Wasserball TuS Syke

Ein Jahr ohne Umbruch

Für die Wasserballer des TuS Syke beginnt an diesem Wochenende die Mission Titelverteidigung – und zwar mit einem Heimspiel gegen den Lehrter SV an diesem Sonntag ab 13.30 Uhr im Syker Hallenbad.
02.01.2019, 16:30
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Von Thorin Mentrup
Ein Jahr ohne Umbruch

Madeleine Humpert (mit Ball) wird in der neuen Saison kürzertreten.

JONAS KAKO

Nein, Gründe zu klagen hatten und haben die Wasserballer des TuS Syke wahrlich nicht: „Wir hatten keinen großen Umbruch und haben uns ganz gut vorbereitet“, sagt Hakon Straßheim, Sprecher des amtierenden Bezirksliga-Meisters, bevor die Mission Titelverteidigung für die Hachestädter beginnt – und zwar mit einem Heimspiel gegen den Lehrter SV an diesem Sonntag ab 13.30 Uhr im Syker Hallenbad.

Die erste Hürde der Saison ist auf dem Papier machbar. „Allerdings tun wir uns in den ersten beiden Spielen in der Regel schwer“, mahnt Straßheim davor, jenen Gegner, den der TuS in den vergangenen Aufeinandertreffen im eigenen Becken meist deutlich besiegte, zu unterschätzen. Bange muss dem Meister der vergangenen beiden Jahre freilich auch nicht sein, schließlich hat er allzu häufig in jüngerer Vergangenheit bewiesen, dass er eine Spitzenmannschaft der Liga ist.

Ist der Titelhattrick also nur eine reine Formsache? „So weit darf man nicht gehen“, sagt Straßheim, der aber auch betont: „Es ist sicherlich möglich für uns, noch einmal Meister zu werden.“ Allerdings weiß auch er, dass die Konkurrenz nur auf Fehler der Hachestädter wartet. Die ärgsten Widersacher dürften erneut die Sportliche Vereinigung Laatzen sowie Waspo Hannover sein. Es sind Teams der Gegensätze, wie Straßheim deutlich macht: Die einen, das sind die Laatzener, seien eine junge Truppe mit vielen Spielern, die sich für höhere Aufgaben empfehlen wollen, die anderen, die Hannoveraner, seien eine erfahrene Mannschaft mit Spielern, die im wahrsten Sinne des Wortes mit allen Wassern gewaschen sind. „Es wird spannend sein zu sehen, wie wir uns gegen diese Gegner schlagen“, erwartet Straßheim enge Duelle.

Auch wenn der ganz große Umbruch beim TuS ausgeblieben ist, hat sich das Gesicht des Teams doch verändert: Nils Weilandt ist zu Bremen 10 zurückgekehrt, zu dem Klub also, von dem er zu den Sykern gekommen war. „Das ist natürlich ein Verlust“, weiß Straßheim um die Qualitäten des Abgangs. Nils’ Bruder Tim bleibt den Sykern dagegen erhalten. Verabschiedet hat sich auch Bernd Lörner: Er geht in den sportlichen Ruhestand. Kürzertreten wird Madeleine Humpert wegen ihres Studiums. Auch sie war zuletzt eine Leistungsträgerin. „Sport lebt von Veränderung“, macht Straßheim deutlich, dass die personellen Rochaden für andere Spieler eine Chance sind. So etwa für Niklas Kahl. Der Twistringer Jungspund dürfte noch mehr Einsatzzeiten erhalten. „Niklas trainiert super, macht viel nebenbei. Ihm fehlt noch etwas Praxis, aber die wird er bekommen“, blickt Straßheim voraus. Er glaubt an die Qualität des Kaders. „Wir sind immer noch gut unterwegs.“ Die entscheidende Frage sei, wie sich die Mannschaft in engen Spielen schlägt. Erfahrung in wichtigen Matches hat Konstantin Breckner, der wieder fest aus Laatzen zurückgekehrt ist und das Training leitet. „Das sehen wir sehr positiv. Er ist eine absolute Bereicherung, aber das wussten wir. Wir kannten uns ja“, freut sich Straßheim.

Die Vorbereitung sei sehr ordentlich verlaufen. „Wir haben gut trainiert. Natürlich ist nicht alles perfekt, aber der Rhythmus kommt mit der Zeit“, starten die Syker optimistisch in die Saison. Diese wird auch insofern eine besondere, weil der TuS mit Bremen 10 kooperiert. Die Hachestädter dürfen bei der Oberliga-Mannschaft aushelfen. Für Spieler wie Hakon Straßheim, Lukas Frömberg oder Nick Twachtmann ist das eine interessante Option. „Wir werden sehen, wie wir uns dort schlagen werden. Generell können wir wichtige Erfahrungen sammeln“, sieht Straßheim keine Probleme, sondern ausschließlich Vorteile. Doch es gilt genauso, die Hausaufgaben in der Bezirksliga zu machen, besonders in eigener Halle. Denn die war immer ein Faustpfand des TuS Syke – und sie soll es auch in der neuen Saison bleiben.

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