Camerata Instrumentale der Musikschule Bremen spielt am 1. Oktober in Delmenhorst Ambitionierte Amateure im Kleinen Haus

Delmenhorst. Die Saison der Klassikkonzerte im Kleinen Haus beginnt am kommenden Sonnabend, 1. Oktober, um 20 Uhr mit einem Konzert der Camerata Instrumentale der Musikschule Bremen unter der Leitung von Jörg Assmann.
28.09.2016, 00:00
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Von Günter Matysiak

Delmenhorst. Die Saison der Klassikkonzerte im Kleinen Haus beginnt am kommenden Sonnabend, 1. Oktober, um 20 Uhr mit einem Konzert der Camerata Instrumentale der Musikschule Bremen unter der Leitung von Jörg Assmann. Solist an dem Abend ist Rodrigo Blumenstock. Er ist Solo-Oboist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, weltweit begehrt sowohl als Kammermusikpartner als auch als Solist. Jörg Assmann ist im Hauptberuf Geiger und als solcher Stimmführer der Deutschen Kammerphilharmonie. Als Dirigent gilt sein Interesse besonders dem Orchesternachwuchs. Die Camerata Instrumentale ist indes kein ausgesprochenes Nachwuchs-Orchester, arbeitet es doch generationsübergreifend mit ambitionierten Amateuren zwischen 15 und 80 Jahren.

Das Programm, das dem Publikum am Sonnabend geboten wird, ist traditionell, dabei aber sehr beziehungsreich aufgebaut. Es beginnt mit Robert Schumanns Ouvertüre zu Shakespeares „Julius Caesar“. Es ist eine sogenannte Konzertouvertüre, steht also in keinem musiktheatralischem Zusammenhang. Schumann hat sie einmal „Symphonie im kleinen Rahmen“ genannt, und in ihr konzentriert sich tatsächlich die Dramatik einer ganzen Sinfonie.

Diese „ganze Sinfonie“ erklingt an diesem Abend in Gestalt der Sinfonie Nr. 4 in d-Moll von Robert Schumann. Chronologisch gesehen ist sie seine zweite Sinfonie: Nach einer wenig erfolgreichen Uraufführung 1840 legte der Komponist sie erst einmal beiseite, arbeitet sie schließlich zehn Jahre später um und veröffentlichte sie in endgültiger Form 1853. Äußerlich traditionell geformt, verweigern sich die pausenlos ineinander übergehenden Sätze den Formerwartungen des Hörers und repräsentieren so etwas wie Nichtabgeschlossenheit. Dieser offenen Form steht ein Netz von melodischen Beziehungen der vier Sätze untereinander gegenüber, was wiederum für eine dichte Geschlossenheit dieser Sinfonie „in einem Satz“ sorgt.

Als Solokonzert wird das Oboenkonzert von Richard Strauss, komponiert 1945, präsentiert. Dies Alterswerk verströmt mozartische Leichtheit, gilt als Abgesang auf eine vergangene Musiksprache. Und wie bei Schumann gibt es auch dabei ein dichtes motivisch-thematisches Beziehungsgeflecht.

Für Abonnenten ist dieses erste Konzert als „Zugabe“ gratis. Alle anderen erhalten Karten für das Konzert im Vorverkauf beim Kleinen Haus unter der Telefonnummer 0 42 21 / 1 65 65 sowie an der Abendkasse.

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