Zehnter Kartoffelmarkt lockt Besucherscharen in die Gemeinde Asendorf Der Erdapfel in allen seinen Variationen

Frittiert, gebraten oder als Suppe – Kartoffeln können vielfältig zubereitet werden. Beim Kartoffelmarkt in der Gemeinde Asendorf stand die tolle Knolle gestern zum bereits zehnten Mal im Mittelpunkt. Aber auch Flohmarkt, Kunsthandwerk und Molkerei lockten die Besucher.
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Von Marcel Nobis

Frittiert, gebraten oder als Suppe – Kartoffeln können vielfältig zubereitet werden. Beim Kartoffelmarkt in der Gemeinde Asendorf stand die tolle Knolle gestern zum bereits zehnten Mal im Mittelpunkt. Aber auch Flohmarkt, Kunsthandwerk und Molkerei lockten die Besucher.

Die Erntezeit hat begonnen, und von den Feldern werden langsam die Erträge eingeholt. Ein Ernteprodukt, das ruhig unter der Erde schlummert, findet vor allem in Deutschland große Beachtung: die Kartoffel. In der Gemeinde Asendorf steht die Knolle einmal im Jahr im Mittelpunkt eines Festes. Gestern war es wieder so weit, und der Kartoffelmarkt öffnete seine Pforten für die Besucher. Doch nicht nur der Erdapfel zierte das Marktgeschehen.

„Jedes Los ist ein Gewinn“, tönte es aus der Bahnhofstraße. Torsten Stellmann bewarb lautstark mit Mikrofon und Boxen seinen Tombola-Stand. Chipstüten, eine Art Trostpreis, reihten sich am Stand dicht an dicht. „Nicht jeder kann einen Fernseher gewinnen“, scherzte Stellmann. Direkt gegenüber hatte er ebenfalls einige Tische aufgebaut. Hier verkaufte Stellmann Obst und Gemüse, darunter selbstverständlich auch Kartoffeln. „Es geht eigentlich alles gut, Kartoffeln werden aber nicht so viele verkauft, da die Leute die schweren Säcke nicht mitschleppen möchten“, erklärte der Geschäftsführer des ansässigen Supermarktes. Dennoch wanderten einige Besucher mit prall gefüllten gelben Kartoffelnetzen über den Markt.

Die Asendorfer Bahnhofstraße herunter reihten sich die meisten der zahlreichen Flohmarktstände auf. Uhren, Bücher, Spielzeug oder Dekorationen – die Verkäufer hielten ein abwechslungsreiches Angebot für die Besucher bereit. „Wir sind das erste Mal hier, aber es gefällt uns bereits sehr gut“, meinte Renate Coors aus Blender bei Verden. Trotz der Lage am hinteren Ende des Flohmarktes konnte sich die Flohmarktbeschickerin über reichlich interessierte Kundschaft freuen.

Keine Flohmarkartikel, sondern Kunsthandwerk boten Andrea Dierks aus Bremen und Marie-Luise Thesing aus Hannover an. Vor allem für die bevorstehende Weihnachtszeit stand bei den beiden Frauen einiges auf den Verkaufstischen. „Wir haben Dekorationsartikel, Taschen und Mützen – also auch was für Leute, die bereits nach Weihnachtsgeschenken suchen“, merkte Andrea Dierks an. Kunsthandwerk gab es ebenfalls im Asendorfer Kunst-Schuppen. Bilder, Figuren und Lampen waren im beschaulichen Ambiente des kleinen Gebäudes von Gabriele Beutner-Kijewski bestens vor Wind und Regen geschützt.

Trotz bedecktem Himmel tröpfelte es nur sehr selten auf die Besucher des Asendorfer Kartoffelmarktes nieder. So gestaltete sich auch das Schlangestehen bei den Kartoffelspezialitäten nicht als unangenehm. Von handgemachten Chips bis hin zu Suppe wurde die Knolle in vielen Varianten angeboten. „Ich habe mich für Puffer entschieden“, verriet Antje Polthier aus Hoya, als sie mit ihrer Familie an einem Essensstand wartete. Eine bunte Tasche in der Hand deutete bereits auf eine erfolgreiche Flohmarkttour hin. „Wir sind schon einmal über den Markt gelaufen. Für meinen Sohn haben wir dabei ein paar Bücher gekauft. Jetzt wird etwas gegessen und dann geht es weiter zur Molkerei“, erzählte Antje Polthier.

Die Asendorfer Molkerei – etwas abseits vom Marktgeschehen – lockte am Sonntagnachmittag mit einem Tag der offenen Tür. Hier konnten sich die Besucher über die Herstellung von Käse und anderen Molkereiprodukten informieren. Zum Marktambiente passend, boten die Veranstalter einen kostenlosen Transfer mittels Traktor und Planwagen zur Asendorfer Molkerei an.

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