Zum zehnjährigen Bestehen wartet der Syker Park mit Kunst, Politik und Kulinarik auf Der Europa-Garten feiert Geburtstag

Syke. Ein Jubiläum folgt oft eng dem nächsten. So auch in diesem Jahr in Syke.
01.08.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Elfi Bultjer

Syke. Ein Jubiläum folgt oft eng dem nächsten. So auch in diesem Jahr in Syke. Die Europa-Union Deutschland wird im Dezember 70 Jahre und der Europa-Garten in Syke zehn Jahre alt. Zwei Ereignisse, die besondere Beachtung verdienen, muss sich die Europa-Union Diepholz gedacht haben. Sie feierte das Jubiläum des Syker Parks am Sonnabend und Sonntag, und erinnerte gleichzeitig an die Gründung der Union im Winter 1946. Angefangen wurde am Sonnabend mit Livemusik und zwei Maskentheater-Gruppen im Europa-Garten. Die Fortsetzung des Festes fand dann am Sonntagmittag, nach dem Vorbild des Bürgerpicknicks, statt. In einer Art Frühschoppen mit Musik, Unterhaltung für Jung und Alt sowie Essen aus verschiedenen Ländern gab es das Bürgerpicknick in etwas größerer Dimension, als man es aus den Jahren zuvor kannte.

Die Idee zum Europa-Garten entstand anlässlich des 60. Jahrestages zur Gründung der Europa-Union Deutschland. Mit dem Garten im Herzen Sykes sollte ein bleibender Beitrag im europäischen Geist geschaffen werden, wie es auf der Website des Europa-Gartens Syke heißt. „Der Europa-Garten ist ein gemeinsames Projekt verschiedener Menschen. Die Menschen, die das geschaffen haben, können sich auf die Schulter klopfen, denn sie haben etwas ganz Tolles daraus gemacht“, lobte Karsten Bödeker, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Syke, bei seiner Rede zur Eröffnung der Feier. „Der Europa-Garten kann erlebt werden. Er kann begangen werden. Er ist ganz bunt, wie auch Europa es sein sollte“, so Karsten Bödeker weiter.

Auch Gerhard Thiel, Kreisvorsitzender der Europa-Union im Kreisverband Diepholz, begrüßte am Sonnabend die Besucher des Festes mit einer kurzen Rede. Er wies auf die Gründung der Europa-Union in Syke im Dezember 1946 hin und auf die Gründer dieser überparteilichen Werte- und Rechtsgemeinschaft. „Ich wünsche mir eine europäische Regierung“, ließ er die Besucher wissen. Der Landrat Cord Bockhop kam auch zum Feiern vorbei und nannte es eine Errungenschaft, dass wir Bürger der EU sind. Er ist sich sicher: „Europa wird Bestand haben.“

Das Scharniertheater aus Hannover mit seinen übergroßen Masken begrüßte die Feiernden auf seine Art mit symbolischen Aktionen. Einige von Ihnen schoben und stapelten kleine Bausteine der Europäischen Union (EU) im Sandkasten hin und her. So wurde mit Begriffen gespielt, die in der Wahrnehmung der Bevölkerung mit der EU in Verbindung stehen. Sowohl kritische Aussagen wie „bürokratisches Monster“, als auch positiv behaftetet Begriffe wie „Wertegemeinschaft“, waren auf den Kästen zu lesen.

Nach der Musik von Bojana Tadic und Pablo Ortega von der Gruppe Balkan Cello kam am Abend noch das Maskentheater Twist-A-Gang zum Einsatz. Gestalten mit großen Masken und riesigen Händen kamen auch am Sonntagmittag zum Zuge. Bis um 15 Uhr unterhielt die Band Arrested Amtsbrüder die Besucher des Europa-Gartens mit ihrer Folkmusik und Oldies. Doch nicht nur die Musik der beiden Bands führte die Besucher mit ihren Liedern durch verschiedene Länder, auch die Anbieter von Speisen sorgten für kulturelle Vielfalt.

Vom Blini über Börek und Butterkuchen bis zum Eis aus Italien und kurdischem Fladenbrot war alles vertreten. Siegrid Martes kam am Sonntag mit Tochter und Enkelin in den Europa-Garten und wünschte sich, es wären mehr Leute gekommen. „Von der Sache her, finde ich das Fest eine tolle Idee“, sagte Martes und zeigte sich als Befürworterin des europäischen Gedankens. Am Rande und doch mittendrin waren Vertreter politischer Parteien auf dem Fest, um mit Mitgliedern der Europa-Union sowie den Besuchern der Feier über die EU zu diskutieren.

„Von der Sache her, finde ich das Fest eine tolle Idee.“ Siegrid Martes
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