Post-Umzug

Die Post ist angekommen

Die Deutsche Post hat ihren Zustellstützpunkt in Syke an neuem Standort offiziell eröffnet. Die Sortierung und Zustellung von Briefen und Paketen erfolgt nun aus dem Gewerbegebiet.
16.01.2020, 17:41
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Von Sarah Essing
Die Post ist angekommen

Der neue Zustellstützpunkt der Deutschen Post im Syker Gewerbegebiet ist offiziell eröffnet.

Michael Galian

Syke. Gearbeitet wird am neuen Standort schon seit September. Doch nun ist es auch ganz offiziell. Der neue Zustellstützpunkt der Deutschen Post in Syke an der Industriestraße (der SYKER KURIER berichtete) wurde eingeweiht. „Das sind hier jetzt ganz andere Gegebenheiten, viel mehr Platz“, freute sich der Niederlassungsleiter Bremen der Deutschen Post AG, Frank Schmidt, über die neuen Räumlichkeiten hinter der Könenkamp und Eickhoff GmbH im Syker Gewerbegebiet.

47 Mitarbeiter arbeiten am neuen Standort unter der Leitung von Bernd Ehlers, um 12 655 Haushalte in Syke, Barrien, Gessel, Gödestorf, Heiligenfelde, Henstedt, Jardinghausen, Okel, Osterholz, Ristedt, Schnepke, Steimke und Wachendorf von montags bis sonnabends mit Briefen, Paketen und Päckchen zu versorgen. „Vielen Dank, dass sie das jetzt hier beleben“, dankte Frank Schmidt in seiner Begrüßungsrede dafür den Mitarbeitern. Pro Woche kommen rund 100 000 Briefe und etwa acht- bis zehntausend Päckchen im Zustellstützpunkt Syke an. An der Industriestraße werden sie im rund 810 Quadratmeter großen Gebäude sortiert und den 17 Verbundbezirken, zwei Paketzustellbezirken und drei Briefbezirken zugeordnet. Dann starten die Austräger von dort aus zu ihren Touren.

Die Transporter dafür laufen derzeit noch mit Benzin oder Diesel, doch das soll sich auch bald ändern. Ab Februar werden im Zuge des Null-Emissionen-Ziels 2050 der Deutschen Post auch am Zustellstützpunkt Syke Elektro-Fahrzeuge im Einsatz sein, kündigte Schmidt weiter an. Darunter sei auch das neue Paketfahrzeug Work XL, das bereits vor der Tür stand und von den geladenen Gästen aufmerksam in Augenschein genommen wurde. Die kleinen Transporter, der Work und der Work L, werden von der Streetscooter GmbH, einem Tochterunternehmen der Post, selbst gefertigt. Für den Work XL besteht seit 2017 eine Kooperation mit den Ford-Werken. Die Fahrzeuge wurden eigens für den Zustellbetrieb der Post konzipiert und werden mit einem permanent erregten Synchronmotor angetrieben, teilt das Unternehmen mit. Sie haben eine Lithium-Ionen-Batterie, die aufprallgeschützt im doppelten Boden unter dem Führerhaus untergebracht ist. Eine weitere Zwölf-Volt-Batterie sitzt hinter dem Führerhaus unter der Ladefläche. Die Ladefläche ist so hoch angeordnet, dass die Pakete ohne sich zu Bücken entladen werden können und die Radkästen nicht in die Ladefläche ragen. Der Kofferaufbau ist auf beiden Seiten und von hinten zugänglich. Sie haben ein Ladevolumen von rund einer Tonne und eine Reichweite von rund 200 Kilometern. Der Work XL basiert auf dem Ford Transit und fährt mit einem Synchronmotor. Er hat ein Nutzvolumen von 20 Kubikmetern, kann 1350 Kilogramm transportieren und verfügt nach Angaben des Unternehmens über eine Reichweite von rund 80 bis 200 Kilometern.

Über die neue E-Mobilität der Deutschen Post in Syke freute sich auch Bürgermeisterin Suse Laue, die das Grußwort der Stadt überbrachte. In Zeiten des Klimawandels könne das nur das richtige Signal sein. „Ich freue mich, dass der Umzug geklappt hat und das Konzept aufgegangen ist“, sagte sie mit Blick auf nie neuen „tollen, hellen Räume“ weiter.

Dafür dankte Schmidt den Vermietern, Lars Eickhoff und Jens Könenkamp von der Könenkamp und Eickhoff GmbH. Die Vermieter hätten sich als echte Partner gezeigt. Zum einen durch den Umbau des Gebäudes, um es den Bedürfnissen der Post anzupassen. Zum anderen durch die Installation von 20 Ladestationen für die neuen E-Mobile – und das alles unkompliziert auf kurzen Wegen. „Die Gespräche mit ihnen haben gezeigt, dass wir hier angekommen sind“, hob Schmidt die gute Zusammenarbeit hervor. Dies gelte auch für die Stadt Syke. „Das hat Spaß gemacht“, sagt auch Pascal Schnellecke, bei der Post zuständig für die Immobilienexpansion, über die Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen.

Abschließend überreichte Schmidt dem Zustellteamleiter vor Ort, Bernd Ehlers, den „goldenen Schlüssel“ für das neue Zuhause. Damit war der Umzug an den neuen Standort dann auch offiziell abgeschlossen, nachdem der alte Standort in der Straße Herrlichkeit 7 den gestiegenen Anforderungen des Logistikunternehmens nicht mehr gewachsen war, wie schon bei Bekanntwerden des Umzugs vom Unternehmen mitgeteilt wurde.

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