Regionale Landesentwicklung Syke kann loslegen

Die Stadt Syke kann damit beginnen, für den Bereich Bahnhofstraße zu planen. Dinah Stollwerck-Bauer, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, überbrachte am Montag den Förderbescheid.
22.11.2021, 15:58
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Syke kann loslegen
Von Sarah Essing

Syke. "Ich freue mich sehr, dass wir uns beteiligen können." Mit diesen Worten nahm Sykes Bürgermeisterin Suse Laue am Montagmorgen den Förderbescheid für das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Leine-Weser für den Bereich Bahnhofstraße/Gartenstraße entgegen. Landesbeauftragte Dinah Stollwerck-Bauer und Sachbearbeiterin Maren Franzke waren für die Übergabe eigens an die Hache gekommen. Damit kann die Stadt nun anfangen, konkrete Planungen anzugehen, um das "Eingangstor" zur Stadt wieder attraktiver zu gestalten. So hatte es der Stadtrat Ende Mai dieses Jahres beschlossen (wir berichteten).

Insgesamt geht es dabei um eine Summe von 938.000 Euro. Diese Summe wird jedoch nicht auf einmal ausgeschüttet, sondern "stückchenweise", wie Dinah Stollwerck-Bauer betont. Davon stehen zunächst 167.000 Euro zur Verfügung, anschließend können auf Antrag jeweils zum 1. Juni weitere Mittel für konkrete Vorhaben abgerufen werden. "Städtebauförderung ist immer auf längere Zeiträume ausgelegt", erinnerte sie daran, dass Syke damit nun einen "Prozess" vor sich habe, der mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird. Der Syker Rat war beim Entschluss für die Antragstellung von zehn Jahren ausgegangen.

Doch jetzt "kann Syke erstmal anfangen zu planen", erläuterte Maren Franzke, Sachbearbeiterin bei dem Amt für regionale Landesentwicklung, die weitere Vorgehensweise. Ziel ist es, mit Hilfe der Förderung erkennbare Missstände und bauliche Mängel sowie funktionale und strukturelle Defizite im Bereich Bahnhofstraße/Gartenstraße zu beseitigen. Namentlich geht es dabei um die Oberflächen der beiden Straßen, aber auch um den Seitenbereich mit Fußgängerwegen und Grünstreifen. Dazu kommen die angrenzenden Grundstücke und Gebäude, wo Leerstände, Umnutzungen von ehemaligen Schaufenstern sowie Umbauten nicht im Positiven zum Ortsbild beitragen. Unter Einbindung der Eigentümer soll versucht werden, auch dort eine Lösung zu finden, die den Bereich im Ganzen wieder attraktiver erscheinen lässt. Das war bereits im Mai in der Ratssitzung diskutiert worden. Dazu dürfen Fördermittel seitens der Stadt gegebenenfalls auch weitergegeben werden, so die beiden Fachfrauen.

Die Oberflächensanierung der Bahnhofstraße stehe dabei sicherlich als Erstes an, wie Suse Laue im Beisein der Fraktionsvorsitzenden Andreas Schmidt (FWG), Wilken Hartje (CDU), Inga-Brita Thiele (Die Grünen) und Reinhard Hansemann (FDP) sagte. "Die ersten Fragen von Bürgern dazu kamen schon", so Suse Laue. Und Hartje erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass sich die Funktion der Bahnhofstraße seit Schließung des Bahnübergangs und dem Entstehen der Nordumgehung geändert habe, sich baulich seitdem jedoch nichts an der Straße geändert habe. Dabei könnte sie in gänzlich anderer Art und Weise ausgebaut werden als sie bisher erscheint, zum Beispiel mit einem breiten Geh- und Radweg auf einer Seite, skizzierte Bauamtsleiter Hein Sievers eine Möglichkeit, mit der sich der Rat befassen könnte. Auch auf Barrierefreiheit und ein Leitsystem für Sehbehinderte könnte dann geachtet werden.

Der Berücksichtigung von Klimabelangen, "Stichwort: versiegelte Flächen", wie Dinah Dinah Stollwerck-Bauer sagte, wird in der Sanierungsplanung ohnehin ein größerer Stellenwert eingeräumt, da alle drei neuen Städtebauförderprogramme seit 2020 dies zur Fördervoraussetzung machen. Die Kosten für die Planung werden daher auch Thema bei den Debatten um den Haushalt 2022 werden, kündigte Suse Laue an.

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