Edeka Stellmann

Bauantrag ist eingereicht

Seit zehn Jahren wird eine Erweiterung des Edeka-Marktes in Barrien geplant. Nun hat der Investor einen Bauantrag eingereicht. Mit den Vorarbeiten soll in rund vier Wochen begonnen werden.
28.09.2020, 17:40
Lesedauer: 2 Min
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Von Sarah Essing

Syke-Barrien. Der Plan, den Edeka-Markt Stellmann in Barrien neu zu gestalten, ist zehn Jahre alt. Nun kommt Bewegung in das Vorhaben. In der vergangenen Woche wurde der Bauantrag gestellt, verkündeten Investor Hero Brahms und sein Berater Herbert Voss bei einem Termin vor Ort mit Vertretern der Politik und Marktbetreiber Torsten Stellmann. „Wir freuen uns“, sagten Bürgermeisterin Suse Laue und Barriens Ortsbürgermeister Manfred Nienaber. „Darauf haben wir lange gewartet.“ Und nicht nur sie. Wie um ihre Worte zu bestätigen, steht die Gruppe noch nicht lange auf dem Parkplatz als ein Anwohner an sie heran tritt. „Entschuldigung, geht es hier um den Neubau? Wann geht es denn nun los?“

„In den nächsten vier Wochen“, antwortet Herbert Voss, Steuerberater mit langjähriger Erfahrung in Edeka-Ladenplanung und Standortanalyse, für den Investor Hero Brahms, der in Leer und Emden drei SB-Warenhäuser betreibt. Er rechnet damit, dass die Erteilung der Baugenehmigung durch den Landkreis rund drei bis vier Monate in Anspruch nehmen wird. In der Zwischenzeit wolle man jedoch schon mit der Herstellung der Zuwegung für die Baustellenfahrzeuge beginnen. Sie soll parallel zur Bundesstraße 6 verlaufen. Darüber hinaus soll ein provisorischer Parkplatz für die Baufahrzeuge angelegt und die Oberflächenentwässerung am vorgesehenen Standort für den neuen Markt verlegt werden. Mit dem eigentlichen Baubeginn rechnet Voss im Frühling 2021.

Denn das ist wohl die größte Änderung, die in den vergangenen zehn Jahren erfolgt ist. Der ursprüngliche Plan sah vor, den Edeka-Markt am jetzigen Standort auszubauen, zu renovieren und zu modernisieren. Allein die Planungen dafür nahmen einige Zeit in Anspruch. Sogar eine Baugenehmigung dafür hatte Hero Brahms bereits vorliegen. „Doch dann haben wir gemerkt, dass wir mit Brandschutz, Hygienevorschriften und dem ganzen Ablauf jede Menge Probleme bekommen hätten“, bekennt Voss. Die gesamte Planung konnte nicht umgesetzt werden. Brahms wechselte den Architekten und nahm eine neue Planung in Angriff.

Nun soll der bestehende Markt abgerissen werden und auf einer Wiese neben dem jetzigen Parkplatz ein Neubau entstehen. 2200 Quadratmeter groß mit einer Verkaufsfläche von 1950 Quadratmetern. „Samt Bäcker, mit einem vernünftigen Café“, freut sich Torsten Stellmann schon auf mehr Platz für Tiefkühlprodukte, Bedienungstheken und vor allem für die regionalen Produkte. „Diese können dann auch besser präsentiert werden.“

Doch auch dieser Plan hatte einen Haken. „Das Gelände dafür war nur gepachtet, und verkaufen wollten die Eigentümer nicht“, so Voss. Nach langen Verhandlungen habe man nun mit einer Erbpacht eine Lösung gefunden, sodass der Bauantrag eingereicht werden konnte.

Neben der Frage, wann es denn nun mit dem Marktbau losgeht, gibt es aber noch ein Thema, das der örtlichen Politik unter den Nägeln brennt. Ein Kreisverkehr an der Einmündung der Sudweyher Straße auf die Straße Im Sande zur Verbesserung der Schulwegsicherung. Der vom Stadtrat beschlossene Bebauungsplan sieht vor, dass dies Teil des Edeka-Neubaus ist. Voss sichert dies zu. Über einen Termin wollen sich die Beteiligten noch abstimmen, aber ein Baubeginn für den Kreisel nach Abschluss der Tiefbauarbeiten sei sicherlich sinnvoll.

Läuft nun alles nach Plan, könnte der neue Markt im Frühjahr 2022 Eröffnung feiern, wagt Voss eine vorsichtige Prognose. Rund fünf bis sechs Millionen Euro investiert Brahms in den Neubau. Allein die bisherigen Planungsleistungen, Sicherheiten und Gutachten schlagen bereits mit rund 500- bis 600 000 Euro zu Buche.

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