Syker Frühlingsfest Erfolgsrezept stimmt

Auch in seiner 20. Ausgabe lockte das Syker Frühlingsfest zahlreiche Menschen in die Innenstadt. Entlang der Hauptstraße konnten die Besucher sich unterhalten, bummeln oder eine Kleinigkeit essen.
08.03.2020, 18:02
Lesedauer: 3 Min
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Von Janne Staron

Syke. Sich unterhalten, bummeln und lecker essen: Am Sonntag fand das alljährliche Frühlingsfest auf der Syker Hauptstraße wieder statt – diesmal zum 20. Mal. Doch war vor der Veranstaltung eine Diskussion in den sozialen Netzwerken aufgeflammt: Wie zeitgemäß ist eigentlich noch das Prinzip Ponyreiten und lässt sich eine solche Aktivität mit dem Tierschutz vereinbaren? Dazu später mehr.

Zum 20. Mal organisierte Michael Lux von der Werbegemeinschaft das Syker Frühlingsfest. Seit jeher haben sich die Buden und Schausteller, die auf diesem Markt gastieren, nicht groß verändert. Die vorhandene Aufstellung hat den Veranstaltern in den vergangenen Jahren positive Rückmeldungen und zufriedene Besucher beschert. Lux verriet: „Ich denke, unser Erfolgsrezept liegt hauptsächlich darin, dass wir in den letzten Jahren zu einem gut zusammengewachsenen Team geworden sind. Wie sagt man so schön? Die eine Hand wäscht die andere.“

Auch die Planung habe gut funktioniert. „Es gab, so weit mir das bekannt ist, keine negativen Zwischenfälle in der Planung.“ Doch auch generell scheint der Organisator zufrieden. Aber natürlich kann Lux nicht alle Aufgaben alleine bewältigen. Der Marktmeister Hans-Joachim Krüger ist seit Jahren treu an seiner Seite. Die beiden fungieren in Sachen Planung als Power-Duo. „Ich glaube, dass Herr Krüger oftmals mehr Stress hat als ich. Er ist als Marktmeister eben traditionell derjenige, der sich mit potentiellen Neubewerbern für Stände oder andere Ereignisse mit Klärungsbedarf kümmert und Kontakte herstellt“, erklärte Michael Lux. Doch trotz seiner langen Amtszeit wisse Lux nichts Negatives zu berichten. Das Arbeiten im vorhandenen Team ginge immer gut voran. „Die einzige halbwegs dramatische Geschichte, die mir spontan einfällt ist, dass sich vor geraumer Zeit mal ein Kind bei unserer Autoschau die Hand in einer Autotür geklemmt hat.“

Falls sich der Nachwuchs jedoch noch mal im Autotürrahmen vergreifen sollte, waren auch Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes Syke anwesend. Sie hatten auch ihre zweite Vorsitzende Gabi Bock dabei, die ein wenig über die Aktivitäten des Vereins aus dem Nähkästchen plauderte: „Bei uns gibt es mehrere Schwerpunkte. Die meisten kennen wahrscheinlich unser regelmäßiges Blutspenden, das wir im Gebäude einer Syker Grundschule veranstalten. Das Ganze findet viermal jährlich statt.“ Außerdem gebe es noch das sogenannte Jugendrotkreuz – oder auch JRK. Dort können Jugendliche einmal in der Woche zu den Gruppenstunden kommen. In diesen Stunden eignen sich die Jugendlichen Wissen zu Sanitätsaktivitäten und Gesundheitslehre an. An den Wochenenden messen sich die Teenager in Wettkämpfen mit Anderen und finden heraus, wie gut sie Bescheid wissen.

Die Motivation und Leidenschaft zu helfen – dafür steht auch die Deutsche Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG). Auch sie war beim Frühlingsfest vertreten und sammelte durch den Verkauf von Essen Geld für neue Anschaffungen. Mitglied Jan-Torben Beckefeld führte aus: „Unsere Aufgabe ist all das, was mit Lebensrettung im und am Wasser zusammenhängt. Wir haben auch viele Jugendliche mit dabei.“ Eine davon ist Lara Bormann. Ihr Vater Jürgen besuchte sie am Stand und erklärte: „Ich bin bisher zufrieden mit dem Markt und es regnet sogar nicht, was man in der Beziehung echt als Wunder verbuchen kann.“

Ein weiterer Stammgast war ebenfalls der Reiterhof der Familie Degener anwesend und ließ die kleinen Gäste auf ihren Ponys in einer Manege einige Runden drehen. In der Zeit vor dem Frühlingsfest war jedoch Kritik daran laut geworden. Viele Tierschützer hatten sich kritisch geäußert und bezweifelten den Stand der Familie als „zweifelhaft und unangemessen“. Das dauernde Im-Kreis-laufen und der harte Asphalt, auf dem die Pferde laufen, seien kein Geschenk für die Gesundheit der Tiere. Nicola Degener erklärte: „Meiner Meinung nach sind diese Anschuldigungen nichts als Lügengeschichten. Die Tiere sind hier maximal für vier Stunden im Einsatz und wir haben den harten Boden extra mit einigen Decken ausgelegt. Wir wollen nur das Beste für die Pferde.“

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