Hallenbad Syke Sanierung kommt gut voran

Ende März starteten die Sanierungsarbeiten am Syker Hallenbad offiziell. Nach fünf Monaten ist bereits viel passiert. Die Arbeiter kommen gut voran und es läuft alles nach Plan, berichtet der Bauleiter.
13.08.2021, 14:40
Lesedauer: 3 Min
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Sanierung kommt gut voran
Von Sarah Essing

Syke. Das Syker Hallenbad werde von innen einmal "komplett umgekrempelt". So hatte es Christian Bär im Mai 2020 bei der Vorstellung der Planung für den Umbau der Schwimmanlage angekündigt (wir berichteten). Besucht man das Hallenbad jetzt, weiß man, der Architekt, Diplom-Ingenieur und geschäftsführender Gesellschafter des Planungsbüros Janßen und Bär aus Bad Zwischenahn hat nicht übertrieben.

Große Schiffscontainer stehen vor dem Eingang, darin stapeln sich Deckenlamellen, Leisten, Fliesen, Bauschutt. Der Boden im Eingangsbereich ist bereits abgetragen, die Decke freigelegt, sodass die labyrinthartige Holzkonstruktion darunter sichtbar ist. Von den Einzelumkleidekabinen zeugen nur noch die Verankerungen auf dem Boden. Die alten Türen liegen in einem der Container draußen und werden mit dem übrigen Bauschutt entsorgt. "Im Wesentlichen nehmen wir bisher Abrissarbeiten vor", erläutert Bauleiter Olav Rothauscher beim Baustellenbesuch.

In der Schwimmhalle bauen Bauarbeiter gerade die letzten Deckenlamellen ab. Damit sie überall hinkommen können, wurde im gesamten Becken ein Baugerüst aufgebaut. Die Füße der Gerüste stehen im Wasser. "Die Becken sind zum Teil noch befüllt, damit die Fliesen keinen Schaden nehmen", erläutert der Bauleiter. Würde das Wasser fehlen, würde nämlich die Gefahr bestehen, dass der spezielle Schwimmbeckenuntergrund, die Fliesenfugen austrocken und der Boden hochkommt. Das will niemand.

"Die Wärmebänke wurden bereits abgebaut", weist Rothauscher auf den Rand. Die Fliesen im Randbereich liegen noch, kommen aber auch noch raus. Dann wird ein neuer Estrich verlegt, ebenso wie neue Fliesen. Neu ist bereits der Untergrund für das Planschbecken. Auch die Kabel für die Spritzdüsen und die Rinnenabläufe ragen bereits aus dem kahlen Viereck. "Diese Woche kommt noch die neue Decke für das Babybecken", so Rothauscher.

Betonverschalung für neues Kursschwimmbecken ist fertig

Draußen ist das neue Kursschwimmbecken bereits gut erkennbar. Die Betonverschalung ist bereits fertig. "Jetzt werden noch die Umgänge betoniert, dann wird das Erdreich wieder angefüllt", sagt Rothauscher und weist auf die noch freistehenden Betonwände des Beckens, die tief in den Boden hineinragen. Dort ist Platz für die erforderliche Technik für das mit Hubboden und einem eigenen Heizkreislauf ausgestattete Becken. In 30-Zentimeter-Schritten kann der Boden bis auf 1,80 Meter heruntergelassen werden. "Bis zum Winter soll auch das Dach für den Anbau fertig sein", stellt Rothauscher in Aussicht.

Für den Anschluss an das bereits bestehende Gebäude erfolgt ein Durchbruch zum Schwimmerbecken. Dahinter ist dann Platz für einen Geräteraum, einen Sanitätsraum und die Bademeister zur Aufsicht. "Großzügig verglast, sodass sie alle Bereiche einsehen können", wie Bürgermeisterin Suse Laue ergänzt. Und dementsprechend natürlich auch mit Klimaanlage ausgestattet. Im Außenbereich entsteht dann eine Liegefläche, zwei Durchschreitebecken sorgen dafür, dass niemand mit schmutzigen Füßen zurück ins Hallenbad läuft.

Arbeiten liegen "voll im Plan"

Ist das Schwimmbad entkernt, geht es ans "Eingemachte": die Sanierung der Substanz. Schadhafte Betonteile, etwa an den Sprungtürmen, werden saniert, ausgetauscht und nachgearbeitet. Salzablagerungen an den Leitungen werden abgestrahlt – "mit Hochdruckwasserstrahlen", wie Rothauscher berichtet, so bleibt der Stahl "auf jeden Fall erhalten". "Diese Arbeiten werden im vierten Quartal abgeschlossen sein", kann er berichten. Bisher liegen sie dabei "voll im Plan". "Es ist ein großer Vorteil für uns, dass die Ausschreibungen schon vor Corona abgeschlossen waren", sagt er. Bekennt aber auch, dass man angesichts von Herausforderungen wie steigenden Rohstoffpreisen oder ausgelasteten Baufirmen "immer ein paar Monate im Voraus denken muss". Und wenn sich Probleme auftun, muss man nach Alternativen suchen. "Da muss man zurzeit viel Zeit für investieren." Zumal bei einem Vorhaben wie der Sanierung des Hallenbads eine bestimmte Abfolge der Arbeiten eingehalten werden muss.

So kann die neue Technik erst eingebaut werden, wenn die Sanierungsarbeiten an der Substanz abgeschlossen sind. Und die neuen Fliesen und Decken können erst eingebracht werden, wenn die grundlegenden Arbeiten wie die Installation der Gebäudetechnik abgeschlossen sind. "Die Rückbauarbeiten sind in wenigen Wochen abgeschlossen", sagt Rothauscher. Dann geht es an den Aufbau, sodass das sanierte und ergänzte Syker Hallenbad dann wie geplant zum Jahreswechsel 2022/2023 in neuem Glanz erstrahlen kann.

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