Tanz-Show in Bruchhausen-Vilsen Emotionen pur

Ausverkauft war die Show schon seit zwei Wochen: Jetzt zeigte „Blue Emotion“ wieder einmal, warum es zu einem Publikumsmagnet geworden ist.
05.11.2017, 18:05
Lesedauer: 2 Min
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Von Bärbel Rädisch

Bruchhausen-Vilsen. Emotionen spielten zum 13. Mal bei der Veranstaltung der Tanzsportgemeinschaft (TSG) Bruchhausen-Vilsen „Blue Emotion“ eine Rolle. Überbordende Gefühle kamen bei den Moderatoren Astrid Mysegades und Steffen Beste, die auch im Vorstand des Vereins sitzen, den Tänzerinnen und Tänzern, vor allem aber beim Publikum im restlos ausverkauften Forum des Schulzentrums Bruchhausen-Vilsen auf. Am Mischpult regierte Marco Wyrwas, der den Akteuren den richtigen Sound in die Ohren und unter die Füße spielte. Ob Tango, Latein- und Standartformationen, Rock'n'Roll oder Showtanz – für jeden Besucher war am Sonnabend etwas dabei. Neben den unzähligen Gruppen der TSG – seien es die Kids mit tänzerischer Früherziehung, die kleinen Hip-Hoper, die Tanzpaare, die sich montags oder donnerstags treffen oder diejenigen, die Disco Fox bevorzugen – traten auch Gastgruppen und Formationen auf.

Erstmals waren die Winchester Line Dancer dabei. Typisch für diese Sparte: Jeans, kariertes Hemd und Hut auf dem Kopf, auch beim Tanz. Phantasievolle Kostüme prägten das Bild der zehn Damen des Ballettstudios Polkadot, Verden. Ein junger Mann war zwischen den Tänzerinnen mit von der Partie. Man fühlte sich an „I Will Dance“ erinnert, einen Film aus dem Jahr 2000, in dem ein englischer Junge in einer Bergarbeiterstadt unbedingt Ballett tanzen will, obwohl Freunde ihn hänseln und sein Vater ihn zum Boxer machen möchte.

Zumba ist auf spielerische Art oder schweißtreibend auszuführen, sahen die Zuschauer, wobei eine Zumba-Nummer weniger nicht geschadet und das Programm etwas verschlankt hätte. Denn es war ein Mammutprogramm, das die Veranstalter auf die Beine gestellt hatten. Der Stolz der 330 Mitglieder der TSG, alles zu zeigen, ist aber andererseits auch verständlich. Mit einem Schwarzlichttanz und mit „Medusas Fury“ brachten „Sheriban und die Diamonds“ aus Wietzen Magisches und Fetziges auf die Bühne. Ein sehr ausdrucksstarkes Bild in ihrem turnanzugähnlichen Outfit mit Rhythmik, einer tollen Choreografie und einem erzählerischen Tanz boten die Damen des MTV Riede.

Mit elf Trampolinen trugen die Sportlerinnen des TSV Süstedt in witzigen Super-Mario-Trikots mit Sprüngen und Schwüngen auf ihren Geräten zur Unterhaltung bei. In der Lateinformation der TSG Hansa Syke tanzten erwachsene Paare und Kinder gemeinsam. Wie ihre großen Kollegen reckten die kleinen jungen Tanzherren die Köpfe, die Haare gescheitelt und mit Gel geglättet, und führten ihre ebenso jungen Partnerinnen mit Anmut und exakten Schritten übers Parkett. Ein zauberhaftes Bild.

Tanzen bedeutet Lebensfreude. Das prägte sich an diesem Abend beim Zuschauen ein. Und Kinder, die tanzen, gehören nicht zu denen, die sich zu wenig bewegen, wie immer wieder beklagt wird. Den Höhepunkt des Abends erlebten die Zuschauer am Ende. Gestylt, ein Hauch von einem fliederfarbenen Nichts umflatterte die Damen, ihre Partner in Schwarz und Glitzer – so zeigte das A-Team der TSC Hansa Lateintänze in Vollendung. Sämtliche Tänzerinnen und Tänzer saßen zum Abschluss auf dem Boden des Forums, umrahmt und bejubelt vom Publikum, das ihnen mit stehenden Ovationen dankte.

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