Skatekurs am Jugendhaus

Üben für die Rollschuhdisko

Bei den olympischen Spielen in Tokio feiert das Skateboardfahren gerade Premiere. Am Jugendhaus in Syke ist der Fahrspaß längst Programm. Im Zuge des Sommerferienprogramms schnupperten Mädchen erstmals rein.
03.08.2021, 16:16
Lesedauer: 2 Min
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Von Joshua Leive/lei
Üben für die Rollschuhdisko

Hoch hinauf geht es auf die Rampe. Trainerin Janin Sell macht's vor.

Michael Galian

Syke. Im Alltag kümmert sich Janin Sell als persönliche Assistenz um Pflegebedürftige. Zum Ausgleich fährt die 29-jährige Bremerin in ihrer Freizeit leidenschaftlich gerne Rollschuh und Skateboard in Skateparks. Diese Leidenschaft versucht die Bremerin in Skatekursen für Mädchen an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Im Zuge des Sommerferienprogramms war sie dafür nun auch am Jugendhaus in Syke.

Sieben Teilnehmerinnen wollten das Rollschuh-, Skateboard- oder Inline-Skates-Fahren mit der Hilfe von Janin Sell üben. Die erste Lektion des Tages: richtig fallen lernen. „Erst auf die Knie, dann auf die Ellenbogen und zuletzt auf den Händen abstützen“, erklärt die 29-Jährige, während sie selbst das richtige Fallen vormacht. Beim Fahren tragen alle einen Helm und Protektoren an allen drei genannten Positionen. So geschützt fällt das Fallen auf diese Stellen recht einfach und ironischerweise macht es sogar richtig Spaß, wenn man es zusammen übt.

Nachdem das Fallen geübt wurde, ziehen die kleinen Skaterinnen ihre ersten Runden. In der Mitte des Skateplatzes am Syker Jugendhaus steht eine Rampe, um die herumgefahren wird. Die Rampe selbst kommt erst später zum Einsatz. „Wollen wir ein bisschen Musik anmachen?“, fragt Janin in die Runde. Prompt füllt allseits bekannte Musik der 1990er-Jahre den Skatepark, während das Klackern der Rollschuhe leise im Hintergrund zu hören ist. Aus einem Skatepark wird im nächsten Moment eine Rollschuhdisco.

Nächste Lektion: die Rampe hinauf fahren. Nach einigen knappen Versuchen und gewagten Kraxeleien auf Knien, haben es alle nach und nach geschafft. Doch wer hochfährt, muss auch wieder herunterkommen. Das ist die nächste Übung und diese stellt die Teilnehmerinnen vor größere Herausforderungen. Beim Hochfahren kann man schließlich so viel beschleunigen, wie man will. Hinunter geht es jedoch deutlich flotter. Mit diesen hohen Geschwindigkeiten müssen die Skaterinnen und Rollschuhfahrerinnen erstmal umgehen lernen. Vor allem die Skateboard-Fahrerinnen hatten es schwer. Schließlich haftet ihr Board nicht fest an den Füßen. Doch mit jedem Versuch stehen sie etwas stabiler auf dem Brett.

Nach den Grundlagen bleibt Zeit für das selbstständige Üben. Freestyle heißt das unter Skatern. Für Interessierte bietet Janin Selle zudem noch das Rückwärtsfahren an, ehe sie zum Abschluss noch zeigt, was sich mit Rollen an den Füßen so alles anstellen lässt. Eine kleine Fazit-Runde ergibt das Offensichtliche: Alle hatten viel Spaß und wollen nun gerne regelmäßig beim Jugendhaus herumfahren. Die nächste Generation Skaterinnen wurde also erfolgreich auf den Weg gebracht.

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