Gartenkultur-Musikfestival Harfe und Flöte in der Bauernscheune

Goldener Glanz und goldene Klänge der großen Meister: Auf dem Landsitz Wachendorf verzaubern Harfe und Flöte von Eva Pressl und Sigrun Busch fast 300 Gäste.
27.08.2017, 18:52
Lesedauer: 2 Min
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Von Dorit Schlemermeyer

Syke-Wachendorf. Am allerletzten Konzertsonntag des Gartenkultur-Musikfestivals wurden alle mit den vielen verregneten anderen Sonntagen ausgesöhnt, denn endlich herrschte das lang ersehnte strahlende Sommerwetter. Dadurch war die Stimmung auf dem Landsitz Wachendorf entspannt. Geschätzte 300 Gäste waren gekommen und warteten auf ein besonderes Konzert.

„Als Neulinge haben wir uns einfach mal naiv als Veranstalter beim Gartenkultur-Musikfestival beworben und waren ganz überrascht, als wir den Zuschlag erhielten“, begrüßte Neuveranstalter René Rameil die Gäste in der alten Scheune, deren Plätze komplett besetzt waren, genau wie draußen alle Tische, Bänke und Stühle. Auf der von Rameil selbst gebauten Bühne hatte Eva Pressl ihre Harfe schon platziert, und Sigrun Busch übernahm die Moderation.

Flauto e Arpa ist der Name des Duos an Harfe und Flöte, das an diesem Nachmittag mit dem Großmeister des Barocks begann: Johann Sebastian Bach. „Wir spielen die Sonate Es-Dur“ kündigte Busch an und hob ihre goldene Flöte zum Mund, die goldene Harfe folgte und mit den ersten Klängen zog Glanz ein in die alte Bauernscheune, die in der Barockzeit als Veranstaltungsort sicher undenkbar war.

Und auch der nächste Komponist wurde bestimmt nicht in einer Scheune gespielt:„Mozarts C-Dur Sonate ist für eine seiner Konzertreisen entstanden, die sein Vater für den Siebenjährigen organisiert hat, um den Sohn bekanntzumachen für lukrative Aufträge, es ist ein Stück mit viel Spielwitz und Kapriolen“, so die Flötistin, die zusammen mit ihrer Partnerin an der Harfe diesem Spielwitz zu voller Geltung verhalf.

Das fanden auch die Gäste, die schon fast enthusiastisch applaudierten ob der meisterlichen Ausführung durch das Duo. Der nächste Komponist, Louis Spohr, sei heute nicht mehr so bekannt, habe aber zu seiner Zeit viele Konzertreisen mit seiner Frau gemacht. Auf einer dieser Reisen sei die Komposition der Es-Dur-Sonate entstanden, erfuhren die Zuhörer und konnten sich auf Musik freuen, die wunderbar zur Leichtigkeit des Nachmittags passte und manchen Zuhörer mit geschlossenen Augen zuhören ließ. Wie bei den vorangegangen Werken wechselten drei Sätze von schnell zu langsam zu schnell.

Als der Vortrag der beiden endete, gab es wieder sehr viel Applaus, und das Programm versprach im zweiten Teil fast noch interessanter zu werden, denn es sollten Werke von Debussy, Michio Mijagi Hain und die Geschichte des Tango von Piazolla folgen. „Zu Kaffee und Kuchen fanden wir die Klassiker passender“, erläuterten Busch und Pressl. „Das hier ist ein wundervoller Veranstaltungsort, und Herr Rameil hat alles so toll für uns hergerichtet“, lobte Busch in der Pause und freute sich auch über die große Resonanz.

Noch mehr freute sich der Hausherr: „Als ich die beiden Künstlerinnen auf meiner selbst gebauten Bühne spielen hörte, war ich richtig gerührt“, kommentierte er die Premiere. Die hatte auch viele Besucher hergeführt, die zum ersten Mal an diesen Ort kamen: „Wir sind zum ersten Mal hier, das ist ein richtig idyllischer Ort“, erzählten zwei Freundinnen und hatten schon die Ausstellung von 22 Künstlern in den Innenräumen besichtigt. Als die ersten Klänge von Debussys „Les filles aux Cheveux de Luna“ erklangen, verwandelte sich der strahlende Nachmittag in einen verzauberten.

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