Julia Soostmeyer macht den Selbstversuch im Yogilates / Entspannung "Ja" - wenn man daran gewöhnt ist Dem Krieger folgt der Muskelkater

Ich habe die Sonne gegrüßt, habe mich durchhängen lassen; ich war ein Hund, ein Krieger, eine Kobra, ja sogar eine Heuschrecke. Tags darauf hatte ich einfach nur Muskelkater. Ich habe den Selbstversuch gewagt und an einer Yogilates-Stunde des Sportvereins Mörsen-Scharrendorf teilgenommen. "Man kann ja mal entspannen...", dachte ich.
16.01.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Julia Soostmeyer

Ich habe die Sonne gegrüßt, habe mich durchhängen lassen; ich war ein Hund, ein Krieger, eine Kobra, ja sogar eine Heuschrecke. Tags darauf hatte ich einfach nur Muskelkater. Ich habe den Selbstversuch gewagt und an einer Yogilates-Stunde des Sportvereins Mörsen-Scharrendorf teilgenommen. "Man kann ja mal entspannen...", dachte ich.

Twistringen. Interessant klang das Kursangebot Yogilates, was mich dazu verleitete, die Übungsleiterin Jutta Schröder anzurufen und um Teilnahme zu bitten. Am vergangenen Donnerstagabend war es dann so weit. Ich war gespannt, was mich erwartet. Ich hatte mich vorher weder mit Yoga noch mit Pilates beschäftigt, hatte also keine Ahnung. Was ich aber wusste war, dass beide Praktiken der Entspannung und Loslösung vom Alltagsstress dienen sollten. In der neuen Gymnastikhalle des Hildegard-von-Bingen Gymnasiums in Twistringen, wurde ich eines Besseren belehrt, was keineswegs negativ verstanden werden darf.

Bei mir findet Sport eher in meinen Gedanken statt: wenn ich mir mal wieder vorstelle im Hallenbad ein paar Bahnen zu ziehen oder ein paar Federbälle beim Badminton fliegen zu lassen. Das auch in die Tat umzusetzen, kommt zwar vor, aber eher selten. Deshalb war ich gespannt, was mich beim Yogilates erwartet.

Ruhige Musik ertönte aus den Boxen, die Übungsleiterin Jutta Schröder aufgestellt hatte. Zahlreiche Frauen - kein einziger Mann war dabei - fanden sich in der Gymnastikhalle ein, um am Yogilates teilzunehmen, jüngere, wie auch ältere. Diese Mischung war sehr sympathisch. Während die Einen sich schon eine ganze Zeit mit den Techniken beschäftigt hatten, waren Andere, wie ich auch, vollkommen unerfahren. Dann ging es los. Vorerst zeigte uns Jutta die Pilates-Atmung: Durch die Nase tief ein- und durch den Mund ausatmen. Im Zuge jeder Bewegung atmete man entweder ein oder aus. Schon diese Koordination bereitete mir Schwierigkeiten, da ich viel zu sehr darauf konzentriert war, wie die Übungen funktionierten, die Jutta vorführte.

Nachdem alle einmal gezeigt wurden - der Hund, der Krieger, die Hängematte und Co. - ging es daran, alle in einem für mich zügigen Tempo aneinander zu hängen. Für mich war es schwierig aber auch klar: reine Übungssache.

Ich spürte, wie sich meine Muskel und Bänder dehnten und es langsam mit meiner Kraft zu Ende ging. Zwischendurch musste ich pausieren und war verblüfft, wie Jutta, die eher klein und zierlich daherkam, auch noch bei der Ausführung einiger Stellungen reden konnte. Während einige Übungen Liegestützen und Kniebeugen nahekamen, waren mir andere Elemente neu, wie die Hängematte, bei der der Rücken vollkommen durchhängt.

Immer wieder hieß es: "Die Scham nach vorn, das Steißbein gen Wirbelsäule und den Bauchnabel nach Innen ziehen und halten." Das war anfangs sehr verwirrend und es dauerte seine Zeit, bis ich zumindest kapiert hatte, wie es gemeint war. Das auch noch umzusetzen, war schwierig und anstrengend, aber auch hier: Übungssache.

Übungssache ist für mich das Stichwort beim Yogilates. Während es beim ersten Mal sehr schwierig wirkt, kann es, so scheint es, wirklich entspannend sein, wenn man sich daran gewöhnt hat und die Übungen kennt. Den Eindruck vermittelten mir auch einige Teilnehmer, die bereits länger dabei sind. Sehr angenehm fand ich, dass man nicht außer Atem kommt, wie es beispielsweise beim Laufen der Fall ist. Doch man merkt, dass man etwas für die Fitness tut und das gibt ein gutes Gefühl.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+