Sport- und Kulturhaushalt beraten Geld für Umkleide in Dreye

Weyhe. Die Gemeinde Weyhe muss sparen, soll eine Neuverschuldung von etwa fünf Millionen Euro vermieden werden. Die Politik war aufgerufen, Vorschläge zu unterbreiten, wie der Ausgleich des Finanzhaushaltes für dieses Jahr erreicht werden könnte.
26.01.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Geld für Umkleide in Dreye
Von Sebastian Kelm

Weyhe. Die Gemeinde Weyhe muss sparen, soll eine Neuverschuldung von etwa fünf Millionen Euro vermieden werden. Die Politik war aufgerufen, Vorschläge zu unterbreiten, wie der Ausgleich des Finanzhaushaltes für dieses Jahr erreicht werden könnte. Zumindest für den Sport und Kultur als Teilhaushalt des Fachbereichs Bildung und Freizeit ließ der zuständige Fachausschuss den Rotstift aber in der Tasche. Im Gegenteil: Auf Antrag der SPD kommt sogar eine Investition hinzu – und zwar 50 000 Euro für zusätzliche Umkleiden am Sportnebenzentrum Dreye.

Hintergrund: Schon für 2016 wurden vorsorglich 10 000 Euro in den Haushalt eingestellt, weil der SV Dreye nicht länger die Umkleidemöglichkeiten am Trainingsplatz hinter der ehemaligen Gaststätte Krug zum grünen Kranze, fernab des Vereinsgebäudes an der Landesstraße 331 also, nutzen konnte. Das Problem besteht laut SPD-Fraktionsvorsitzendem Frank Seidel nach wie vor. Neue Räume am Platz müssten folglich her – zum Beispiel in Form von Containern.

Die Mittel sollen als Grundlage dienen, auf der die Gemeindeverwaltung eine Lösung im Sinne des SV Dreye erarbeiten kann. Bei Enthaltungen der FDP und der Grünen wurde das auch mehrheitlich so empfohlen. Komplett unstrittig war hingegen der Rest des Haushaltspakets, weitere Eingaben oder Änderungswünsche seitens der Politik kamen nicht. Unabhängig von den 50 000 Euro für das Sportnebenzentrum Dreye ist eine Summe gleicher Höhe, die allgemein als Förderung für Sportvereine in der Gemeinde ausgegeben wird.

Größere Posten bei den Investitionen sind zudem 10 000 Euro für Arbeiten an der Chlorat-Filteranlage am Weyher Freibad sowie 150 000 Euro für den Neubau des Kultur- und Bildungszentrums am Henry-Wetjen-Platz in Leeste. Hannelore Roitsch-Schröder von Bündnis 90/Die Grünen sagte zu letzterem Projekt, da müsse geklärt sein, was neben Volkshochschule und Bibliothek an diesem Standort noch hin soll. Und sie mahnte: „Da darf nicht wieder so etwas passieren wie beim Marktplatz.“ Die Diskussion der Umgestaltung im Zentrum Kirchweyhes sei von vielen Unklarheiten begleitet gewesen, in Leeste müsse das anders laufen.

Fabian von Weyhe, Leiter des Fachbereichs Bildung und Freizeit, rechnete den Anwesenden dann noch vor, wie sich der Teilhaushalt Sport und Kultur aufschlüsselt. Denn ihm zufolge ist es so, dass die „internen Leistungsbeziehungen“ – das sind Mieten, Nebenkosten und Leistungen des Baubetriebshofs – inzwischen einen enormen Unterschied ausmachen. Ohne diese haben in der Produktgruppe Sport die Bäder einen Anteil von rund 82 Prozent am Gesamtvolumen. Werden diese mit einbezogen, sind die Aufwendungen für sonstige Sportstätten mit über 60 Prozent und rund einer Million Euro mit Abstand die größte Aufwendung. Im Kulturbereich stellen die Bibliotheken mit etwa 300 000 Euro (48 Prozent) den dicksten Batzen dar.

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