Digitalpakt

Lückenschluss im Digitalpakt

Im Zuge der Digitalisierung der Schulen hat die Stadt Syke 207 I-Pads angeschafft. Die Geräte sind für Schüler bestimmt, die bildungs- und teilhabeberechtigt sind.
20.08.2020, 15:50
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Von Sarah Essing
Lückenschluss im Digitalpakt

Die Stadt Syke hat I-Pads für Schüler mit Bedarf angeschafft. Ingrid Walbelder (von links), Karsten Bonhuis, Suse Laue und Petra Raue nahmen die Geräte in Empfang.

Vasil Dinev

Syke. Pünktlich zum Start der Schule nach den Sommerferien hat die Stadt Syke ein besonderes Paket geschnürt. 207 neue I-Pads wurden angeschafft, um sie an den Schulen zu verteilen. 27 Geräte wurden bereits in den Schulwochen vor den Ferien an Schüler mit Bedarf ausgegeben. Nun folgten nochmal 180 weitere.

„Corona hat gezeigt, wie wichtig eine gute digitale Ausstattung für Schulen ist“, sagt Bürgermeisterin Suse Laue. Die Kosten von insgesamt 74 000 Euro trägt zunächst die Stadt. Sie geht dabei jedoch nur in Vorleistung, denn die Refinanzierung sei durch ein Sofortausstattungsprogramm des Bundes und der Länder gesichert, sagt Ingrid Walbelder vom Fachbereich Bildung und Generationen in der Stadtverwaltung. Mit diesem Sofortprogramm wurde während der Corona-Zeit der Digitalpakt noch einmal verstärkt. Wohl auch, weil in dieser Zeit ersichtlich wurde, „was alles noch fehlt“, so Walbelder. Die Stadt Syke folgt dabei dem Landkreis Diepholz, der für Schüler seiner Schulen 900 Laptops und Tablets angeschafft hat (wir berichteten).

64 Geräte erhalten Schüler der Realschule, 50 gehen an Schüler der Grundschule Am Lindhof, 24 an Schüler der Grundschule Barrien und zwölf an Schüler der Grundschule Heiligenfelde. Insgesamt 57 Geräte erhalten Schüler der Luise-Chevalier-Schule. 15 Geräte wurden dort bereits vor den Ferien verteilt, 42 weitere sind es jetzt. „Das war richtig gut“, sagt Schulleiterin Petra Raue zum raschen Handeln der Stadt vor den Ferien. So hätten auch Kinder aus einkommensschwächeren Familien während des Corona-Lockdowns nicht den Anschluss verloren. Bei der Vergabe, so Ingrid Walbelder weiter, habe man sich am Bedarf orientiert, der von den Schulen erfasst wurde. Erhalten werden die Geräte Schüler, deren Familien von der Lehrmittelbeteiligung befreit und somit bildungs- und teilhabeberechtigt sind. „Es ist gut, dass es dieses zusätzliche Förderprogramm gab“, sagt Suse Laue. Denn es sei wichtig, dass alle Schüler ausgestattet werden, „zum Ausgleich sozialer Ungerechtigkeiten“.

Alle Geräte sind nummeriert und werden zentral vom Schul-IT-Team des Landkreises mit den erforderlichen Apps ausgestattet und bespielt, führt Karsten Bonhuis von der IT-Abteilung der Stadt aus. Schüler mit eigenen Geräten spielen sich die Apps selbst auf. Welche Lern-Apps das sind, entscheiden die Schulen. „Das ist ja eine pädagogisch-didaktische Entscheidung“, sagt Petra Raue.

Sie und ihre Kollegen an der Luise-Chevalier-Schule „sind total dankbar, dass wir diese Geräte bekommen“. Sie haben sich bereits während des Lockdowns beim Homeschooling als wertvoll erwiesen und werden künftig auch im Präsenzunterricht ihren Nutzen haben, ist die Pädagogin überzeugt. So wurden sie unter anderem bereits eingesetzt bei Präsentationen an den neuen Smartboards. „Die Schüler erzeugen diese Präsentationen auf dem I-Pad, können sich dann mit dem Smartboard verbinden und diese dort allen Mitschülern zeigen“, erläutert Petra Raue eine der Einsatzmöglichkeiten. Weitere Beispiele seien darüber hinaus der Austausch von Gruppenarbeiten, gemeinsamen Projekten oder die Bearbeitung von Gemeinschaftsaufgaben. „Zur Ergänzung des Unterrichts sind die Tablets super einsetzbar“, unterstreicht Petra Raue. Dennoch bleibe der persönliche Kontakt zu den Schülern weiterhin wichtig.

Für den richtigen Umgang mit den Geräten hat die Luise-Chevalier-Schule zudem den „Computerführerschein“ in den Klassen fünf und sechs eingeführt. „Das ist Teil unseres digitalen Konzepts, das für den Digitalpakt vorgelegt werden musste“, sagt Petra Raue. Einsatzbereit sind die Geräte nach den Sommerferien.

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