Verträge sind unterschrieben / In Kürze soll Eintrag ins Handelsregister folgen Die Netzgesellschaft Stuhr Weyhe ist jetzt da

Stuhr·Weyhe. Der Eintrag ins Handelsregister fehlt noch, doch die Verträge sind unterschrieben - und die Unterschriften beglaubigt, sodass bald eine neue Gesellschaft im Handelsregister auftauchen wird: Die Netzgesellschaft Stuhr Weyhe (NGSW). Das teilten gestern der Stuhrer Bürgermeister Cord Bockhop, sein Weyher Amtskollege Frank Lemmermann sowie Hermann Karnebogen, Kommunalreferent der Eon-Avacon, mit.
09.02.2011, 05:00
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Die Netzgesellschaft Stuhr Weyhe ist jetzt da
Von Markus Tönnishoff

Stuhr·Weyhe. Der Eintrag ins Handelsregister fehlt noch, doch die Verträge sind unterschrieben - und die Unterschriften beglaubigt, sodass bald eine neue Gesellschaft im Handelsregister auftauchen wird: Die Netzgesellschaft Stuhr Weyhe (NGSW). Das teilten gestern der Stuhrer Bürgermeister Cord Bockhop, sein Weyher Amtskollege Frank Lemmermann sowie Hermann Karnebogen, Kommunalreferent der Eon-Avacon, mit.

Die beiden Gemeinden halten jeweils 25,5 Prozent an der neu gegründeten Gesellschaft, die Eon-Avacon ist mit 49 Prozent dabei. Als Geschäftsführer fungieren Bockhop, Lemmermann und Karnebogen. Auch ein Beirat ist gegründet worden. Er soll der Netzgesellschaft beratend zu Seite stehen. Die Stuhrer Vertreter in dem Beirat sind die Kommunalpolitiker Ralph Ahrens, Susanne Cohrs, Jürgen Timm und Bürgermeister Bockhop. Aus Weyhe stoßen Frank Seidel, Dietrich Strutthoff, Heinrich Warneke und Bürgermeister Lemmermann dazu. Eon-Avacon schickt Joachim Dude, Bernd Brinkmann und Hinrich Beckmann in das Gremium. "Die Beiratsmitglieder müssen in den kommenden Jahren viel über den Netzbetrieb lernen", sagte Bockhop. 2016 sollen die Stromleitungen an die Netzgesellschaft übergehen. Laut Karnebogen würden die Stromkunden davon profitieren, dass man verschiedene Energiekonzepte ausprobieren könnte. "Da Stuhr und Weyhe relativ dicht besiedelt sind, könnten zum Beispiel Blockheizkraftwerke in Frage

kommen", so Karnebogen. Auch Photovoltaik und Wärmepumpen könnten eine Rolle spielen. Der Kunde könne nach der Übernahme des Netzes weiter wählen, von welchem Anbieter er seine Energie beziehen will, so Karnebogen. Für Bockhop ist die Investition wichtig, um eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten. "Absolut autark werden wir nicht werden können. Aber es ist das Ziel, dicht an die Autarkie heranzukommen. Das schaffen wir nur, wenn wir eigene Leitungen haben." Als Kaufpreis für das Netz nennen beide Bürgermeister 50 Millionen Euro. "Jedoch wird der Preis niedriger sein. Zurzeit läuft ein Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht über die Höhe von Kaufpreisen bei Stromnetzen", sagte Lemmermann.

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