Gesundheitskreis Syke und umzu

Ein Schritt in die Zukunft

Bisher war der Gesundheitskreis Syke und umzu ausschließlich für Frauen. Organisatorin Wiltrud Henning hält das allerdings nicht mehr für zeitgemäß.
27.08.2018, 17:14
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Ein Schritt in die Zukunft
Von Micha Bustian
Ein Schritt in die Zukunft

Wiltrud Henning und der Gesundheitskreis Syke wollen mehr in die Öffentlichkeit und dafür auch Männer ins Boot holen.

Janina Rahn

Syke. Das ist mit Sicherheit ein Zeichen fortschreitender Emanzipation. 1995 wurde der Frauen-Gesundheitskreis von der damaligen Syker Gleichstellungsbeauftragten Agatha große Macke gegründet. 2018, 23 Jahre später, öffnet sich eben jener Kreis auch für Männer. Wiltrud Henning, Heilpraktikerin für Psychotherapie, hält das schlicht und einfach für zeitgemäß: "Ich denke schon lange darüber nach."

Das erste gemeinsame Treffen soll am Mittwoch, 5. September, ab 19 Uhr im Bürgerhaus, Waldstraße 1 in Syke, stattfinden. Die Herren, die dort vorbeischauen, sollten beruflich etwas mit Themen wie psychosomatische Energetik, transpersonelle Psychologie, systemische Familientherapie oder einfach mit Yoga, Reiki oder Qigong zu tun haben. Der Großteil der dem Gesundheitskreis zugeordneten Frauen arbeitet selbstständig. Etwa 25 Damen haben sich diesem Zusammenschluss angeschlossen.

Zweimal im Jahr bringt der Gesundheitskreis Syke und umzu sein "Halbjahresprogramm Gesundheit" heraus. Darum hat sich nach dem Ausscheiden von Agatha große Macke Wiltrud Hennig gekümmert. Seit dem 13. August liegt das 22-seitige Heft aus, online können Interessierte unter www.frauenundgesundheit-syke.de schauen, wo es im Syker Umland Heilpraktikerinnen gibt, wo schamanisches Trommeln praktiziert oder gewaltfreie Kommunikation angeboten wird. Doch das Heftchen war Wiltrud Henning nicht genug.

"Nach Agathas Ausscheiden haben wir fast fünf Jahre nichts gemacht", ärgert sich Wiltrud Henning im Rückblick. Die Gesundheitsmesse im Februar dieses Jahres war ein erstes Lebenszeichen. "Da habe ich gemerkt, wie viel Spaß es macht, mit seiner Arbeit an die Öffentlichkeit zu gehen." In Wiltrud Henning erwachte die Marketing-Frau. Gerne würde sie zukünftig eine Vortragsreihe eröffnen. Thema: "Was ist denn eigentlich…" Überhaupt müssten die Gesundheits-Damen mehr in die Öffentlichkeit treten.

Auch die Internetseite möchte Wiltrud Henning gern überarbeitet wissen. Dort könnten beispielsweise Seminare eingetragen werden. "Das soll passieren", sagt sie und hofft, dass über die Öffnung für Männer "Menschen dazukommen, die auch aktiv werden wollen". Denn bisher erhielt Henning zumeist nur Unterstützung von Grit Morgner und Brigitte Stöver. Nun hat sich Alexandra Guillot diesem Trio angeschlossen. "Und sie hat gleich den Facebook-Auftritt überarbeitet"", freut sich Wiltrud Henning.

Am 5. September soll jetzt eine neue Basis gelegt werden – mit Männern. "Sie haben eine ganze Menge zum Thema ganzheitliche Medizin zu sagen", vermutet Wiltrud Henning. Sie will vorangehen, will mehr erreichen für ihre Mitstreiterinnen und zukünftig auch Mitstreiter, vor allem "den Kreis nicht sterben lassen." Denn: "Der Kreis mit all seinen Möglichkeiten bietet so viele Chancen."

Die bisherigen Mitglieder des Gesundheitskreises Syke und umzu kommen aus Nienburg, Barnstorf, Steyerberg, Melchiorshausen, Dickel und Eydelstedt. "Das ist eine stabile Plattform, die wir gerne weiter nutzen wollen." Mittelpunkt der Aktivitäten soll weiterhin Syke sein, denn erstens liegt die Hachestadt für alle Mitglieder schön zentral und zweitens ist die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung gut. Auch nach Agatha große Macke ist die Gleichstellungsbeauftragte Kathrin Stern die Ansprechpartnerin in für den Gesundheitskreis. "Sie ist eine gute Kontaktperson", findet Wiltrud Henning. "Wir fühlen uns zugehörig und sind sehr dankbar für ihre Unterstützung."

Die soll auch eine zweite Auflage der Gesundheitsmesse erlauben. Die ist für den 9. Februar im Syker Rathaus geplant, Ideen sollen am 5. September gesponnen werden. Dann allerdings auch mit Männern. Das ist ein Zeichen fortschreitender Emanzipation. Und ein erster Schritt in Richtung Zukunft für den Gesundheitskreis Syke und umzu.

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