Fußball

Richy Rabba trifft aus 40 Metern

Der TSV Okel bejubelt den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bezirksliga. Die Mannschaft von Trainer Lutz Schröder besiegt den TV Stuhr mit 2:1.
11.10.2020, 19:39
Lesedauer: 2 Min
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Von Sven Hermann
Richy Rabba trifft aus 40 Metern

Der erste Saisonsieg: Der TSV Okel (r. Mathias Wernicke) behielt gegen den TV Stuhr mit 2:1 die Oberhand und gab somit die Rote Laterne an den Gegner weiter.

Braunschädel

Okel. Am letzten Spieltag der Hinrunde konnte der bislang punktlose Fußball-Bezirksligist TSV Okel endlich das langersehnte erste Erfolgserlebnis feiern. Im Kellerduell gegen den ebenfalls sieglosen TV Stuhr feierten die Schützlinge von Trainer Lutz Schröder einen 2:1 (1:1)-Erfolg. Entscheidender Mann der Begegnung war Okels Linksverteidiger Richy Rabba, der den ersten Treffer einleitete und beim zweiten Tor einen Freistoß aus 40 Metern unter tatkräftiger Mithilfe des Stuhrer Torhüters Niklas-Jonah Lührs im Gehäuse unterbrachte.

Die ersten Minuten waren spektakulär. Sechs Minuten waren gespielt, als Rabba im Mittelfeld beherzt den Ball eroberte und dann in die Tiefe zu Angreifer Kenneth Lange durchsteckte. Nach dessen Quervorlage zog Jörn Kastens ab und scheiterte zunächst an einem Stuhrer Abwehrbein. Den zweiten Versuch versenkte der Okeler Mittelfeldakteur schließlich im Tor. In der elften Minute fiel bereits der Ausgleich. Tom Holthusen und René Rogalla beharkten sich im Strafraum, wonach die TVS-Offensivkraft schließlich zu Fall kam. Schiedsrichter Felix Goebel (Weyhe) zögerte nicht mit seinem Strafstoßentscheid, obwohl es eher schien, das Rogalla in dieser Situation mehr ausrutschte als das er gefoult wurde. Nichtsdestotrotz verwandelte Torben Drawert sicher zum 1:1. Bis zum Seitenwechsel verzeichneten die Gastgeber die weitaus besseren Chancen. Marlon Reyher war schneller als sein Gegenspieler und kam noch vor dem ausrückenden Stuhrer Keeper Lührs zum Schuss. Doch Abwehrspieler Jenno Bülders klärte per Kopf auf der Linie. Der Nachschuss von Lange landete über der Latte (23.). Vier Minuten später spielte Innenverteidiger Ralf Hüneke einen langen Ball auf Lange, der nicht lange fackelte und sofort abzog. Doch Lührs verhinderte den Einschlag mit einer Prachtparade. Nach einer Ecke von Rabba köpfte anschließend Holthusen aus kurzer Distanz knapp vorbei. Offensichtlich war der Kapitän zu überrascht, dass dieser Ball bis zu ihm gelangte (31.).

Der nächste Torerfolg gelang den Platzherren kurz nach Wiederanpfiff. Rabba brachte seinen Freistoß aus gut und gerne 40 Metern aufs Tor und profitierte dabei von einem folgenschweren Patzer von Lührs, dem das Leder durch die Hände glitt (50.). „Ich wollte den Ball einfach mit viel Kraft und Vollgas in den Strafraum bringen“, schilderte Rabba die Entstehung des zweiten Okeler Treffers, der schlussendlich zum Sieg reichte. „Es wurde Zeit, dass wir mal wieder gewonnen haben. Wir haben während der Woche auch gut trainiert und in den Einheiten gut Gas gegeben. Wir mussten heute auch für unser Umfeld ein Zeichen setzen. Unsere Anhänger sind auch in schweren Zeiten der Wahnsinn und der Hammer“, verriet der Siegtorschütze, der auf der linken Abwehrseite offensichtlich immer besser in Fahrt kommt. „Das Spiel verlieren wir durch den klaren Torwartfehler. Es ist natürlich sehr ernüchternd, jetzt als Letzter dazustehen. Dennoch versuchen wir, positiv zu bleiben“, kommentierte Stuhrs Coach Christian Meyer.

Er haderte allerdings mit der Entscheidung von Schiedsrichter Goebel, der nach einem elfmeterreifen Foul an Andre Kück nicht auf den Punkt zeigte (75.). Auf der Gegenseite hätte Lange nach Zuspiel von Rico Volkmann alles klar machen können, trat jedoch über das Leder (77.). „Wir haben in der zweiten Hälfte zu viele Bälle im Aufbau verloren und somit einige Entlastungsangriffe leichtfertig verspielt. Da fehlte uns bisweilen die Geduld,“ klagte Schröder.

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