Dieter Behrends zeigt in Bassum einen Querschnitt seines künstlerischen Schaffens

Das Motiv Mensch

Bassum. „Den Frauen fällt zuerst auf, dass hier neue Bilder hängen“, erzählt der Leiter der Kreissparkasse Bassum Klaus-Dieter Sprenger und freute sich, wieder einmal eine Ausstellung in den Räumen zeigen zu können. Die „neuen Bilder“ sind Werke des Bremer Künstlers Dieter Behrends, der damit in Bassum seine erste Einzelausstellung zeigt.
10.04.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Dorit Schlemermeyer
Das Motiv Mensch

Rückt sein Bild ins rechte Licht: Dieter Behrends.

Janina Rahn

„Den Frauen fällt zuerst auf, dass hier neue Bilder hängen“, erzählt der Leiter der Kreissparkasse Bassum Klaus-Dieter Sprenger und freute sich, wieder einmal eine Ausstellung in den Räumen zeigen zu können. Die „neuen Bilder“ sind Werke des Bremer Künstlers Dieter Behrends, der damit in Bassum seine erste Einzelausstellung zeigt. Bis zum 6. Mai können Besucher die 18 ausgestellten Werke betrachten und natürlich auch käuflich erwerben.

„Ich zeige einen Querschnitt meines bisherigen künstlerischen Schaffens“, macht der Maler neugierig auf seine Werke. Für ihn stehen Menschen im Mittelpunkt: „Menschen interessieren mich einfach am meisten“, beschreibt er seine Intention und möchte mit dieser Ausstellung seine Bilder einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren. „Ich war schon hin- und hergerissen vor meiner ersten Ausstellung und werde sehen, wie diese Erfahrung für mich ausfällt “, so Behrends.

Seit 1980 widmet er sich mit Leidenschaft der Malerei und hat seit seiner Pensionierung 2008 auch endlich genügend Zeit. Heute ist sein ehemaliges Lehrerarbeitszimmer – Behrends hat an den Berufsbildenden Schulen (BBS) Syke unterrichtet – sein Atelier und beherbergt seine Werke. So kann er sich im Laufe des Tages dorthin zurück ziehen und weiter an seinen Bildkompositionen arbeiten. Manchmal sei es ein regelrechter Kampf, das Werk so zu gestalten, dass es zu seiner Zufriedenheit ausfalle, beschreibt er den Schaffensprozess.

Ganz am Anfang dieses künstlerischen Schaffens standen Aquarelle. Heute widmet sich der Maler der Acryl und Ölmalerei auf Leinwand und hat auch seine Maltechnik verändert. „Ich lasse immer häufiger den Pinsel weg und arbeite mit der Spachteltechnik. Damit lassen sich ganz andere Effekte erzielen und das Bild bekommt mehr Struktur“ so Behrends, der seine Technik auf Fortbildungsveranstaltungen der Kunsthalle Bremen und Hochschule Bremen weiter geschult hat. Als Vorlage dienen ihm oft Fotos, aber auch Bilder, die er im Kopf hat und Motive von den zahlreichen Reisen und eben immer wieder der Mensch, wie beim Bild mit dem Titel „Bezahlung“, das im Hintergrund Menschen mit angedeuteten Gesichtszügen und Sonnenbrillen zeigt und im Vordergrund, hervor gehoben durch die leuchtend gelbe Farbe, zwei junge Männer, die gerade ein Geschäft abwickeln.

Aber die Ausstellung zeigt auch andere Motive wie zum Beispiel „Zitronen“, ein Werk, das schon fast einen Stilllebencharakter hat und große leuchtend gelbe Früchte an Zweigen mit dunkelgrünen Blättern zeigt. „Das sind griechische Zitronen“, erzählt dazu der Maler und deutet auf ein anderes Werk, das ein graues Labyrinth vor einem angedeuteten Blumenmotiv zeigt. „Das ist ausschließlich in meinem Kopf entstanden“, erzählt er die Entstehungsgeschichte. Und ist auf einem Bild sogar selbst zu sehen, allerdings mit zeitlichem Abstand, denn als Motiv diente ein altes Foto, das ihn als Kinderschützenkönig zeigt. Daraus entstand das Werk „Kindertanz“: Ein Junge in kurzer Hose hält ungelenk die Hand eines Mädchens.

Dass der Maler ein guter Beobachter ist, lässt ein anderes Werk erkennen. Im Mittelpunkt sitzt ein junger Mann mit einer venezianischen Maske vor einem dunkelgrünen langen Rock. „Den jungen Mann habe ich in der Kunsthalle Bremen vor einem Gemälde von Manet gesehen“, blickt der Künstler zurück.

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