Fußball

„Die perfekte Kombination gefunden“

Zwischen Bezirksliga-Fußball beim SV Heiligenfelde und der Trainerarbeit am DFB-Stützpunkt in Sulingen lebt Tobias Dickmann ein erfülltes Sportlerleben.
17.10.2020, 10:54
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup
„Die perfekte Kombination gefunden“

Beim SV Heiligenfelde ist Tobias Dickmann absoluter Führungsspieler. Doch der 27-Jährige ist nicht nur auf dem Feld aktiv, sondern auch Trainer am DFB-Stützpunkt Sulingen.

Thorin Mentrup

Heiligenfelde. Beim Bezirksligisten SV Heiligenfelde ist er gesetzt, Führungsspieler und Kapitän. Doch Tobias Dickmann ist noch mehr: Er ist Trainer am DFB-Stützpunkt in Sulingen. Insofern scheint der Weg des 27-Jährigen in das Trainergeschäft auch im Herrenbereich vorgezeichnet. Erst einmal aber will er die aktuelle Situation genießen. Denn besser könnte sie für ihn nicht sein, findet er. Er lebt momentan ein erfülltes Sportlerleben.

An einen Trainerposten habe er lange Zeit keinen Gedanken verschwendet, gibt Dickmann zu. Das änderte sich „ein bisschen unverhofft“, wie der Syker rückblickend sagt. Tatsächlich war im Frühjahr 2017 eigentlich alles geregelt: Walter Brinkmann, damals SVH-Coach und heute Dickmanns Trainerkollege am Stützpunkt, würde Heiligenfelde verlassen, Sven Plaumann sollte übernehmen. Doch der Nachfolger zog seine Zusage zurück. Der SVH musste wieder suchen und wurde in den eigenen Reihen fündig: Dickmann übernahm gemeinsam mit Björn Isensee als Spielertrainerduo. „Das hat sich letztendlich als super Lösung herausgestellt“, sagt Dickmann. Das Duo führte Heiligenfelde auf Platz fünf und er selbst entdeckte seine Leidenschaft für das Trainerdasein.

„Isi und ich haben das ganz ordentlich gemacht“, findet Dickmann. „Mir hat es Spaß gemacht, mich mit den Inhalten auf dem Fußballplatz tiefergehend zu beschäftigen. Es gab viele Themen, die mir gefallen haben. Trotzdem habe ich mich in der Zeit immer mehr als Spieler denn als Trainer gesehen“, sagt er. Dennoch lernte er auch die Trainerseite des Spiels zu schätzen. Sie scheint ohnehin zu ihm passen, ist der Fußballer Dickmann doch ein Spielleser und -lenker, ein Taktgeber und Lautsprecher auf dem Platz. Mittlerweile ist er B-Lizenz-Inhaber, der einst selbst in der Auswahl kickte, und peilt bereits die nächste Stufe, die DFB-Elite-Jugend-Lizenz, an. Die ist eigentlich Grundvoraussetzung dafür, um an einem DFB-Stützpunkt tätig zu sein. „Aber man hat einen gewissen Zeitraum, in dem man die Möglichkeit hat, sie nachzuschieben“, erklärt Dickmann.

Er ist seit rund eineinhalb Jahren fester Bestandteil des Trainerteams am Stützpunkt in Sulingen, zu dem sein ehemaliger Förderer Walter Brinkmann ebenso gehört wie Hermann Schlake und seit dieser Saison auch Maarten Schops. Es ist ein Team, das Dickmann gefällt. „Es macht super viel Spaß. Die Mischung ist toll: Walter ist sehr erfahren, Maarten kennt als ehemaliger Profi den Leistungsfußball ganz genau und Hermann ist nicht nur erfahren, sondern auch ein Organisationsgenie“, schwärmt er von seinen Kollegen. Für ihn ist die Konstellation ideal: „Von ihnen allen kann ich mir viel abschauen.“ Mit dem Stützpunkttraining habe er eine tolle Aufgabe gefunden. „Mir gefällt auch die Arbeit mit den Kindern. Sie kommen alle sehr gern zu uns nach Sulingen. Das ist das größte Lob, das wir bekommen können.“

Auch auf Vereinsebene arbeitet Dickmann mit einem Trainer zusammen, der ihn fußballerisch wie fachlich weiterbringen kann: A-Lizenz-Inhaber Torben Budelmann genießt einen sehr guten Ruf als junger Fußball-Fachmann. „Ich habe im Moment die Situation, dass ich selber bereits die eine oder andere Erfahrung gesammelt habe, aber trotzdem noch sehr viel Input bekomme“, erklärt Dickmann, der seit der A-Jugend beim SVH aktiv ist. Eine Zukunft an der Seitenlinie könne er sich definitiv vorstellen. Erst einmal zähle für ihn jedoch das Hier und Jetzt. Und das könnte nicht besser sein: „Es macht Spaß, Fußball zu spielen, und es macht genauso Spaß, Trainer am Stützpunkt zu sein. Für den Moment habe ich die perfekte Kombination gefunden.“

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