Syker Gabenzaun

680 Spendentüten in kürzester Zeit ausgegeben

Ostern 2020 fand erstmalig ein Gabenzaun in Syke statt. Nun kam es zur Neuauflage. Das Prinzip dabei: Bürger spenden Lebensmittel, hilfsbedürftige Bürger können sich entsprechende Tüten abholen.
10.01.2021, 17:46
Lesedauer: 2 Min
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Von Ilona Leberl
680 Spendentüten in kürzester Zeit ausgegeben

Bevor die Ausgabe stattfinden konnte, wurde erst einmal sortiert. Nach rund 45 Minuten waren dann bereits 680 Tüten ausgegeben.

Vasil Dinev

Die Freie Evangelische Gemeinde Syke (FEG) sowie die Syker Bürgermeisterin Suse Laue, ihre Stellvertreterin Gabriele Beständig und Ratsvorsitzender Karsten Bödeker öffneten am Sonnabend wieder ihre Pforten für den Syker Gabenzaun. Der Schulterschluss zwischen FEG mit Pastor Michael Martens und den Vertretern der Stadt ermöglichte erneut die Aktion, bei der Bürger der Stadt gefüllte Lebensmitteltüten spenden, die dann an Bedürftige ausgehändigt werden. An Ostern des vergangenen Jahres fand die Aktion erstmalig statt, nun gab es eine Wiederholung. „Wir wollen nicht aufdringlich sein, aber einladend“, erklärte Martens.

In der Zeit von 11 bis 11.30 Uhr konnten Syker Bürger am Sonnabend die gefüllten Tüten abgeben. Diese wurden dann in „vegetarisch“ und „Standard“ von den vielen Helfern rund um die FEG-Mitarbeiter Teddy Ray Cooper, Günther Warners und seiner Frau Ina Warners sortiert. „Es freut mich, dass die Spendenbereitschaft nach wie vor so gut ist“, hob Sykes Bürgermeisterin hervor. Elly Bach, eine Mithelferin der FEG, merkte an: „Die Tüten sind dieses Mal sehr schwer. Da sind Apfelsinen, Kartoffeln und Gemüse drin.“ Sie ergänzte, dass sogar kleine Botschaften mit guten Wünschen enthalten seien.

Die Abholung erfolgte dann von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr. Schon um 14.15 Uhr schlängelten sich, durch Absperrbänder weiträumig getrennt, bereits die Abholer – wohlgemerkt mit Mund-Nasen-Schutz, also ganz gemäß der Corona-Vorschriften. Die Schlange bildete sich bis zur Schloßweide. Endlich am Ausgabetisch angekommen, fragten Laue und Beständig: „Wie viel Personen sind Sie zu Hause?“ Pro Erwachsenen gab es dann jeweils eine Tüte. Die vegetarischen und nicht-vegetarischen Tüten wurden dabei auf getrennten Tischen ausgegeben.

Nach rund 45 Minuten waren dann bereits 680 Tüten ausgegeben – ein Rekord. Elly Bach hatte eine entsprechende Strichliste geführt. Bei der Annahme der Tüten durch die Bedürftigen waren sehr häufig ein nettes Dankeschön oder auch gute Wünsche zum neuen Jahr zu hören. Laue, Beständig und Ulf Lahmeyer von der FEG waren sich einig: „Das war heute eine Aktion, die beide Seiten glücklich gemacht hat. Wir haben sowohl glückliche Gesichter bei den Spendern als auch bei der Aushändigung gesehen.“ So war es ein Nachmittag, der viel Freude für alle Beteiligten gebracht hat. Sehr oft stellten die Abholer auch die Frage, ob die Aktion wiederholt wird.

Übrigens konnten letztlich nicht alle Tüten verteilt werden. Der Rest geht nun an die Diakonie für die Senioren an der Berliner Straße.

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