Modernes Orchester gibt Benefiz-Konzert in der Erlenschule

Der Funke springt über

Syke. Der gute Zweck traf die gute Gelegenheit beim Benefiz-Konzert des Modernen Orchesters des TuS Syke am Sonnabend in der Bewegungshalle der Erlenschule Syke. Die Erlenschule nämlich ist eine Tagesbildungsstätte der Lebenshilfe Syke, eine Schule für Kinder mit verschiedensten Behinderungen. Dort soll eine Oase – ein Raum zur Entspannung und Schulung der Sensomotorik mit Wasserspielen sowie Licht- und Akustikreizen – mithilfe der Konzerterlöse ausgebaut werden. Da das Orchester auch in diesem Jahr wegen der Sperrung des Syker Theaters sein Jahreskonzert ausfallen lassen wird, war die Gelegenheit im doppelten Sinne ideal. Den Kontakt hatte Posaunist Rüdiger Schanzmann hergestellt, der für die Erlenschule arbeitet. Gemeinsam mit Rieke Brenning, die derzeit ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Erlenschule absolviert, saß eine zweite Mitarbeiterin in den Reihen des Orchesters.
15.04.2013, 05:00
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Von Karsten Bödeker
Der Funke springt über

Mit ihrem Benefiz-Konzert konnte das Moderne Orchester des TuS Syke den Bau einer Oase in der Erlenschule unterstützen.

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Syke. Der gute Zweck traf die gute Gelegenheit beim Benefiz-Konzert des Modernen Orchesters des TuS Syke am Sonnabend in der Bewegungshalle der Erlenschule Syke. Die Erlenschule nämlich ist eine Tagesbildungsstätte der Lebenshilfe Syke, eine Schule für Kinder mit verschiedensten Behinderungen. Dort soll eine Oase – ein Raum zur Entspannung und Schulung der Sensomotorik mit Wasserspielen sowie Licht- und Akustikreizen – mithilfe der Konzerterlöse ausgebaut werden. Da das Orchester auch in diesem Jahr wegen der Sperrung des Syker Theaters sein Jahreskonzert ausfallen lassen wird, war die Gelegenheit im doppelten Sinne ideal. Den Kontakt hatte Posaunist Rüdiger Schanzmann hergestellt, der für die Erlenschule arbeitet. Gemeinsam mit Rieke Brenning, die derzeit ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Erlenschule absolviert, saß eine zweite Mitarbeiterin in den Reihen des Orchesters.

Die Stimmung im Orchester vor den rund 150 Besuchern war gut. Auch Schulleiterin Ulrike Stelljes zeigte sich erfreut und dankte den Musikern nach deren rund zweistündigem Auftritt und einem bunten Schnitt durch das Repertoire. Petra Raue, Abteilungsleiterin der TuS-Musiker, hatte charmant durchs Programm geführt und viele Details zu den 13 Stücken geliefert. Auch den Grund für die Zugehörigkeit zum TuS Syke erklärte sie: "Sie sehen ja, wie die jungen Männer am Schlagwerk von einem Instrument zum anderen laufen müssen. Das ist reiner Sport." Passend mit einer Fanfare hatte Dirigentin Sabine Rosenbrock ihr Ensemble den Abend beginnen lassen, ehe es in zehn Minuten um die Welt ging. Ein Stück auf Basis des Jules Verne-Romans "In 80 Tagen um die Welt". Zu hören waren die Elefanten in Indien, Peitschen knallende Cowboys in Amerika und der Raddampfer zurück nach England.

Medleys gab es von Boney M., Udo Jürgens und den Beatles. "Die gehören in Norddeutschland einfach dazu", schmunzelte Raue, "schließlich hat in Hamburg ihre Karriere begonnen und später haben sie in Verden einen Film gedreht." Benny Goodman ließen die Musiker swingen, van Morrison seinen romantischen Moondance aufführen. Fröhliche jiddische und immer schneller werdende Musik gab es bei "Bessarabyanke". Mit Elton John ging es im Lion King nach Afrika und mit Sparkling Samba nach Brasilien. Starlight Express deckte den Musical-Teil ab, beim Tanz der Vampire gab es das großartige "Total eclipse oft the heart" zu hören, das Bonnie Tyler gesungen hat, und dessen schwieriger Auftaktteil Sonnabend in Syke toll von einem Solo des Saxofons intoniert wurde.

Am Ende des Konzerts in der Syker Erlenschule löste donnernder Applaus die melodischen Töne ab, und Sabine Rosenbrock ließ als Appetitanreger für das irgendwann stattfinde große Konzert spielen: "Relight my fire" – doch das war eigentlich kaum nötig, denn der Funke war längst auf das Publikum übergesprungen.

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