Hallenbad Syke Jetzt wird wieder aufgebaut

Die Arbeiten am Hallenbad Syke schreiten gut voran. Das Dach über dem neuen Anbau ist drauf, die Sprungtürme sind fertig. Jetzt geht es ans Eingemachte: die Technik.
06.03.2022, 12:40
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Jetzt wird wieder aufgebaut
Von Sarah Essing

Syke. "Wir sind gut im Zeitplan, trotz Corona", kann Mario Kruse über den Stand der Bauarbeiten am Syker Hallenbad berichten. Entkernt wurde das Gebäude, mittlerweile haben die Aufbauarbeiten begonnen. "Die Handwerker sind alle sehr engagiert", hebt der Sachgebietsleiter Hochbau bei der Stadt Syke lobend hervor.

Gleich im Eingangsbereich wird bereits offensichtlich, was sich schon geändert hat: Die Wand zum Gastronomie-Bereich ist weg, der Blick reicht weit in den Raum hinein, der künftig als Cafeteria dienen wird. Bewirtung wird es allerdings keine mehr geben, dafür Automaten, die Getränke und kleine Snacks bereitstellen. Gleich dahinter lassen sich die Glastüren zur Rasenfläche öffnen, die die Besucher des Hallenbades dann als Liegefläche nutzen können. Sogar für ein kleines Beachvolleyball-Feld soll dann Platz sein. Komplett neu wird zudem der Eingangsbereich, wohingegen im Umkleidebereich die alten Schränke wieder eingebaut werden. Allerdings werden die Besucher dort dann nicht mehr auf Einzelumkleiden stoßen. "Es wird Gruppenumkleiden geben, in denen dann Einzelumkleiden integriert sind", verrät Kruse.

Das Dach über dem angebauten neuen Lehrschwimmbecken mit Hubboden steht, und auch die Neugestaltung der Decke in der Schwimmhalle ist abgeschlossen. Die Sprungtürme, deren baulicher Zustand gewissermaßen den Anstoß für dieses Mammutprojekt der Stadt Syke gaben, sind restauriert. "Da stand quasi nur noch der Eisenkern", berichtet Kruse. Dieser wurde mit Beton neu umgossen, jetzt fehlen nur noch die Geländer. Anstatt aus Metall werden sie künftig aus bruchsicherem Glas sein. Auch das Baby-Schwimmbecken wurde neu gestaltet, ebenso die Überlaufrinnen.

Aktuell ist in der Schwimmhalle also gar nicht so viel los. Das geschäftige Treiben hat sich ein wenig in die unteren Regionen des Bades verlagert. Dort, wo das Herz eines jeden Schwimmbades schlägt: die Technik. In den Gängen und Räumen im Untergeschoss herrscht Hochbetrieb. Eine Gruppe Arbeiter kümmert sich um die Leitungen für die Lüftung, andere um die für die Elektronik, es wird geschweißt, gebohrt, geschraubt, gehämmert. Eine Zeichnung an der Wand gibt Überblick über die Vielzahl von Kabeln, Rohren, Leitungen, die alles miteinander verbinden und für den Betrieb eines Bades erforderlich sind: Heizung, Lüftung, Elektronik, Sanitär und die spezielle Schwimmbadtechnik.

"Die gesamte Technik wurde den neuen Möglichkeiten angepasst", sagt Kruse. Angefangen bei den Filteranlagen über die Wärmerückgewinnung bis hin zur Wasseraufbereitung. Bisher wurde das Schlammwasser, das Wasser, das beim Badebetrieb über die Umrandung läuft, als Brauchwasser über das Abwasser entsorgt. Der Verlust musste mit Frischwasser ausgeglichen werden. Das wird künftig nicht mehr nötig. Die neue Wasseraufbereitung reinigt das Schlammwasser und führt es dann den Becken wieder zu. Der neue Kreislauf sei nachhaltiger und auch schonender für das Stadtsäckel, zeigt Kruse auf. Heißt aber auch: "Jetzt funktioniert einiges anders als vorher."

Trotz aller guten Nachrichten, gibt es auch einen Wermutstropfen, räumt Kruse ein. Zwar sind die Arbeiten am Hallenbad weniger als andere Baustellen von Lieferschwierigkeiten betroffen, dafür treffen Corona-Erkrankungen sie jetzt. Zum aktuellen Zeitpunkt könne er daher nicht ausschließen, dass sich die Sanierung und Erweiterung des Hallenbades doch um zwei, drei Monate verzögern. Ob der Termin für den Probebetrieb Ende des Jahres eingehalten werden kann, ist daher noch offen. Spätestens im ersten Quartal 2023 soll das Bad jedoch wieder seine Pforten öffnen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+