Wiedereröffnung Mehr Raum und mehr Komfort

In den vergangenen drei Monaten wurde bei Famila kräftig gebaut. Das Unternehmen renovierte und modernisierte den Syker Markt. Am Donnerstag wird nun Wiedereröffnung gefeiert - coronabedingt ohne Programm.
09.12.2020, 17:23
Lesedauer: 3 Min
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Von Sarah Essing

Syke. Alles neu macht in diesem Fall nicht der Mai, sondern der Dezember. Bei Famila in Syke wurde seit Mitte September kräftig gewerkelt. Neuer, größer und damit komfortabler und ansprechender soll der Einkauf in dem SB-Verbrauchermarkt werden, verspricht sich die Geschäftsführung von den Umbau- und Modernisierungsarbeiten. An diesem Donnerstag, 10. Dezember, wird das Ergebnis der Öffentlichkeit präsentiert. „Auf ein feierliches Eröffnungsprogramm müssen wir leider coronabedingt verzichten. Dennoch sind wir froh, trotz erschwerter Rahmenbedingungen alle Umbaumaßnahmen innerhalb des Zeitplans geschafft zu haben“, sagt Famila-Geschäftsführer Nils Nikolai.

Die auffälligste Änderung betrifft gleich den Eingang ins Geschäft. Dort, wo früher der Kassenbereich zu finden war, geht es nun hinein – und zwar in die Obst- und Gemüseabteilung. „Gleich in die Frische“, wie Marktleiterin Solvig Blumenthal findet. Wie gewohnt finden die Kunden dort neben Frischobst und -gemüse die Schnibbelküche unter anderem mit frischen, hausgemachten Smoothies und die Salatbar. Neu hingegen sind die Ananas-Schälmaschine und der Infarm-Kräuter-Schrank. Das 2013 in Berlin gegründete Unternehmen pflanzt Kräuter und Salate direkt vor Ort, die dann, wenn sie erntereif sind, frisch gekauft werden können. Das vermeide Transportwege und helfe damit auch, die CO2-Bilanz zu verbessern, so Blumenthal weiter.

In direkter Nachbarschaft wird auch der gastronomische Bereich zu finden sein. Bei „Snack und Schnack“ gibt es Leckereien vom Moorschwein, den Syker Fladen – ein Teigstück aus sogenanntem Pinsa-Teig, das pikant oder süß belegt werden kann – und einen Mittagstisch. Tische und Stühle stehen ebenfalls bereit, aber die können zurzeit noch nicht genutzt werden. „Coronabedingt kann derzeit nur etwas zum Mitnehmen bestellt werden“, bedauert Blumenthal.

„Auf Energiesparen und Umweltverträglichkeit wurde auch bei den übrigen Sanierungsarbeiten geachtet“, verrät Bauleiter Heiner Tooren. So wurde die gesamte Beleuchtung auf LED umgestellt, und die neue Technik in den Kühltheken und im Kühlbereich sei nun CO2-neutral. Darüber hinaus werde ein besonderes Kühlmittel verwendet, das besser abbaubar sei, erläutert Tooren weiter.

Der ökologische Gedanke findet sich zudem in der Bio-Abteilung mit einer Unverpackt-Station wieder. Nüsse, Körner, Haferflocken, Linsen, Couscous, Reis, Nudeln, Müsli und sogar Fruchtgummi können die Kunden sich nun selbst abpacken und abwiegen. Dafür liegen Papiertüten bereit – oder wiederverwertbare Mehrzweckbehälter. „Die können auch an den anderen Stationen wie etwa der Wurst- oder Käsetheke verwendet werden“, stellt die Marktleiterin in Aussicht. Alles geschieht natürlich unter Einhaltung der derzeit geltenden Hygiene-Vorschriften.

Neu im Angebot im Frischebereich ist zudem eine Fisch-Theke und eine Antipasti-Station. Auch eine Sushi-Bar ist eingeplant. Doch darauf müssen Fans dieser fernöstlichen Leckerei noch bis zum Frühjahr warten. Der Platz vor den Theken, der bisher von Tiefkühltruhen eingenommen wurde, ist nun offener und geräumiger gestaltet. „So, dass es mehr Marktcharakter hat“, sagt Solvig Blumenthal dazu. Dazu passt auch die Wein- und Spirituosenabteilung in direkter Nachbarschaft. Sie wurde neu gestaltet, erhielt eine neue Beleuchtung und unterscheidet sich durch einen anderen Fußboden auch optisch von den anderen Bereichen.

Dieses Prinzip setzt sich auch in anderen Themenbereichen fort. So ist der Non-Food-Bereich nun auch durch einen unterschiedlichen Bodenbelag abgegrenzt. Dort wird zudem auf lange Regalreihen verzichtet. Stattdessen dominieren offene Tische, auf denen Themenwelten präsentiert werden. „Es gibt zudem keine klassische Elektrik-Abteilung mehr“, verrät Solvig Blumenthal. Stattdessen sind die jeweiligen elektrischen Geräte ihrem Themenbereich zugeordnet. So finden sich zum Beispiel Kaffeemaschinen nun bei den Haushaltsartikeln und Föne bei der Haarpflege. Neu sind zudem die elektronischen Preisschilder an den Regalen. „Das wurde hier das erste Mal in diesem Umfang bei Famila umgesetzt“, so Tooren. Damit ist es möglich, Preise umgehend zu ändern, parallel zu den Kassen. Auch dieser Bereich wurde umgestaltet. Kurz vor dem Kassenbereich, der sich jetzt im früheren Eingangsbereich befindet, sind nun die Tiefkühlartikel und der Getränkebereich zu finden.

Zu den üblichen Bedienkassen kommen nun zudem Selbstbedienungskassen hinzu. Dort können die Kunden ihren Einkauf selbst einscannen. Abgerechnet wird allerdings nur über Kartenzahlung. Neu sind auch Scanner, mit denen dies bereits während des Gangs durch den Supermarkt geschehen kann. Diese müssen am Ende des Einkaufs nur noch an den SB-Kassen oder bei der Kassiererin an einer der anderen Kassen zum Abrechnen abgegeben werden. „In Vechta werden diese bereits genutzt“, berichtet Blumenthal. Dort werden sie gut angenommen und funktionieren auch gut, hat sie erfahren. Nun ist sie gespannt, wie diese Methode in Syke angenommen wird.

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