Borweder Klönstuuv bietet saisonale Leckereien auf zwei Etagen Die richtige Adresse zum Klönen und Kennenlernen

Twistringen-Borwede. Mitten im Twistringer Ortsteil Borwede steht ein kleines einladendes Fachwerkhaus. Ein Schild am Straßenrand verweist auf das Café. Klönstuuv heißt es und ist der zweite Tipp des WESER-KURIER für eine gemütliche Einkehr an kälteren Herbst- und Wintertagen.
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Von Julia Soostmeyer

Twistringen-Borwede. Mitten im Twistringer Ortsteil Borwede steht ein kleines einladendes Fachwerkhaus. Ein Schild am Straßenrand verweist auf das Café. Klönstuuv heißt es und ist der zweite Tipp des WESER-KURIER für eine gemütliche Einkehr an kälteren Herbst- und Wintertagen.

Reinkommen und wohlfühlen. Das ist der erste Eindruck beim Eintreten in die ehemalige Wagenremise - eine Art Schuppen. Am 1. Mai 1998 eröffnete das Kaffeehaus, das bis 2002 ein Mutter-Tochter-Unternehmen war. Zustande kam es durch eine Reihe von Zufällen: 'Mein Sohn Thomas kaufte das Grundstück vor einiger Zeit unserem Nachbarn ab. Als der Bahnübergang umgebaut wurde, musste er aufgrund der neuen Straße sein Grundstück teilen', erzählt Kaffeebetreiberin Annegret Bittner. Der Nachbar wusste nichts mit dem Stück anzufangen und fragte bei dem damals 26-jährigen selbstständigen Großhandelskaufmann an, ob er es nicht kaufen wolle. 'Warum nicht', dachte sich Thomas Bittner und schlug ein. 'Der Schuppen war ein Schandfleck für Borwede', erzählt die Gastronomin. 'Es musste was passieren.'

Während die Pläne ihres Sohnes in Richtung Party-Scheune gingen, machten ihm veränderte Nutzungsbedingungen jedoch einen Strich durch die Rechnung. 'Plötzlich hieß es, dass das Grundstück nur gewerblich, nicht privat, genutzt werden dürfte', erläutert Annegret Bittner. Und da kam dann eine ihrer zwei Töchter ins Spiel. Tochter Eva schlug vor: 'Wie wäre es, wenn wir beide ein Café dort aufmachen?' Mutter Annegret überlegte nicht lange und willigte ein, denn: 'Ich habe auch schon immer gerne zu Hause Besuch empfangen und so fand ich die Idee sehr gut.' Nachdem im Oktober 1997 die Genehmigung erteilt war, machte sich Sohn Thomas mit Freunden an den Umbau der Remise. Entkernt hatten sie den Schuppen bereits. Sie schufen ein neues Fundament und organisierten Handwerker für Aufgaben, die sie nicht bewältigen konnten. Innerhalb eines halben Jahres war das Werk vollbracht.

Während die ersten Jahre Mutter und Tochter das Café gemeinsam führten, ist jetzt nur noch Annegret Bittner dafür zuständig. 'Meine Tochter ist der Liebe wegen nach Norwegen gegangen und einfach aufgeben konnte ich de Klönstuuv auch nicht', sagt sie. Rund 52 Gäste finden in dem Häuschen Platz. 36 im unteren Bereich und 16 in der ersten Etage. Hinzu kommen im Sommer etwa 80 Außenplätze.

Der Name Klönstuuv kommt übrigens nicht von ungefähr. 'Ich habe bewusst keine kleinen Tische hier aufgestellt', sagt Annegret Bittner. 'Die Leute sollen sich ruhig zueinandergesellen und ins Klönen kommen. Es kommen viele Paare her. Sind erst einmal die Tische belegt müssen sie sich an einen anderen Tisch mit ran setzten.' Im Angebot hat Annegret Bittner ausschließlich Frühstück, Kuchen und Torten dazu Heiß- und Kaltgetränke, sogar Bier. Je nach Jahreszeit bietet sie Kreationen an, die sie alle selbst backt. 'Jetzt geht es wieder Richtung Frankfurter Kranz und Marzipantorte.' Geöffnet hat sie mittwochs, sonnabends und sonntags ab 14 Uhr. Nach Absprache öffnet sie aber auch außerhalb der Zeiten. Auch Gruppen-Anmeldungen nimmt sie unter 04243/971213 entgegen.

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