TSV Okel Ein neuer Trainer und neuer Optimismus

Die vergangene Rückserie war von Verletzungssorgen überschattet, doch nun startet der TSV Okel zuversichtlich in die neue Saison. Der Grund dafür ist auch eine Verstärkung an der Seitenlinie.
03.08.2018, 17:02
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Von Karsten Bödeker

Okel. Lutz Schröder ist der neue Trainer des Fußball-Kreisligisten TSV Okel. Schröder, der viele Jahre beim TuS Sudweyhe aktiv war und von 2015 bis 2016 den TSV Schwarme trainierte, übernimmt den Platz an der Außenlinie, der in Okel zuletzt nicht so richtig besetzt war. Denn die Okeler hatten mit Rico Volkmann einen Spielertrainer. Das war zwar keine Notlösung, aber eine Lösung, die aus der Not geboren worden war. Volkmann kann Trainer, so wie der Feldspieler Volkmann auch Torwart kann, was er immer mal wieder beweisen durfte.

Doch weil der spielende Trainer lieber trainierender Spieler sein will, freut er sich ganz besonders über Schröder. „In der neuen Saison kann ich mich ganz aufs Spielen konzentrieren. Es ist schön, dass immer jemand an der Außenlinie dabei ist.“ Zuletzt waren das auch mal Helmut Volkmann und Holm Holthusen, die eigentlich beim TSV Okel im fußballerischen Hintergrund arbeiten und zukünftig vor allem Fans ihrer kickenden Söhne sein wollen und werden. Das Wechselspiel auf der Bank hatte übrigens allenfalls einen kleinen Anteil daran, dass das Saisonziel vom Sommer 2017 nicht nur knapp verfehlt wurde. „Wir wollten Platz fünf bis acht erreichen“, erinnert sich Volkmann. Am Ende wurde Okel Elfter – mit sieben Zählern Rückstand aufs Minimalziel. Platz fünf, das aber nur am Rande, war doppelt so weit entfernt.

Doch das war für Okel schon längst kein Maßstab mehr, genauer gesagt, schon die ganze Rückrunde über nicht mehr. Denn in der Winterpause stieg die Zahl der länger verletzten Spieler rapide an. Zudem hatte Trainer Christian Stubbemann aufgehört. „Das war sehr schade, wir hatten sehr gut zusammengearbeitet“, so Volkmann, der als Co-Trainer fast schon zwangsläufig als Nachfolger auserkoren wurde. „Für Christian war das gut, der Abstand hat ihm geholfen.“ Achter waren die Okeler nach der Hinrunde.

Angefangen hatte die Saison hervorragend. Mit drei Siegen im Rücken ging es am vierten Spieltag zur Spitzenpartie zum TSV Weyhe-Lahausen. Okel führte durch Tore von Pascal Kühn und Marlon Reyher nach gut einer Stunde bereits mit 2:0. Der zweite Treffer gelang nach einer Roten Karte gegen Kevin Volkmann sogar in Unterzahl. Doch Lahausen gewann noch mit 3:2. „Irgendwie war danach die Leichtigkeit weg“, so Rico Volkmann. Tatsächlich erholte sich das Team tabellentechnisch nicht mehr davon und rutschte deutlich ab. Insgesamt war die Hinrunde solide. Für Stubbemann übernahm Volkmann also und musste regelmäßig elf Spieler zusammensuchen. Tom Holthusen, Jörn Kastens sowie die auch in den nächsten Monaten noch fehlenden Kevin Volkmann und Leon Helmke waren dabei nur die Langzeitverletzten. Spieler mit leichteren Blessuren gesellten sich noch dazu. „Das war ein echtes Dilemma. Ich musste viel grübeln und wusste teilweise erst am Treffpunkt, wer aushelfen würde“, so Volkmann.

Der Optimismus vom Saisonbeginn war weg. Das Saisonziel wurde zwangsläufig angepasst. „Wir wollten nur noch ganz schnell die 30 Punkte sammeln“, sagt Volkmann. Auch wenn „immer ein Hauch von Abstiegsgefahr da war“, hatte Okel immer einen Vorsprung auf die Abstiegsränge. Platz 13 war kurzzeitig der Tiefpunkt. Am Ende ging es gut, vier Siege und ein Remis bedeuteten eine bemerkenswerte Schlussserie. „So hätte es weitergehen können“, stellt Volkmann, der wieder als Co-Trainer agieren wird, schmunzelnd fest. Alles wie im Vorjahr also – und auch ein wenig Optimismus ist wieder mit dabei.

Denn der Kader blieb zusammen, und mit Kenneth Lange, Alexander Pahling, Ahmed Khatib und Julian Röpke kamen noch diverse Neuzugänge hinzu. Auch Torwart Lukas Feldmann schloss sich den Okelern an. Mit ihm sowie Daniel Schumacher und Dennis Maibach gibt es nun drei Keeper. Denn auch der Posten zwischen den Pfosten war Teil des personellen Balanceaktes gewesen. Verletzungen und die Tatsache, dass die Okeler in ihrer Zweiten zeitweise keinen Keeper hatten, führten dazu, dass im Kreisliga-Tor so aufgestellt werden musste, dass sich kein Torhüter festspielte. Volkmanns Idealvorstellung ist übrigens der Ballbesitzfußball aus den letzten Spielen: „Wir wollen den Gegner laufen lassen.“ Und der zweite Wunsch ist der erneute Derbysieg gegen die TSG Osterholz-Gödestorf.

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