Erlen- und Astrid-Lindgren-Schule stellen ihr pädagogisches Kooperationskonzept vor Heiligenfelde ist Vorreiter bei der Inklusion

Syke. Ulrike Stelljes von der Erlenschule und Wolfgang Schmidt, Leiter der Grundschule Heiligenfelde, sind in Syke die Pioniere auf dem Gebiet der Inklusion. Gestern stellten sie ihr pädagogisches Konzept vor. Gemäß dem Gesetzentwurf der Niedersächsischen Landesregierung wollen sie künftig Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam unterrichten. Bevor das Gesetz 2013 in Kraft tritt, wollen die beiden Schulleiter schon einmal Erfahrungen mit inklusiver Beschulung machen. "Erst Kooperation, dann Inklusion", lautet ihre Devise. Nach den Sommerferien wird an der Astrid-Lindgren-Schule Heiligenfelde eine sogenannte Partnerklasse eingerichtet. Dafür zieht eine Klasse (sieben bis acht Schüler) der Erlenschule, Tagesbildungsstätte der Lebenshilfe Syke, nach Heiligenfelde. Und zwar in direkte Nachbarschaft zu ihrer Kooperationsklasse (rund 17 Regelschüler). Punktuell, also in den Fächern Sport und Musik sowie teilweise im Sachunterricht, sollen Schüler mit und ohne
24.02.2012, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Jörn Dirk Zweibrock

Syke. Ulrike Stelljes von der Erlenschule und Wolfgang Schmidt, Leiter der Grundschule Heiligenfelde, sind in Syke die Pioniere auf dem Gebiet der Inklusion. Gestern stellten sie ihr pädagogisches Konzept vor. Gemäß dem Gesetzentwurf der Niedersächsischen Landesregierung wollen sie künftig Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam unterrichten. Bevor das Gesetz 2013 in Kraft tritt, wollen die beiden Schulleiter schon einmal Erfahrungen mit inklusiver Beschulung machen. "Erst Kooperation, dann Inklusion", lautet ihre Devise. Nach den Sommerferien wird an der Astrid-Lindgren-Schule Heiligenfelde eine sogenannte Partnerklasse eingerichtet. Dafür zieht eine Klasse (sieben bis acht Schüler) der Erlenschule, Tagesbildungsstätte der Lebenshilfe Syke, nach Heiligenfelde. Und zwar in direkte Nachbarschaft zu ihrer Kooperationsklasse (rund 17 Regelschüler). Punktuell, also in den Fächern Sport und Musik sowie teilweise im Sachunterricht, sollen Schüler mit und ohne

Beeinträchtigungen gemeinsam lernen. Die beiden Schulleitungen können sich darüber hinaus ein inklusives Hortangebot an der Erlenschule Syke vorstellen. Die Tagesbildungsstätte in der Hachestadt verfügt bereits über ein pädagogisches Ganztagsangebot - Küchen, Werk- und Bewegungsräume, die sich für Kinder mit und ohne Behinderung eignen. Da es in der Ortschaft Heiligenfelde bislang noch keinen Hort gibt, könnten die Schüler der Astrid-Lindgren-Grundschule so doch noch in den Genuss einer Nachmittagsbetreuung kommen.

Grundsätzlich unterstützen alle Fraktionen im Stadtrat das Thema Inklusion. Bloß über die finanzielle Ausstattung ist in den vergangenen Wochen ein Streit entbrannt. Statt wie vorgesehen 380000 Euro für den Umbau des nördlichen Trakts der Astrid-Lindgren-Schule bereitzustellen, möchte Rot-Grün das Projekt lediglich mit 50000 Euro fördern. Die SPD lehnt eine Schwerpunktschule für Inklusion in Heiligenfelde ab, möchte inklusiven Unterricht auch an den anderen beiden Schulstandorten im Stadtgebiet (Syke und Barrien) anbieten. Kürzlich hatte die CDU gefordert, die alte Tischlerei neben der Grundschule Heiligenfelde abzureißen und dort einen Neubau für inklusiven Unterricht zu errichten. Dafür sollten insgesamt 550000 Euro in den Haushalt eingestellt werden.

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