Mädchen von Zebra Orange gestalten Überführung Das neue Gesicht des Barrier Tunnels

Syke-Barrien. Der Gehweg ist mit einer rot-weiß gestreiften Barke abgesperrt, auf den Platten liegen Pinsel, Farbdosen und Wischtücher. Dem Barrier Tunnel geht es an sein hässliches Gesicht: Elf junge Frauen des Mädchenkulturhauses Zebra Orange haben in der zweiten Woche der Osterferien begonnen, die Überführung der Bundesstraße 6 über die Sudweyher Straße aufzuhübschen. Bis zum Anfang der Sommerferien soll ihr Werk vollbracht sein.
30.04.2011, 05:00
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Das neue Gesicht des Barrier Tunnels
Von Micha Bustian

Syke-Barrien. Der Gehweg ist mit einer rot-weiß gestreiften Barke abgesperrt, auf den Platten liegen Pinsel, Farbdosen und Wischtücher. Dem Barrier Tunnel geht es an sein hässliches Gesicht: Elf junge Frauen des Mädchenkulturhauses Zebra Orange haben in der zweiten Woche der Osterferien begonnen, die Überführung der Bundesstraße 6 über die Sudweyher Straße aufzuhübschen. Bis zum Anfang der Sommerferien soll ihr Werk vollbracht sein.

Reinigung und Grundierung hat eine Fachfirma übernommen. Zu erkennen sind bereits die Räder der Wassermühle, die übergehen in ein Friedenszeichen. Auch die B 6 und der älteste Baum Barriens sind Thema, ebenso die Skateranlage. So ganz zufrieden sind die Mädchen mit den ihnen verbliebenen Möglichkeiten allerdings nicht. Ihr eigentlicher Vorschlag wurde vom Barrier Ortsrat abgelehnt: zu bunt. Dann bekamen sie Vorgaben und mussten ihre Kreativität auf die Umsetzung konzentrieren.

"Wir haben viele eigene Ideen zurückgestellt", sagt Clara Nickisch. Özlem Gözetmen findet das schlicht "doof". Dennoch sind sich die beiden mit ihren Mitstreiterinnen Sedef Gözetmen, Gina-Naima Schomacker, Lea Schwarz, Michelle Benjes, Sarah Schubert, Marlene Wingenbach, Gülhan Yanar sowie Hila und Husai Latifi einig: Es macht Spaß. Bei der anderen Straßenseite, die noch blitzblank weiß leuchtet, wollen sie sich auf weniger Kompromisse einlassen. "Wir wollen einen Kontrast zur anderen Seite", sagt Renate Bühn, Betreuerin der Mädchen. Muster, Menschen, Graffiti - Clara Nickisch schwebt sogar Popart-Style vor. Denn so viele Motive würde Barrien als Ort ja auch nicht mehr hergeben.

Mit Unterstützung der Stadt Syke, des Paritätischen Jugendwerks Niedersachsen, der Kulturinitiative Rüttelschuh werden die jungen Damen immer am Wochenende aktiv sein. Neben diesen Sponsoren haben auch Barrier Unternehmen einen Teil der Kosten für die Anschaffungen beigetragen - was als Zeichen der Unterstützung aufgenommen wurde. Bis zu den Sommerferien soll es noch gehen, "es sind noch viele Details offen", weiß Hila Latifi. Auch die Entwürfe für die noch weiße Seite müssen erst erstellt werden.

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