Comenius-Projekt: Zehn Nationen zu Gast in Syke

UND MICHA BUSTIAN
16.11.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Dorit Schlemermeyer

UND MICHA BUSTIAN

Syke. Die Klimamodellkommune Syke war ein guter Gastgeber für Schüler und Lehrer des Comenius-Projektes. Elf Nationen beteiligen sich daran, 43 Schüler und Lehrer waren an den vergangenen drei Tagen zu Gast in Syke. Ihr Thema für die nächsten zwei Jahre: Klimawandel und erneuerbare Energien. "Da passen wir nach Abschluss des Projekts Experimenteller Wohnungs- und Städtebau doch prima rein", erzählte Schulamtsleiter Harm-Dirk Hüppe bei der Begrüßung im Syker Rathaus. "Wir hoffen, dass wir Sie mit unserem Wissen unterstützen können."

Gestern reisten die Syker Gäste wieder ab. "Es hat uns viel Freude gemacht, zu sehen wie die Schüler miteinander umgegangen sind, wie Kontakte entstanden sind. Das Projekt hat sich praktisch verselbstständigt, besser kann man es nicht machen." So blicken Simone Treunert und Rajinder Singh von der Ganztagsschule GTS 2001 in Syke zurück auf ihre Beteiligung am Comenius-Projekt. Denn darum geht es, den Schülern und Lehrern aus anderen Ländern das eigene Land zu vermitteln. Zu diesem Zweck gab es auch eine Stadtbesichtigung von Bremen und einen Besuch im Weserstadion. "Da waren alle ganz überrascht, als sie erfahren haben, dass auf der Nordseite keine echten Photovoltaikanlagen sind, sondern nur Attrappen", erzählt Singh und konnte den ausländischen Schülern ein dazu passendes Projekt anbieten: Den Bau eines Solarkochers. Der ist so konzipiert, dass er von den Schülern zuhause nachgebaut werden kann.

Elf Länder nehmen am Projekt teil, und es stellt für alle Schüler eine große Herausforderung dar, alles in englischer Sprache zu gestalten. "Die Schüler haben es toll gemacht, denn für Neuntklässler ist es schon eine Hürde, die Arbeiten komplett auf Englisch zu präsentieren", so Simone Treunert.

Es ist das zweite Mal, dass sich die GTS an Comenius beteiligt und mit Schülern aus Polen, den Niederlanden, Lettland, Frankreich, Italien, Türkei, Portugal, Griechenland, Polen und Rumänien zusammenarbeitet. "Man setzt sich mit den Kollegen aus den anderen Ländern zusammen und versucht die Schwerpunkte festzulegen. Da gibt jedes Land seine Vorstellung ab, und dann findet man einen Konsens", beschreibt Rajinder Singh die Vorarbeiten. So wird im Zweijahresplan festgelegt, wer wann Gastgeber ist und wann was gemacht wird.

"Wenn die Schüler sehen, unter welchen Bedingungen in anderen Ländern gelernt und gearbeitet wird, sorgt das schon für eine gewisse Demut", so Treunert. Und Singh ergänzt: "Da gibt es schon große Unterschiede in den Ländern, in einigen Ländern gibt es zum Beispiel keine Müllentsorgung, da konnten die Schüler beim Besuch der AWG viel lernen". 22000 Euro beträgt die Fördersumme, die die GTS verwenden kann. Die Summe wird nach den Mobilitäten vergeben, damit werden die transnationalen Arbeitstreffen bezeichnet. Und mit dieser Summe werden 24 dieser Treffen finanziert. Den beiden Lehrern ist es wichtig zu betonen, dass so ein Projekt nur laufen kann mit der Unterstützung aller Kollegen, der Schulleitung und den Eltern. "Dann ist der Nutzen für die Schule groß", ziehen beide ein positives Resümee.

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