Gödestorfer Straße

Stopp-Zeichen für mehr Sicherheit

Die Einmündung der Kreisstraße 74 auf die Landesstraße 354 soll mit einem Stopp-Schild und veränderter Fahrbahnmarkierung sicherer werden. Das beschlossen Landkreis, Polizei und Stadt nach einer Verkehrsschau.
21.08.2020, 17:11
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Von Sarah Essing
Stopp-Zeichen für mehr Sicherheit

Die Einmündung der Gödestorfer Straße (rechts) auf den Gödestorfer Damm soll entschärft werden.

Michael Braunschädel

Syke-Gödestorf. Ein Stopp-Zeichen und eine veränderte Fahrbahnmarkierung, das ist das Resultat einer Verkehrsschau für die abknickende Vorfahrtsstraße in Gödestorf, teilt Mareike Rein vom Landkreis Diepholz mit. Wie der Syker Kurier berichtete, war es an der Einmündung der Kreisstraße 74 (Gödestorfer Straße) auf die Landesstraße 354 (Gödestorfer Damm) vermehrt zu Unfällen gekommen. Zuletzt zwei schwere mit Verletzten.

Die Stadt Syke, die Polizeiinspektion und der Landkreis Diepholz unternahmen daher am Montag eine anlassbezogene Verkehrsschau, um sich die Stelle einmal anzusehen. Dabei sei festgestellt worden, dass die Hauptunfallursachen die Missachtung der Vorfahrtsregelung sowie eine überhöhte Geschwindigkeit im Kurvenbereich seien, heißt es in der Mitteilung des Landkreises. Daher sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass die Vorfahrtsregelung aus Richtung Okel kommend durch ein Stopp-Zeichen mit Haltelinie verdeutlicht werden soll. Zudem wird die Mittelmarkierung weiter nach links verlegt und eine sogenannte Tropfen-Markierung mit Sperrfläche aufgetragen. Dadurch soll die relativ gerade Fahrspur unterbrochen werden, sodass die Verkehrsteilnehmer in Richtung Syke einen kleinen Bogen fahren müssen.

Darüber hinaus soll die Mittelmarkierung im Kurvenbereich der L 354 vorzeitig durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr erneuert werden. Ebenso werden die Verkehrszeichen in diesem Bereich durch neue Zeichen ersetzt. Die Stadt Syke hat zudem in der vergangenen Woche an der L 354 sowohl aus Richtung Syke als auch aus Richtung Bahlum mobile Geschwindigkeitsanzeigen aufgestellt, mit denen die Verkehrsteilnehmer auf die gerade gefahrene Geschwindigkeit noch einmal zusätzlich hingewiesen werden.

Das gefällt auch Gödestorfs Ortsbürgermeister Andreas Schmidt. Da diese Geräte schließlich nicht nur die Geschwindigkeiten anzeigen, sondern auch das tatsächliche Verkehrsaufkommen messen. „Ich finde es gut, dass so schnell gehandelt wurde“, sagt er zudem. Ob die angekündigten Veränderungen tatsächlich Abhilfe schaffen, müsse man jedoch sehen. Er hofft allerdings darauf, dass noch etwas für die schwächeren Verkehrsteilnehmer in diesem Bereich getan wird. Beispielsweise ein Fußpadd – gegebenenfalls auch nur geschottert, der Fußgänger und Radfahrer auf der westlichen Seite in gerader Linie am gefährlichen Teil der Kurve vorbeibringen kann, sodass diese nicht mehr im Kurvenbereich die Landesstraße diagonal queren müssen, um auf der gegenüberliegenden Seite auf den Radweg zu gelangen.

Auf den Lückenschluss des Radweges zwischen Bruchhausen-Vilsen und Syke müssen die Bewohner der Hachestadt und der Samtgemeinde nämlich noch ein wenig warten. Es fehlen noch 2,3 Kilometer – von der Friedeholzstraße in Osterholz bis zur abknickenden Vorfahrt in Gödestorf. Wie eine Anfrage des Syker Kurier beim Landkreis ergab, ist dieser Lückenschluss erst für 2021 im Kreisstraßenbauprogramm geplant gewesen. Dafür müssten allerdings bis Ende August 2020 die Planfeststellung und auch der Grunderwerb abgeschlossen sein. „Da dies zeitlich jedoch nicht mehr möglich ist, verschiebt sich das Vorhaben“, sagt Mareike Rein. Die Planung seitens der zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Somit können auch weder das Planfeststellungsverfahren noch der Grunderwerb erfolgen. Diese Planungsschritte seien nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) jedoch Voraussetzung zur Erlangung von Fördermitteln, erläutert Mareike Rein. Und darauf hofft der Landkreis. Können damit doch Landesmittel in Höhe von 60 Prozent der Baukosten bereitgestellt werden. Dabei handelt es sich um Landesmittel nach dem NGVFG.

Als Voraussetzung müssen alle für Bundes- und Landesstraßen auch geltenden technischen Regelungen eingehalten werden, außerdem müssen Planfeststellung und Grunderwerb abgeschlossen sein. Das Planfeststellungsverfahren und der Grunderwerb sollen nun 2022 erfolgen, die bauliche Umsetzung in 2023.

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