Syke Hommage an Nelly Cunow-Deetjen

Syke (jzw). Porträts der 1982 verstorbenen Eystruper Künstlerin Nelly Cunow-Deetjen gibt es ab Sonntag, 10. Mai, im Ackerbürgerhaus des Syker Kreismuseums zu sehen.
07.05.2015, 00:00
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Hommage an Nelly Cunow-Deetjen
Von Jörn Dirk Zweibrock

Porträts der 1982 verstorbenen Eystruper Künstlerin Nelly Cunow-Deetjen gibt es ab Sonntag, 10. Mai, im Ackerbürgerhaus des Syker Kreismuseums zu sehen. Die Schau unter dem Titel „Bilder des Menschen – Bilder der Stadt“ läuft dort bis zum 5. Juli. Nelly Cunow-Deetjen wurde 1893 in Posen, dem heutigen Polen, geboren. Nach dem Ersten Weltkrieg betrieb sie in Berlin ein eigenes Atelier, malte vor allem Porträts sowie Bilder für die deutschen Botschaften und das Auswärtige Amt. 1939 zog sie mit ihrem Mann, dem Ingenieur Richard Deetjen, nach Eystrup in die Grafschaft Hoya, wo sie auch 82-jährig verstarb.

„Ihre Selbstporträts zeigen eine fragende, nachdenkliche, skeptische und zweifelnde Frau. Sie versuchte immer, das Innere nach oben zu holen“, interpretiert Ralf Vogeding, Leiter des Syker Kreismuseums, ihre Kunst. Das Haus verfügt über ihren gesamten künstlerischen Nachlass. Cunow-Deetjen malte aber auch Landschaftsbilder, Stadtbilder und Szenen aus dem Volksleben. „Seit den 1950er-Jahren wurden die Blumenbilder aus ihrem Eystruper Garten in allen Variationen mit verschmelzenden Formen und leuchtenden Farben zu ihrem Hauptmotiv“, weiß der Museumsdirektor.

In der Ausstellung, die sich nach 20 Jahren erstmals wieder dem Werk der Künstlerin widmet, werden aber ausschließlich Porträts und Stadtbilder, die in ihrer Berliner Zeit entstanden sind, zu sehen sein. „Ihre Porträts sind keine bloßen Abbilder der gezeigten Personen, vielmehr spiegelt sich in den Gesichtern der individuelle Charakter jedes einzelnen“, so Ralf Vogeding.

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