Fußball-Bezirksliga Hannover

Der SV Heiligenfelde unterliegt dem TSV Wetschen

Die Mannschaft von Torben Budelmann kann die vielen Ausfälle nicht kompensieren. Die kämpferische Leistung stimmt, doch das reicht nicht.
02.05.2019, 22:13
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup
Der SV Heiligenfelde unterliegt dem TSV Wetschen

Außer Tritt: Heiligenfeldes Lars Diedrichs (l.) kommt nach einem Zweikampf mit Erdal Ölge zu Fall.

Thorin Mentrup

Syke-Heiligenfelde. Der SV Heiligenfelde hat in der Fußball-Bezirksliga seine zehnte Saisonniederlage kassiert. Dem TSV Wetschen mussten sich die Grün-Weißen am Donnerstagabend mit 1:3 (1:2) beugen. Kämpferisch konnte man den Gastgebern keinen Vorwurf machen, spielerisch gelang ihnen dagegen wenig.

Die Partie entwickelte sich recht ausgeglichen. Beide Mannschaften hatten zunächst wenige gelungene Spielzüge und taten sich schwer damit, einen geordneten Aufbau zu initiieren. Die langen Bälle, mit denen sie operierten, taugten wenig, besonders dann, wenn sie auf dem nassen Boden aufsetzten und dadurch noch zusätzlich an Geschwindigkeit gewannen. Ihre spielerischen Möglichkeiten schöpften beide Mannschaften nur selten aus – was zugegebenermaßen auf dem Platz auch kaum möglich war. Allerdings mangelte es den flachen Zuspielen auch an Präzision.

So blieb die Partie in der ersten Hälfte des ersten Durchgangs quasi chancenlos. „Die ersten 15 Minuten waren zum Vergessen“, stellte auch Heiligenfeldes Trainer Torben Budelmann fest. Ein Freistoß der Gäste verursachte so etwas wie Gefahr, weil der zum eigenen Pfosten zurückgeeilte Marvin Godesberg den Ball nach Erdal Ölges Schuss nicht richtig kontrollieren konnte. Die größte Gelegenheit hatte jedoch Lars Diedrichs, der sich auf dem Weg zum Tor jedoch noch entscheidend stören ließ und nicht richtig zum Abschluss kam (18.).

Ansonsten kam Gefahr meist nach Standards auf. Mirko Labbus versuchte sich per Freistoß aus zentraler Position ebenfalls direkt und schlenzte den Ball fast schon in Lionel-Messi-Manier Richtung Torwinkel. Doch seinem Schuss fehlten ein kleines bisschen Präzision und Tempo, Wetschens Schlussmann Lukas Weyer entschärfte den Versuch (21.). Auch die folgende Ecke sorgte für Gefahr, und wieder hatte Labbus seine Füße im Spiel. Er wurde kurz angespielt und zog mit dem linken Fuß ab. Im kurzen Eck klärten der Pfosten und Nils Unger im Zusammenspiel. Gerade noch der Retter gewesen, tauchte Wetschens Kapitän kurz darauf am Heiligenfelder Strafraum auf, zog flach ab und verlud Torhüter Jörn Wachtendorf – 0:1 (23.).

Für die Gäste kam es sogar noch besser: Neun Minuten später legten sie durch Omar Ceesay nach – und das durchaus glücklich: Nach einer Ecke, die die Heiligenfelder nicht gut verteidigten, kam Unger an den Ball und bediente seinen im Rückraum lauernden Mitspieler. Ceesay zog ab, der Ball wurde noch entscheidend abgefälscht und schlug zum 0:2 ein. Bemerkenswert war die Heiligenfelder Reaktion: Der ersatzgeschwächte Gastgeber, bei dem Budelmann auf der Linksverteidigerposition aushalf, meldete sich prompt zurück. Dabei spielten die Gastgeber erneut ihre Standardstärke aus. Nach einem Foul an Björn Isensee trat wieder Labbus zum Freistoß an und versenkte den Ball flach im Torwarteck (33.). Der SVH war zurück im Spiel und hatte noch vor dem Seitenwechsel die große Chance zum Ausgleich. Daniel Richter brachte eine Ecke vor das Tor, wo Labbus am zweiten Pfosten am höchsten stieg und den Kasten nur knapp verfehlte (45.). „In der ersten Hälfte haben wir gut dagegen gehalten. Wir haben uns mit allem gewehrt, was wir hatten“, war Budelmann mit dem Auftritt seiner Elf einverstanden.

Auch im zweiten Durchgang benötigte die Partie einige Zeit, um auf Touren zu kommen. Es fehlte nicht an Einsatz, sondern an zündenden Ideen. Heiligenfelde konnte sich nicht mehr richtig durchsetzen. „Uns haben die Bausteine dafür gefehlt“, machte Budelmann die Probleme auch an der personellen Situation fest. Malte Löffler oder auch Tobias Dickmann hätten den Gastgebern sicher gut getan. Der Wille war zweifelsohne da, doch das reichte gegen die ausgebuffteren Wetschener nicht. Ceesay verpasste das 1:3, als er an Wachtendorfs Fußabwehr scheiterte (56.), dann ließ Hinnerk Mittendorf die Chance zur Vorentscheidung aus (70.). Wenige Minuten vor dem Ende machte der Offensivmann dann alles klar (86.). Heiligenfelde reichte eine kämpferisch ordentliche Leistung letztlich nicht. „In der kommenden Woche haben wir dann hoffentlich ein paar mehr Alternativen“, sagte Budelmann, der allerdings im zweiten Durchgang Suren Jamgotchian verletzt auswechseln musste. Einen weiteren Ausfall können die Heiligenfelder momentan wahrlich nicht brauchen.

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