Ralf Borchers hat die notwendigen Unterschriften gesammelt

Heiner Löhmann will Syker Bürgermeister werden

Syke. Wie Gemeindewahlleiter Horst Meyer gestern gegenüber unserer Zeitung bestätigte, hat Ralf Borchers die erforderlichen 165 Unterstützen-Unterschriften für seine Bürgermeister-Kandidatur im Syker Rathaus abgegeben. Damit ist seine Kandidatur nun ganz offiziell.
01.08.2013, 05:00
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Von Jörn Dirk Zweibrock
Heiner Löhmann will Syker Bürgermeister werden

Will Suse Laue, Helmut Beyerle und Ralf Borchers herausfordern: Heiner Löhmann.

Meissner

Syke. Wie Gemeindewahlleiter Horst Meyer gestern gegenüber unserer Zeitung bestätigte, hat Ralf Borchers die erforderlichen 165 Unterstützen-Unterschriften für seine Bürgermeister-Kandidatur im Syker Rathaus abgegeben. Damit ist seine Kandidatur nun ganz offiziell.

Auch von Heiner Löhmann hatte Meyer Besuch. Der 52-jährige Barrier hat dem Gemeindewahlleiter nach eigenen Angaben bisher rund 150 Unterschriften vorgelegt. Bis zum 19. August um 18 Uhr hat der zweifache Vater nun noch Zeit, die restlichen Unterschriften einzureichen. Weil Löhmann wie seine Mitbewerber um das Bürgermeisteramt – Suse Laue, Helmut Beyerle und Ralf Borchers – nicht als Kandidat einer Partei, sondern als Unabhängiger antritt, muss er also die notwendigen Unterstützer-Unterschriften vorlegen.

Dass ihm bei der vorgezogenen Syker Bürgermeisterwahl am 22. September lediglich Außenseiter-Chancen eingeräumt werden, war Heiner Löhmann durchaus bewusst. Er werfe seinen Hut in den Ring, weil es für den Wähler immer besser sei, aus mehreren Kandidaten auszuwählen. Ganz im Sinne der Demokratie eben. Heinrich Löhmann, der in Barrien und umzu nur Heiner gerufen wird, ist gelernter Elektroinstallateur, hat später seinen Meister und Techniker absolviert. Jahrelang hat er sein eigenes Unternehmen geleitet, viele Auslandserfahrungen sammeln können. Heute ist der 52-Jährige als Projektleiter bei einer Delmenhorster Firma tätig. Löhmann ist CDU-Mitglied und als Schütze in der Bassumer Sportgilde aktiv. Wie seine Mitbewerber möchte er im Fall seiner Wahl das bisweilen angespannte Verhältnis zwischen Verwaltung und Rat verbessern. "Die Umgehungsstraße muss kommen", erklärte Löhmann. Ebenso wie das Syke-Kennzeichen. Einen hauptamtlichen Wirtschaftsförderer hält er indes nicht für sinnvoll. Vielmehr schwebt ihm der Aufbau eines regionalen Wirtschaftsnetzwerks vor. "Gerade für Qualifizierungen müssen wir viel mehr regionale Firmen miteinbeziehen", fand der Barrier. Weil er sich selber um seine Eltern kümmere, seien ihm generationsübergreifende Projekte besonders wichtig.

Dann tätigte er eine für einen Syker Konservativen eher ungewöhnliche Aussage: "Ich bin für eigene Syker Stadtwerke." Löhmann ging sogar noch einen Schritt weiter und betonte, dass seiner Ansicht nach auch die Netze in die Hände der Stadt gehören würden. Wenn es die städtischen Finanzen denn hergeben, sei er auch für die Errichtung von Ganztagsgrundschulen in Syke.

Er beschreibt sich selbst als "sachorientiert" und "bürgernah". Und als "ehrlich": "Ich befinde mich seit 2011 in Privatinsolvenz. Für mich ist das allerdings kein Hindernis, sondern ein Neuanfang", gab der Barrier offen zu. Doch ist dies für eine mögliche Bürgermeister-Kandidatur wirklich kein Hindernis? "Nein", erläuterte Gemeindewahlleiter Horst Meyer. Die Bewerber müssten lediglich ein gewisses Mindestalter erfüllen, nicht älter als 65 Jahre und darüber hinaus wahlberechtigt für den Deutschen Bundestag sein. "Jeder kann kandidieren", so Meyer.

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