Betreibervertrag zwischen Stadt Syke und Förderverein Barrier Bad während der Ratssitzung unterzeichnet Es darf wieder geschwommen werden

Syke-Barrien. Jetzt kann's endlich losgehen. Der Förderverein Barrier Bad und die Stadt Syke haben während der Ratssitzung am Donnerstagabend den Betreibervertrag für das Barrier Hallenbad unterschrieben.
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Es darf wieder geschwommen werden
Von Micha Bustian

Syke-Barrien. Jetzt kann's endlich losgehen. Der Förderverein Barrier Bad und die Stadt Syke haben während der Ratssitzung am Donnerstagabend den Betreibervertrag für das Barrier Hallenbad unterschrieben. Für den TuS Syke, den TSV Barrien, die DLRG-Gruppen aus Syke und Weyhe, den Kindergarten Regenbogenland und den Kneipp-Verein heißt das: Es darf wieder geschwommen werden. Die Volkshochschule und die Rheuma-Liga stehen laut Angaben des Fördervereins-Vositzenden Peer Schmidt auf dem Sprung dazu. Schmidt freute sich während der Ratssitzung sichtlich: „Das ist unser erster richtiger Erfolg.“

Vor fast genau einem Jahr hatte sich der Förderverein gegründet. „Ich dachte damals, das geht alles in einem halben Jahr über die Bühne“, seufzte Peer Schmidt während der Ratssitzung. Doch für ihn und seine Mitstreiter Dieter Seevers, Anja Maaß, Silke Landsberg, Michael Niemeyer und Ute Winkelmann sollten sich zwei Hürden aufbauen, mit denen niemand gerechnet hatte.

Problem eins: die Rettungsfähigkeit. Der Förderverein als Betreiber schließt mit den schwimmsporttreibenden Gruppen Nutzerverträge ab. Darin ist klar formuliert, dass der Nutzer für die Übungszeiten jemanden stellen muss, der einerseits das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber und andererseits die Fähigkeit zur Herz-Lungen-Wiederbelebung haben muss. Laut Peer Schmidt nichts Außergewöhnliches. „Ich war dann schon erstaunt, dass einige Vereine gesagt haben, sie könnten das nicht sicherstellen.“ Es folgte eine Pause, in der geprüft wurde, ob der Gesetzestext zur Rettungsfähigkeit auch anders ausgelegt werden könnte. Konnte er nicht. Daraufhin setzte Schmidt den potenziellen Nutzern die sprichwörtliche Pistole auf die Brust: „Wer nicht mitzieht, soll sich ein anderes Bad suchen.“

Problem zwei: Finanzrechtlich war nicht alles in Ordnung. Da wurde zweifacher Expertenrat eingeholt, der Entwarnung gab. „Und dann war schon Dezember 2016“, wunderte sich Peer Schmidt.

Jetzt kommt zu einem guten Ende, was laut Schmidt „aus dem Nichts heraus“ entstand. Am Anfang gab der Haushalt der Stadt Syke die Unterhaltung eines zweiten Hallenbades schlicht nicht mehr her. TuS Syke und TSV Barrien – als Schwimmsportgemeinschaft zur SG Syke/Barrien fusioniert – suchten daraufhin das Gespräch mit der Stadt Syke und trafen die Übereinkunft, dass ein Förderverein das Barrier Hallenbad übernehmen solle. Den gründete Schmidt dann mit seinen Kollegen. Diese sieben Menschen hätten in dem Jahr 45-mal zusammengesessen, erläuterte Schmidt gegenüber dem Rat. „Rechnen sie da mal die Stunden zusammen.“ Gemeinsam mit Heinrich Sievers von der Verwaltung wurde ein Betreibervertrag erarbeitet. „Am 31. Mai haben wir dann das Gesamtpaket vorgestellt.“

Immer wieder hatte sich die Gruppe in dieser Zeit Rat von außerhalb geholt. „Das war viel Kleinkleinkleinarbeit“, so Peer Schmidt. Und weiter: „Jedes Mal, wenn wir dachten, wir sind fertig, ging eine neue Tür auf.“

So hat es also ein Jahr gedauert statt eines halben Jahres. Dafür können die Vereine und Institutionen, die einen Nutzungsvertrag unterschrieben haben, demnächst wieder ihren Sport im Barrier Hallenbad treiben. Die Öffentlichkeit indes muss sich noch ein wenig gedulden. Auch da steht das Problem mit der Rettungsfähigkeit auf der Agenda. Doch auch da laufen schon Verhandlungen. Peer Schmidt: „Wir werden im zweiten Quartal 2017 zusehen, dass wir öffentliche Badezeiten ermöglichen.“

„Wer nicht mitzieht, soll sich ein anderes Bad suchen.“ Peer Schmidt
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