Neue Ausstellung im Kreismuseum Syke

Ihr Erstlingswerk ist immer dabei

Das Ackerbürgerhaus im Syker Kreismuseum ist momentan die Ausstellungsfläche für Conny Wischhusen. Die Bremer Künstlerin zeigt Werke zum Thema "Stangenware II".
26.02.2018, 12:58
Lesedauer: 2 Min
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Von Peter Cordes
Ihr Erstlingswerk ist immer dabei

Conny Wischhusen hat am Sonntag ihre

Ausstellung eröffnet, die bis zum 2. April besuchbar ist.

Von Lachner

Syke. 38 Werke hatte die Bremer Künstlerin Conny Wischhusen am Sonntag in der ersten Etage des Ackerbürgerhauses im Kreismuseum in Syke in Position gebracht, um Menschen zu erfreuen, aber auch um zum Nachdenken anzuregen. Als eine Veranstaltung des Kreismuseums eröffnete dessen Leiter Ralf Vogeding die Ausstellung und begrüßte mehr als 30 interessierte Besucher. Kurz erwähnte er die Eckpunkte im Leben von Conny Wischhusen. Geboren in Bremerhaven, widmete sie sich nach abgeschlossener Erzieherinnenausbildung der künstlerischen Weiterbildung in Berlin. Seit 2012 wohnt Conny Wischhusen in Bremen und leitet dort Am Dobben 117 die Atelier-Galerie „eins eins 7“. Es sei ihr sehr wichtig, nicht nur selbst auszustellen, sondern auch anderen Künstlern diese Möglichkeiten zu bieten, schloss Vogeding seine Begrüßung ab.

Künstlerkollegin Evita Emersleben aus Sottrum übernahm den weiteren Part der Ausstellungseröffnung und berichtete den Gästen über die Schaffenskraft der Conny Wischhusen. Sie gibt ihren linienhaften Bildern industriell anmutende Titel wie „Stangenware“ oder „Grauzone“. Nach den ersten Ausstellungen über „Stangenware“ nun die Ausstellung „Stangenware II“ im Syker Kreismuseum. „Auf diese Ausstellungsmöglichkeiten bin ich während eines Besuches meiner Künstlerkollegin Ruth E.E. Cordes in Syke aufmerksam gemacht worden. Schnell war mit dem Kreismuseum ein zeitlicher Rahmen gefunden und nun freue ich mich, schon bei der Eröffnung weit mehr als 30 interessierte Gäste begrüßen zu können."

Im Treppenaufgang hatte Conny Wischhusen ihr Erstlingswerk aufgehängt. „Dieses Bild, gemalt in den Farben dunkelblau, hellblau und weiß, ist bei jeder Ausstellung mit dabei und unverkäuflich. Obwohl von mir nicht beabsichtigt, erkennen die meisten Menschen das Meer mit einer Segelstange. Eine Tendenz, die sich mit meiner engen Verbindung zum Meer aufzeigt“, so die Künstlerin. Ihr liebstes Bild hat sie rechts in der Ausstellungshalle aufgestellt. Ein auf Leinen gefertigtes offenes Bild, am Rand zerfetzt, eine Ecke fehlt ganz, sodass hier bei Bedarf einfach weitergearbeitet werden könnte. Conny Wischhusen schaut die Stange so genau an, dass sie zum Leben erweckt wird und einen eigenen Charakter bekommt. Der Farbauftrag ist meist großzügig pastös und farbenfroh. Die Linie wird oft deutlich in Szene gesetzt. Die Faszination am abstrakten Malen liegt oft am Zugang des Intuitiven der Schaffenden und gleichzeitig an der Schwierigkeit, eine Arbeit zu komponieren. Conny Wischhusen fertigt keine Skizze an, sondern macht durch ihre zahlreichen Streifzüge als gebürtige Bremerhavenerin in erster Linie dort am Hafen und im Allgemeinen bevorzugt am Meer Entdeckungen, die sie mit der Fotokamera festhält, um dadurch Inspirationen zu erhalten.

„Dieser jeweilige Farbwechsel von zum Beispiel Gelb auf Grün kommt bei mir besonders gut an“, beschreibt Ulrike Miesen-Schürmann ihre Eindrücke. „Auch die räumlich unterschiedliche Gestaltung der Werke bewundere ich hier immer wieder“, so die Besucherin weiter. Wer die künstlerische Vielfalt von Conny Wischhusen auch bestaunen und sich an ihren Werken erfreuen möchte, hat dazu noch bis zum 2. April im Ackerbürgerhaus des Kreismuseums in Syke Gelegenheit.

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