Fußball

Nur wenige Einsatzminuten

Viele Jungspunde sind beim Fußball-Bezirksligist TSV Okel dazugestoßen, aber nur Mathis Wernicke setzte sich bisher durch.
17.12.2020, 15:00
Lesedauer: 3 Min
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Nur wenige Einsatzminuten
Von Jannis Klimburg
Nur wenige Einsatzminuten

Okels Trainer Lutz Schröder versucht, seinen vielen Jungspunden noch viel beizubringen.

Michael Braunschädel

Prominente Neuzugänge blieben beim Fußball-Bezirksligisten TSV Okel zu Beginn der Saison aus. Viel mehr hat das derzeitige Schlusslicht auf die Jugend gesetzt. Und zwar auf die A-Junioren des TuS Sudweyhe. Als ehemaliger Trainer der U19 hat Lutz Schröder seine Kontakte spielen lassen und gleich sechs neue Jungspunde an Land gezogen. Doch nicht alle Talente konnten im Seniorenbereich schon Fuß fassen.

Eine Investition für die Zukunft sei unter anderem Maarten Falkenstern, wie Übungsleiter Lutz Schröder erzählt. Doch aufgrund einiger Wehwehchen kam der Keeper, der aufgrund seines jungen Alters sogar noch bei den A-Junioren auflaufen könnte, in dieser Saison beim TSV Okel noch nicht zum Einsatz. Alle neun Begegnungen stand Stammtorhüter Lucas Feldmann zwischen den Pfosten. „Manchmal hat er den falschen Ehrgeiz an den Tag gelegt und eine Verletzung nicht richtig auskurieren lassen und somit wieder zu früh mit dem Training angefangen“, berichtet Schröder. Denn eigentlich sollte der junge Neuzugang auch einige Spiele in der Hinrunde bestreiten. „Das war mit Lucas (Feldmann, Anm. d. Red.) auch so abgesprochen. Aber daraus ist jetzt eben leider nichts geworden. Aber Maarten bringt super Anlagen mit, muss jetzt nur erst einmal richtig gesund werden“, meint der TSV-Coach. „Und dann wird er in dieser Saison auch noch einige Begegnungen absolvieren.“

Nur wenige Einsatzminuten – um genau zu sein 25 – sammelte Fynn Seidel. „Corona hat ihn leider total zerlegt“, sagt Lutz Schröder. „Sein Arbeitgeber teilte ihn meistens der Spätschicht zu. Und deswegen konnte er nur leider nur wenige Trainingseinheiten mitmachen. Deshalb konnte er noch keinen Anschluss zur Mannschaft finden.“ Trotzdem glaubt Schröder, dass Seidel in Zukunft dem Team noch weiterhelfen kann und beschreibt das Talent als „ehrgeizig und total zuverlässig.“ Daher sei er für die Startelf in der Abwehr auch eine Option, wenn er zu 100 Prozent fit ist und am Training regelmäßig teilnehmen kann.

Duo ständig verletzt

Als „Sorgenkind“ beschreibt Lutz Schröder den Neuzugang Dilcan Ablak. Denn dieser sollte eigentlich die Lücke im Sturm schließen, die Marvin Zwiebler mit seinem Abgang zum TuS Sudweyhe hinterlassen hat. „Wir wollten ihn langsam aufbauen“, verrät Schröder. Doch Ablak verletzte sich gleich zu Beginn der Vorbereitung, fiel eine lange Zeit aus. „Außerdem fehlt mir bei ihm die Ernsthaftigkeit, sich dem Konkurrenzkampf im Team zu stellen“, so Schröder.

Das gleiche gelte auch für Ahmad Al Adile, der sich ebenfalls früh eine Verletzung zuzog und somit eine lange Zeit ausfiel. Im November hätte er wieder einsteigen können, doch daraus wurde wegen der Corona-Pandemie nichts. „Ahmad und Dilcan stützen sich gegenseitig, fahren zusammen zum Training. Sie sind eine Einheit und greifen dann bald hoffentlich gemeinsam wieder an“, unterstreicht Schröder.

Wernicke schlägt voll ein

Die größten Ambitionen auf einen Stammplatz beim SC Weyhe hatte Florian Maeße. Doch das ehrgeizige Talent musste gleich im ersten Spiel gegen den TuS Sudweyhe (1:4) nach zehn Minuten aufgrund einer Knieverletzung ausgewechselt werden. Beim 0:5 gegen den SV Heiligenfelde und beim Rückspiel gegen den TuS Sudweyhe (0:4) stand der Mittelfeldspieler, der in seinen Einsätzen auf der Sechser-Position spielte, dann wieder in der Startelf. „Ihm fehlt es noch etwas an Ballsicherheit“, meint Schröder, der seinen Schützling aber auch gleichzeitig lobt: „Er ist eines der größten Trainertalente, die ich kenne. Er denkt sehr konstruktiv.“ Wenn Maeße nicht selber als Spieler auf dem Platz steht, trainiert er zusammen mit Jan Lehmkuhl die B-Junioren des TuS Sudweyhe.

Den größten Sprung gemacht und somit die meisten Einsatzzeiten bekommen, hat Mathis Wernicke. Der Jungspund stand in sieben der neun Begegnungen auf dem Platz, konnte somit reichliche erste Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln. „Ich hätte vorher wahrlich nicht gedacht, dass ich so viel spielen werde“, meint Wernicke. Doch Schröder lobt das Talent in den höchsten Tönen: „Er ist sehr trainingsfleißig und hat sich eine gute Fitness zugelegt. Außerdem ist er flexibel einsetzbar, kann in der Abwehr sowie auch im Mittelfeld spielen.“ Wenn es dann mit der Saison weitergeht, möchte Wernicke an seine gute Form anknüpfen und mit seinem TSV Okel „auf jeden Fall die Liga halten. Außerdem möchte ich weiterhin viel dazulernen.“

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