Mobilitätskonzept

Zwischenstand wird vorgestellt

Im Februar wurde in der Syker Hauptstraße die Verkehrsführung geändert. Die Mitglieder des Bauausschusses bekommen an diesem Donnerstag einen Sachstand zu den bisherigen Erkenntnissen zu hören.
06.05.2021, 06:33
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Von Sarah Essing
Zwischenstand wird vorgestellt

Die geänderte Verkehrsführung an der Hauptstraße in Syke wird Thema im Bauausschuss am Donnerstag sein.

Sarah Essing

Syke. Die geänderte Verkehrsführung in der Syker Hauptstraße wird Thema in der Sitzung des Bauausschusses an diesem Donnerstag, 6. Mai, sein. Wie der Syker Kurier berichtete, wurde dort im Februar die Verkehrsführung geändert, um die schwächeren Verkehrsteilnehmer zu schützen. Dafür sollten zum einen der Durchgangsverkehr gestoppt, zum anderen die Geschwindigkeitsüberschreitungen unterbunden werden. Den Bauausschussmitgliedern wird nach drei Monaten ein Zwischenstand vorgestellt.

Die bisherige Einbahnstraßenregelung wurde im Bereich zwischen Hauptstraße 52 und der Einmündung Gesseler Straße/Plackenstraße umgekehrt. Darüber hinaus wurde in Höhe von Wessels Hotel die Durchfahrt für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Bis zum 15. Oktober gilt diese Regelung noch. Währenddessen werden Verkehrsmessungen an unterschiedlichen Standorten durchgeführt. Dabei werden nicht nur die Geschwindigkeiten sondern auch die Anzahl der Fahrzeuge inklusive Fahrräder ermittelt, ist der Sitzungsvorlage zu diesem Tagesordnungspunkt zu entnehmen.

Begleitet werden diese Änderungen durch das Ingenieurbüro Planungsgemeinschaft Verkehr Alrutz (PGV) aus Hannover, das derzeit zudem ein Mobilitätskonzept für die Stadt Syke erstellt. Dazu wurden auch die ersten bereits erfassten Daten und Verkehrsströme ausgewertet. Aus den Messungen lassen sich die jetzigen Verkehrsmengen nach Umkehrung der Einbahnstraßenrichtung in der westlichen Hauptstraße sowie der Sperrung des mittleren Abschnitts zwischen An der Volksbank und Gesseler Straße ableiten. So habe sich der Verkehr auf der Hauptstraße durch die geänderte Verkehrsführung offensichtlich verringert. Weiterer Verkehr habe sich auf die umliegenden Straßen besser verteilt, ist der Sitzungsvorlage zu entnehmen.

So habe sich unter anderem gezeigt, dass die Luise-Chevalier-Straße eine wichtige Zu- und Abfahrtsfunktion zur Innenstadt sowie eine Verteilerfunktion in Verbindung mit dem Straßenzug Zum Hachepark erfüllt. Auch der westliche Teil der Hauptstraße, dort wo Begegnungsverkehr erlaubt ist, ist weiterhin gut frequentiert. Auffällig dabei sei, dass der gesamte Beobachtungsraum nahezu ausgeglichen sei, dass aber eigentlich mehr Fahrzeuge in Richtung der Einbahnpassage nach Osten fahren müssten. Dass dies nicht der Fall ist, könnte zeigen, dass Fahrzeuge weiterhin unerlaubt die vorherige Einbahnregelung annehmen und nunmehr in die falsche Richtung fahren. Es könnten aber auch mehr Radfahrer unterwegs sein, die erlaubterweise entgegengesetzt der Einbahnregelung fahren. Messungen in diesem Bereich sollen weiter erfasst und analysiert werden.

Bei einer gravierenden Änderung der gewohnten Verkehrsführung sei auch aus verkehrspsychologischer Sicht damit zu rechnen, dass die Verkehrsteilnehmer eine gewisse Zeit benötigen, um sich umzugewöhnen, ist der Sitzungsvorlage weiter zu entnehmen. Das wurde bei der Vorstellung der Änderung im Februar bereits mit einkalkuliert (wir berichteten).

Ebenfalls gerechnet wurde mit Beschwerden. Diese sind bisher ebenso eingegangen wie allerdings auch positive Rückmeldungen, heißt es weiter. Insbesondere Fahrradfahrer und Fußgänger fühlen sich mit der neuen Regelung etwas sicherer. „Diese positiven Rückmeldungen gibt es generationenübergreifend“, ist der Sitzungsvorlage zu entnehmen. Unter Berücksichtigung einer gewissen Eingewöhnungsphase ebenso wie der Einschränkungen und besonderen Gegebenheiten durch die Corona-Pandemie, wie etwa weniger Verkehr durch teilweise erfolgten Distanzunterricht, sollten die Verkehrszählungen weitergeführt und gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt überprüft werden. Dabei sollte künftig auch die unterschiedliche Funktion der Hauptstraße in ihren unterschiedlichen Funktionsbereichen deutlicher herausgearbeitet werden, heißt es in der Sitzungsvorlage weiter.

Über das erarbeitete Mobilitätskonzept, das derzeit erarbeitet wird und in das auch Anregungen der Politik und der Bürger aufgenommen werden sollen, wird der Rat der Stadt Syke beschließen. Es soll im Oktober vorgestellt werden. Die Bauausschusssitzung findet digital statt. Sie beginnt um 17 Uhr. Unter der Rufnummer 04242/164655 können interessierte Einwohner sich bis Donnerstag, 6. Mai, um 15 Uhr noch anmelden. Sie erhalten dann per E-Mail einen Link zur Sitzung.

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