Monate nach ihrem Auftritt in der Klosterkirche Heiligenrode kehrt Sibylle Kynast nach Stuhr zurück. An gleicher Stelle wird sie am 4. Dezember internationale Weihnachtslieder präsentierten.
25.11.2021, 17:32
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Von Niklas Golitschek / xng

Stuhr-Heiligenrode. Bei steigenden Corona-Infektions- und Hospitalisierungszahlen legen sich aktuell bei Veranstaltern wieder die Sorgenfalten auf die Stirn. Als Uwe Ellmers ein Konzert in der Klosterkirche St. Marien in Heilgenrode ankündigen will, richtet er sich dann zunächst an Stuhrs Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier: „Darf es noch stattfinden?“ Nach aktuellem Stand, die Warnstufe 1 wurde frisch ausgerufen, wird Sibylle Kynast am Sonnabend, 4. Dezember, um 17 Uhr ihre Liedervielfalt der Kulturen zur Weihnachtszeit unter dem Motto „Weltmusik“ präsentieren. Dafür soll die 2G-Regel gelten: Nur Geimpfte und Genesene dürfen das Konzert besuchen.

Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die Lage in Niedersachsen in den kommenden Tagen entwickeln wird. „Wir wissen alle nicht, was am 4. Dezember sein wird“, merkt Wimmelmeier an. Davon sei auch die Gemeinde selbst als Veranstalterin von Lesungen und Konzerten betroffen. Beim Wechsel in die Warnstufe 2 etwa würde 2G-Plus gelten. Dann müssten auch Geimpfte und Genesene einen negativen Corona-Test vorlegen. Die Verschärfungen bei Warnstufe 3 sind noch nicht festgelegt. „Das muss man dann der Tagespresse entnehmen“, rät der Wirtschaftsförderer, die Entwicklungen im Blick zu behalten.

An eine Absage will Uwe Ellmers noch nicht denken. „Wir sehen uns auf der sicheren Seite“, sagt er. In dem Gotteshaus sei bereits jede zweite Bankreihe gesperrt, dadurch gebe es weniger Sitzplätze und mehr Abstand zwischen den Besuchern. Auch für die ohnehin pandemiegebeutelten Künstler wünsche er sich daher, dass der Auftritt wie geplant über die Bühne gehen kann. „Ein Weihnachtskonzert geht nur an Weihnachten“, merkt Ellmers an und schiebt hinterher: „Das kann man nicht auf Februar oder März verschieben.“

Die CD mit deutschen und internationalen Weihnachtsliedern hat Kynast 2019 in Neukrug bei Friedrich Thein kurz vor dessen Tod aufgenommen. „Ich bin bei der Produktion im Studio dabei gewesen und habe das Video gemacht“, erzählt Ellmers von einem durchweg gelungenen Gesamtwerk. Kynast hat ihre musikalische Karriere bereits in den 1960er-Jahren mit den City Preachers, einer der ersten Folkloregruppen Deutschlands, begonnen. Seit mehr als zehn Jahren tritt sie als Solistin mit eigenem Ensemble auf und hat inzwischen fünf eigene Alben veröffentlicht, heißt es in der Konzertankündigung.

Als sie einen Heiligabend in einem Kibbuz, einer Siedlung in Israel, am See Genezareth verbrachte, sei ihr die Idee für ein Konzertprogramm mit internationalen Weihnachtsliedern gekommen. Dort habe sie außerdem die Mitternachtsmesse in der Brotvermehrungskirche in Tabgha miterlebt: „So ist ein vielfältiges Programm mit Weihnachtsliedern entstanden.“

Mit ihrem Ensemble wird Kynast auch in Heiligenrode auftreten. Sie selbst singt und spielt Gitarre, Horst Memmen begleitet ebenfalls an der Gitarre und Paul Rudolf mit dem Kontrabass. Violinist Sorin Ferat wird anders als beim Konzert am 11. September in der Klosterkirche fehlen. „Die Anfahrt ist zu weit“, begründet Organisator Ellmers. Denn der Eintritt für das Konzert ist kostenfrei und auf Spendenbasis. Die gute Rückmeldung nach dem Auftritt vor zwei Monaten sei dabei der Grund für den neuen Termin: „Ich bin überall darauf angesprochen worden, ob sie wiederkommt.“ Das Konzert nun ist mit zweimal 45 Minuten angesetzt, in der Pause will der Kirchenverein Getränke servieren.

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