Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Ordnung empfiehlt: Neuer Brandschutzbedarfsplan

Eine bewusste Entscheidung

Bassum. Alternative A soll es also sein. Zumindest empfahlen das die Mitglieder des Ausschusses für öffentliche Sicherheit und Ordnung am Donnerstag in der Frage des Feuerwehrbedarfsplans.
19.03.2016, 00:00
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Von NICO NADIG

Alternative A soll es also sein. Zumindest empfahlen das die Mitglieder des Ausschusses für öffentliche Sicherheit und Ordnung am Donnerstag in der Frage des Feuerwehrbedarfsplans. „Wir legen dem Verwaltungsausschuss nun den Beschluss vor. Die Entscheidung fällt dann im Rat der Stadt Bassum. Sollte aber nichts Außergewöhnliches passieren, beauftragen wir in den kommenden Monaten einen Fachmann der alles genau von A bis Z prüft“, erzählte Andreas Abelt, stellvertretend verantwortlich für das Feuerwehrwesen in der Stadt Bassum. Aber der Reihe nach.

Februar 2014: Der Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Ordnung empfahl die Erarbeitung eines Konzeptes für die mittelfristige Entwicklung der freiwilligen Feuerwehr Bassum für den Zeitraum von 2016 bis 2020. Nach Workshops und Beratungen bestand über die meisten Punkte Einigkeit. Bis auf den Brandschutz- beziehungsweise Feuerwehrbedarfsplan. In diesem wird zum Beispiel festgehalten, in welchem Zeitraum wie viele Einsatzkräfte vor Ort sein sollten. Werden alle Punkte in einem solchen Plan erfüllt, erhält die Kommune Rechtssicherheit um in einem Gerichtsverfahren bestehen zu können.

Oktober 2015: Die SPD-Fraktion beantragte die Erstellung eines neuen Feuerwehrbedarfsplans durch einen unabhängigen Gutachter. Insgesamt drei Lösungsvorschläge entstanden. Die von der SPD favorisierte Alternative A sah vor, dass ein vollständiger und neuer Feuerwehrbedarfsplan erstellt wird. Kostenpunkt für die Stadt Bassum: zirka 18 000 Euro. Die Verwaltung schlug die Alternative B vor: Die Feuerwehr ergänzt das mittelfristige Konzept mit den Inhalten des Brandschutzbedarfsplans, um Rechtssicherheit zu erlangen. Unterstützt wird sie dabei von dem Brandschutz-Ingenieurbüro Fennen. Letzteres solle Gefahrenpotenzial ermitteln und Schutzzieldefinitionen vorschlagen. Die Kosten würden sich im Falle der Alternative B auf zirka 6000 Euro belaufen. Beide Alternativen beinhalten, wie von der SPD-Fraktion gefordert, die Beauftragung eines unabhängigen Gutachters. Der dritte und gleichzeitig letzte Vorschlag C sah vor, dass der Antrag der SPD abgelehnt wird und das Konzept für die mittelfristige Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Bassum 2016 bis 2020 beschlossen wird.

Der Ausschuss hätte sich bewusst für Alternative A und nicht für die abgespeckte Variante B entschieden, auch wenn dies ein gewisses Risiko berge, so Andreas Abelt. „Vielleicht müssen einige Investitionen getätigt werden, eventuell können aber auch Kosten eingespart werden. Ängste der Feuerwehr sind unbegründet. Die Definition von Schutzzielen steht an erster Stelle und nicht die Wegrationalisierung “, versicherte Andreas Abelt.

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