Landsitz Wachendorf Ein Ort der Ruhe und des Friedens

Mit dem Landsitz Wachendorf haben sich René Rameil und Sabine Greulich einen Lebenstraum erfüllt. Am Rand des Naturparks Wildeshauser Geest stellen sie auch Kunst aus.
22.05.2017, 18:09
Lesedauer: 3 Min
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Von DAGMAR VOSS

Syke. Kunst, Kultur und Frieden sollen hier eine Heimat finden. Seminare, Kunstausstellungen und -projekte, Aktionen, Musikveranstaltungen und Lesungen sollen die Schwerpunkte auf ihrem Landsitz werden. Das schwebt Sabine Greulich und René Rameil für ihr neues Zuhause in Wachendorf, am Rand des Naturparks Wildeshauser Geest vor.

Die Hofstelle – schon im Jahre 1521 urkundlich erwähnt –, ein Ensemble aus Wohnhaus, Stallungen, Scheunen und altem Baumbestand, stand zuletzt 18 Monate leer. Seit August letzten Jahres haben die beiden renoviert, vor allem das Wohnhaus aus dem Jahr 1912, um ein Seminarhaus zu gestalten. Die beiden erfüllen sich damit einen jahrzehntelangen Lebenstraum.

Im April öffneten sie zum ersten Mal ihre Türen für eine Vernissage. Davon soll es noch viel mehr geben, wechselnde Ausstellungen, bei denen René Rameil, auch immer mal mit anderen Künstlern, verschiedene Werke zeigen will. Genug Raum ist dafür vorhanden, in den 24 Zimmern auf zwei Etagen und 400 Quadratmetern, und außerdem im idyllischen, knapp ein Hektar großen Außengelände. Hier sind zurzeit auch die 14 Köpfe des Hoyerhageners Mayk Intemann aus der aktuellen Ausstellung „Kunst-Palaver“ zu sehen. Am 17. Juni sowie am 29. Juli jeweils um 15.30 Uhr stehen weitere Ausstellungseröffnungen an.

„Wir sind keine Galerie“, betont der bildende Künstler mit Diplom. „Wir öffnen unseren privaten, ehrenamtlich und nichtkommerziell geführten Wohn- und Lebensraum auf dem Landsitz, um viele künstlerische und kulturelle Seminare und Projekte anbieten zu können – und ebenso einen Platz mit Kunst-Hof-Café, um in dieser friedvollen Atmosphäre Erholung zu finden und Kraft zu tanken.“

Kraft, Kreativität und neue Ideen sind sicherlich auch ein erstrebenswertes Ziel für die Seminare, für die hier Räume zur Verfügung stehen. Im Erdgeschoss befinden sich zwei, aus denen auch ein 50 Quadratmeter großer gemacht werden kann, mit genug Platz für 20 Teilnehmer. In dieser Abgeschiedenheit ist sicher konzentriertes Arbeiten möglich. Die Sozialpädagogin Greulich versichert, dass auf Wunsch moderne Veranstaltungstechnik zur Verfügung stehe. „Menschen sollen hier aufatmen können – Internet und W-Lan gibt es nur, wenn ich es anschalte.“

Den Kuhstall gestaltet der 55-Jährige gerade um zu einem Atelier. Da bieten die 120 Quadratmeter sicher eine ideale Größe, um großformatige Gemälde oder auch Skulpturen zu schaffen. Pläne für die gut 200 Quadratmeter in der Scheune existieren ebenfalls schon: „Wir überlegen, dort noch Ausstellungsräume oder Raum für Scheunenkonzerte zu schaffen.“ Ein spannendes Konzert ist jedenfalls schon im Programm, nämlich der Auftritt des Duo Flauto e Arpa am 27. August. Sigrun Busch (Flöte) und Eva Pressl (Harfe) aus Bremen spielen im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals Musik von Claude Debussy, Maurice Ravel, Astor Piazzolla. So ergänzen sich impressionistische Klangbilder und fetzige Tango-Rhythmen zu einem klanglich reizvollen und abwechslungsreichen Nachmittag.

Entspannte Nachmittage lassen sich an den Wochenenden bei Kaffee und Kuchen im Kunst-Hof-Café genießen, jeweils von 14 bis 17 Uhr. So am kommenden Sonnabend und Sonntag. Radwanderer sind willkommen, frei nach dem Motto: „Kaffee, Kuchen und Kunst zum Mitnehmen.“ Schließlich liegt der Landsitz direkt am Syker Radrundweg.

Wer da lieber aktiv was machen möchte, kann an ausgewählten Wochenenden selbst aktiv an Kunstwerken mitwirken. Im Herbst sollen die dabei entstandenen Bilder ausgestellt werden.

Für diejenigen, die gern mehr erfahren möchten, bietet die Syker Gästeführung am 27. Mai eine Radtour dorthin an. Anmeldung bis zum 22. Mai unter 0 42 42 / 5 74 82 92, Treffpunkt ist am Rathaus Syke, Hinrich-Hanno-Platz 1.

Beide Landsitzbewohner strahlen Zufriedenheit aus: „Das ist für uns ein Ort des Friedens geworden, der Ruhe, der kraftvollen Präsenz von Tieren und Naturwesen und ein Ort für einen liebevollen Umgang miteinander.“

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