Rund 700 Besucher treffen sich zur Italienischen Nacht im Garten der Familie Bellersen in Twistringen Dolce Vita mit der duschenden Dame

Twistringen. Dieses Mal trug sie eine rote Bluse und konnte von gleich drei Blickwinkeln beobachtet werden: Die duschende Dame in Bellersens Garten war auch in diesem Jahr wieder Gesprächsthema bei der zweiten Italienischen Nacht. Und nicht nur die duschende Dame war wieder dabei, auch die Twistringer Tennisdamen gehörten zu den rund 700 Besuchern , die trotz erheblich kühlerer Temperaturen als im Vorjahr am Freitagabend zur Italienischen Nacht gekommen waren.
03.08.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Dorit Schlemermeyer

Dieses Mal trug sie eine rote Bluse und konnte von gleich drei Blickwinkeln beobachtet werden: Die duschende Dame in Bellersens Garten war auch in diesem Jahr wieder Gesprächsthema bei der zweiten Italienischen Nacht. Und nicht nur die duschende Dame war wieder dabei, auch die Twistringer Tennisdamen gehörten zu den rund 700 Besuchern , die trotz erheblich kühlerer Temperaturen als im Vorjahr am Freitagabend zur Italienischen Nacht gekommen waren.

„Wir waren schon froh, dass es trocken geblieben ist, gegen Kälte kann man sich ja anziehen“, meinte Heinrich Bellersen bei einer Gartenführung. Die ersten Gäste seien auch schon um 18 Uhr gekommen, um sich ihr lauschiges Eckchen aus dem vergangenen Jahr zu sichern. Waren da noch drei Theken aufgebaut worden, gab es diesmal eine gemeinsame von Bäcker und Weinhaus. Dort konnten sich die Gäste mit Ciabatta und Pizza, italienischen Weinen und Aperitifs versorgen und taten dies auch ausgiebig.

Richtig romantisch wurde es, als die Sonne unterging und im ganzen Garten Lichter leuchteten: Die selbst geschmiedeten Gänseblümchenlampen warfen wie die große Blumenlampe im hinteren Teil ein gemütliches Licht auf die Besucher, die an Bierzeltgarnituren Platz genommen hatten oder sich an Stehtischen trafen. „Viele kommen ja auch, um sich hier zu treffen, weil sie sich lange nicht gesehen haben“, wusste Bellersen und ließ die Besucher wieder teilhaben an seinen neuesten Ideen. Zusammen mit seiner Frau Beate habe er ein Gemälde entdeckt und sofort gewusst: Das will ich vor den grünen Pflanzen im Rondell haben. Jetzt lockt ein golden leuchtendes asiatisches Gesicht die Besucher dorthin und lädt zum Meditieren ein.

Immer noch gibt es nur einen Gärtner für die 5000 Quadratmeter, und das ist Heinrich Bellersen selbst, wie zu erfahren war. In einem anderen Teil des Gartens hat er eine neue Brunnenlandschaft geschaffen: fünf große gemauerte Brunnen mit einer kleinen Fontäne, die munter vor sich hinsprudelt. Mittlerweile habe sich der Garten ja zu einem weit über Twistringen hinaus bekannten Ausflugsziel entwickelt, erzählte Bellersen. Er bekomme auch unter der Woche Besuch von Bussen aus Wilhelmshaven und Cuxhaven, die neben dem Strohmuseum eben seinen Garten besichtigen. Die Brunnenlandschaft sei noch nicht abgeschlossen, der Mosaikweg müsse fortgesetzt werden, so Bellersen.

Einen anderen Weg hat er extra verlegt, um einem großen Mammutblatt einen besseren Auftritt zu verschaffen. An einer anderen Ecke ist der Weidenbogen erneuert worden, und auch im sogenannten Zen-Garten hat sich einiges getan. „Die Bräute gehen nie vor der Trauungszeremonie hier über das Wasser“, hat Bellersen beobachtet, und eine Besucherin aus Syke konnte sich auch denken, warum: „Die ganze Hochzeit wäre ja ruiniert, wenn das Brautkleid nass wird“.

Die Sykerin war zum ersten Mal im Garten Bellersen und begeistert von den vielen kreativen Ideen. „Wie macht man diese Blumenkästen?“ Und Bellersen erläuterte, dass es sich um einfache, mit Moos gefüllte Holzkisten handelt, die er mit Draht bespannt haben. „Zum Gießen nehme ich die ab und lege sie auf den Boden, um sie zu tränken, dann kommen sie wieder an die Wand“, erklärte er und führte die Besucher weiter durch das grüne Labyrinth. „Hier verliert man schnell den Überblick, ich wüsste jetzt nicht mehr, wo ich bin“, meinte die Dame aus Syke, fand sich aber – genau wie die anderen – auf dem zentralen Platz wieder.

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