Syker Generationenausschuss Viel Diskussionsstoff

Auf der Tagesordnung des Syker Generationenausschusses standen gleich mehere Punkte, die viel Raum für Diskussionen boten. Der Ausschussvorsitzende war indes weniger an ausufernden Diskussionen interessiert.
17.09.2020, 16:22
Lesedauer: 2 Min
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Von Yannik Sammert

Syke. Der Syker Generationenausschuss hat am späten Mittwochnachmittag in Heiligenfelde getagt. Im Fokus standen drei Themen – jeweils mit einer guten Portion Diskussionspotenzial ausgestattet. Dennoch war die Veranstaltung nach knapp einer Stunde beendet. Ausschussvorsitzender Ralf Eggers hatte es eilig. Er wollte unbedingt nach 60 Minuten fertig sein, um in Zeiten der Pandemie keine Durchlüfte-Pause einrichten zu müssen.

Mähroboter: Die Stadt Syke plant beim Sportverein Heiligenfelde und beim TSV Ristedt drei Jahre lang probeweise Mähroboter anzuschaffen – beim SV zwei sowie beim TSV einen. Die Sportvereine erhoffen sich von der Investition eine verbesserte Rasenqualität. SPD-Mann Karsten Bödeker betont: „Von der bisherigen Mäh-Firma wurde hin und wieder der falsche Zeitpunkt gewählt. Auch Spuren kamen manchmal vor.“

Ein Kauf der Roboter würde 35 000 Euro kosten. Beim Leasing wären es 40 000 Euro. In diesem Fall ist eine Versicherung inklusive. Die Stadt wünscht sich eine bessere Wirtschaftlichkeit. Was das Mähen sonst gekostet hat, ist jedoch nicht bekannt. Dafür hatte Jürgen Schmock wenig Verständnis: „Solange kein Kostenvergleich möglich ist, werden wir der Anschaffung als Freie Wählergemeinschaft nicht zustimmen.“ Dennoch wurde ein Beschluss gefasst. Das Leasing wurde mit einer knappen Mehrheit befürwortet.

Kinder- und Jugendarbeit : Seit etwas mehr als einem Jahr arbeitet Abdelhafid Catruat als Syker Jugendpfleger – mit viel Freude, wie er deutlich macht. Nun hat Catruat das Konzept zur Kinder- und Jugendarbeit vorgestellt. „Die Jugendarbeit in Syke ist auf einem guten Weg“, schwärmte der Jugendpfleger. So wurde in Syke ein breites Aktiv-Programm für die Heranwachsenden geschaffen. Anderenorts ist geplant, der gut organisierten Dorfjugend Bauwagen bereitzustellen.

In Barrien werden aktuell eine Küche und ein Aufenthaltsraum renoviert. Bald soll dort an zwei oder drei Tagen Programm angeboten werden. Doch der Zeitpunkt bleibt unklar. Dies kritisierte eine Anwohnerin: „Die Jugendlichen warten schon lange darauf, dass etwas geschieht. Und eine Stelle mit 27 Wochenstunden sollte doch auch für Barrien geschaffen werden.“ „Dies hat sich leider nicht ergeben“, erklärte die Leiterin des Fachbereichs Bildung, Claudia Prößler.

Stattdessen sieht die Personalsituation so aus: Catruat wird von drei hauptamtlichen Mitarbeitern unterstützt, zwei davon arbeiten zunächst einmal auf Probe und alle sind vorerst für Syke vorgesehen. Und noch etwas anderes trübt das gute Bild. Isabell Jagst monierte: „Die geplante Schaffung eines Jugendparlaments dauert mir zu lange. Wir müssen die Partizipationsmöglichkeiten der jungen Menschen endlich ausbauen.“

Hygiene : Prößler berichtete, wie Kindergärten und Schulen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorgehen. In Kindertagesstätten habe es zum Beispiel bereits vor der Pandemie ein entsprechendes Hygienekonzept gegeben. „Dort tragen die Fachkräfte durchsichtige Masken, damit Mimik und Gestik erkennbar sind“, führte sie aus.

Bald beginnt die Grippe-Saison. Das kann zu Problemen führen. Im Ausschuss kam die Frage auf, was zu tun ist, wenn eine halbe Schulklasse Symptome aufweist – Corona-Erkrankungen wären möglich. Eggers blockte ab. Für solche Belange sei der Schulausschuss da. Auf erneute Nachfrage riet Prößler, in einem solchen Fall das Gesundheitsamt einzuschalten.

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