Fußball

Auf lange Sicht eine Verstärkung

Der TSV Okel hat sich nicht nur Jungspunde zu Beginn der Saison geangelt, sondern auch drei schon erfahrenere Akteure, die dem Verein in Zukunft weiterhelfen sollen.
17.12.2020, 18:30
Lesedauer: 3 Min
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Auf lange Sicht eine Verstärkung
Von Jannis Klimburg
Auf lange Sicht eine Verstärkung

Ist zurück beim TSV Okel: Kenneth Lange (links).

Thorin Mentrup

Neben den zahlreichen Jungspunden aus der A-Jugend des TuS Sudweyhe hat der TSV Okel zu Beginn der Saison auch drei Spieler verpflichtet, die schon etwas mehr Erfahrung aufweisen können. David Doormann und Walid Sabehaioun haben zuletzt eine fußballerische Pause eingelegt. Hinzu kommt Kenneth Lange, der bereits beim TSV Okel gekickt und jüngst sich seinem Studium gewidmet hat.

Doch nun ist er nach anderthalb Jahren zurück auf dem grünen Rasen. Das freut Okels Trainer Lutz Schröder natürlich ungemein. „Er war in der Aufstiegssaison schon dabei und auch maßgeblich daran beteiligt, dass wir jetzt in der Bezirksliga spielen“, freut sich der Übungsleiter über die Rückkehr Langes. Obwohl Kenneth Lange in Bremen wohnt, versucht er an jeder Trainingseinheit teilzunehmen. „Das bewundere ich an ihn. Er ist eigentlich immer da, obwohl er eine längere Anfahrt hat. Kenneth ist total trainingsfleißig.“

Und auch deswegen kam der Student in allen neun Begegnungen zum Einsatz, stand insgesamt 651 Minuten auf dem Platz. In diesen kam er überwiegend auf dem rechten Flügel oder direkt in der Spitze zum Einsatz. „Obwohl er sich auf der Außenbahn noch wohler fühlt“, wie Schröder erzählt. „Mit seiner Geschwindigkeit und Beweglichkeit bringt er uns ein Stück weiter nach vorne. Er kämpft wirklich immer um jeden Ball. Und das bis zur letzten Sekunde.“ Doch auch Kenneth Lange zeigte sich – wie viele seiner anderen Mitspieler – noch zu ungefährlich vor dem Gehäuse. Auch der agile Mittelfeldakteur hat noch keinen einzigen Treffer auf seinem Konto.

Doormann überzeugt mit Athletik

Genau wie David Doormann, der aber auch weitaus defensiver hinten links in der Viererkette agiert. Ab und zu durfte der Neuzugang offensiver spielen, sich im linken Mittelfeld ausprobieren. Doch Doormann musste sich erst einmal finden, hatte zuvor eine vierjährige Pause vom Fußball eingelegt. In dieser Pause hat er sich eher dem Basketball gewidmet. „Lucas Feldmann kannte ihn von der Bundeswehr und hat ihn einfach mal mitgebracht“, erzählt Schröder. „Zwischendurch hatte er sich leider verletzt, weshalb er auch nur auf vier Spiele kommt.“

Kann vielseitig eingesetzt werden: David Doormann (rechts).

Kann vielseitig eingesetzt werden: David Doormann (rechts).

Foto: Thorin Mentrup

Allerdings erledigte Doormann seine Aufgaben nicht schlecht, präsentierte sich jedoch teilweise zu ungestüm, verursachte so unter anderem im Spiel gegen den SV Heiligenfelde einen Strafstoß. „Er muss sich manchmal noch cleverer anstellen, das richtige taktische Verhalten fehlt dann noch“, beschreibt Okels Coach. Gleichzeitig weiß er aber auch, was er an Doormann hat. „Er ist beidfüßig, hat eine gute Athletik und bringt auch starke Grundlagen mit, um sich in Zukunft noch weiter zu verbessern. Denn David ist auch vielseitig einsetzbar, daher werden wir noch viel von ihm profitieren.“

Walid Sabehaioun bringt Erfahrung mit

Mitten in der Saison hat sich der TSV Okel dann noch mit Walid Sabehaioun verstärkt, der unter anderem schon für den TSV Bassum und TB Uphusen aufgelaufen ist. „Jetzt müssen wir sehen, dass wir ihn fit bekommen. Dann wird er eine Hilfe für uns sein“, sagte Lutz Schröder damals bei seiner Verpflichtung. Denn auch der 30-Jährige hatte eine längere Fußballpause eingelegt. „Er bringt sehr viel Erfahrung mit, hat unter anderem schon in der Oberliga gekickt. Ich bin guter Dinge, dass er unsere Sturmflaute in Zukunft beheben wird.“

Dafür muss Sabehaioun aber vor allem fit und verletzungsfrei bleiben. Denn seit 2012 hat sich der Routinier meistens nur im Fitness-Studio aufgehalten. „Damals hatte ich keine Lust mehr, weil ich mir drei Mal einen Leistenbruch zugezogen hatte“, erzählt er. Und auch nach seinem Wechsel zum TSV Okel hatte er weiterhin kein Glück. „Bei der zweiten Trainingseinheit habe ich mir einen Muskelfaserriss zugezogen und beim Debüt gegen TuS Sudweyhe dann schon wieder.“ Leichte Schmerzen verspüre er deswegen momentan immer noch. „Ich warte ab bis das Training wieder beginnt. Aber dann will ich auch voll angreifen“, berichtet Sabehaioun. Das wäre von Vorteil für den TSV Okel, denn im Sturm gibt es nach dem Abgang von Marvin Zwiebler zum TuS Sudweyhe nur wenige Optionen.

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