The Gregorian Voices in Heiligenrode

Zwischen Choral und Popmusik

Das Oktett The Gregorian Voices macht auf seiner Wintertournee Halt in Heiligenrode. Die bulgarischen Sänger sind am 9. Januar zu Gast in der Klosterkirche.
04.01.2019, 17:46
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Zwischen Choral und Popmusik
Von Eike Wienbarg
Zwischen Choral und Popmusik

Die Sänger verbinden in ihrem Programm Choräle und Popmusik.

Aris Chaitidis

Stuhr-Heiligenrode. Mit ihrem Programm „Gregorianic Meets Pop“ ist die Gruppe The Gregorian Voices am Mittwoch, 9. Januar, anlässlich ihrer Wintertournee zu Gast in der Heligenroder Klosterkirche. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Zu hören ist laut den Veranstaltern die „Verschmelzung von Choral und Popmusik“.

Die Musiker verbinden in ihrem Programm ihr Repertoire von frühmittelalterlichen gregorianischen Chorälen mit berühmten Klassikern der Popmusik im gregorianischen Stil. Die erste Hälfte dieses Programms besteht nach Angaben von Stefanie Jülich von der veranstaltenden Agentur Muhsik aus klassisch gregorianischen Chorälen, orthodoxen Kirchengesängen und Liedern der Renaissance und des Barock, die in lateinischer Sprache vorgetragen werden. Neben dem „Ave Maria“ und dem „Ave Maris Stella“ soll dem Publikum auch das andachtsvolle Kyrie „Missa Orbis Factor“ geboten werden, heißt es.

Im Anschluss folgen unter anderem orthodoxe Lieder von Ioan Kukusel (1280-1360) und ein kunstvoller Kanon „Cantate Domino“ von Heinrich Schütz (1585-1672). Mit im Programm ist auch das zeitgemäße moderne „Pie Jesu“ aus dem Requiem von Andrew Lloyd Webber, mit dem er laut Jülich 1986 den Grammy Award für die beste klassische zeitgenössische Komposition gewann.

Dieser Teil des Konzertes soll vor allem durch die „ausgefeilten Crescendo-Techniken die geheimnisvolle Kraft der alten Melodien in Verbindung mit der Intensität der vokalreichen lateinischen Sprache ein faszinierendes Hörerlebnis vermitteln“, heißt es von den Veranstaltern.

In der zweiten Hälfte demonstrieren die acht Künstler der Gregorian Voices dann, wie englischsprachige Popsongs in einer gregorianischen Adaption klingen. „Auch hier elektrisieren sie durch ihr beachtliches Stimmpotenzial und zaubern Gänsehautatmosphäre in jeden Kirchenraum“, verspricht Stefanie Jülich. Neben Leonard Cohens „Hallelujah“ werden dann unter anderem auch „Sound Of Silence“ von Simon & Garfunkel sowie Bob Dylans „Knocking On Heaven‘s Door“ und Rod Stewards „I’m Sailing“ von den Sängern der Gruppe interpretiert. Auch „Feel“ von Robbie Williams ist mit dabei.

Mit dieser Mischung wollen The Gregorian Voices berühren und die Zuhörer in die Welt der mittelalterlichen Klöster entführen und zeigen, wie Gregorianik heute klingen kann. Es sei die „absolute Reduktion der Mittel und die stimmliche Virtuosität des Ensembles“, die die Zuhörer fasziniere, so Jülich. Glockenklarer Tenorgesang treffe auf dröhnenden Bass. Das Können des Oktetts entfalte sich dabei nicht nur in der kompletten Formation, sondern ebenso beeindruckend in den solistischen Darbietungen. Und das alles ohne instrumentale Begleitung.

Die Sänger des bulgarischen Oktetts haben laut Jülich eine fundierte Gesangsausbildung und arbeiten mit großem Engagement, viel Konzentration und Disziplin. Nach dem Konzert stehen The Gregorian Voices dem Publikum für Autogramme zur Verfügung.

Tickets für das Konzert der Gregorian Voices am Mittwoch, 9. Januar, ab 19.30 Uhr in der Klosterkirche St. Marien, Auf dem Kloster, in Heiligenrode gibt es im Vorverkauf in allen Geschäftsstellen des WESER-KURIER, unter anderem an der Bassumer Straße 6a in Brinkum, sowie bei Nordwestticket telefonisch unter 04 21 / 36 36 36 oder www.nordwest-ticket.de. Außerdem sind sie im Büro der Kirchengemeinde Heiligenrode, bei der Buchhandlung Klösterli, Papier Ehlen, im Reise Center Kirchweyhe und bei Media Markt erhältlich. Die Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 22,90 Euro. An der Abendkasse werden 25 Euro fällig. Der Einlass und der Beginn des Restkartenverkaufs ist ab 18.30 Uhr.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+