Kunst-Projekt

Ja, ja, so blau, blau, blau wird Syke beflügelt

Durch das Kunst-Projekt „Blaue Flügel“ soll die Attraktivität der Syker Innenstadt aufgewertet werden. Ortsbürgermeister Peter Jahnke hat darum noch viele weitere Veranstaltungen organisiert.
07.02.2018, 17:26
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Von Dominik Flinkert
Ja, ja, so blau, blau, blau wird Syke beflügelt

Die Bilder von Lutz Felsmann (rechts) zeigen die drei Fenster des Bahnhofsgebäudes. Auf die Ausstellung freuen sich mit Felsmann Karl-Heinz Guse (links) und Peter Jahnke.

Sebi Berens

Syke. Peter Jahnke und Lutz Felsmann wollen die Attraktivität der Innenstadt aufwerten. Der Ortsbürgermeister und der Künstler wollen Syke beflügeln. Blaue Flügel, aus Aluminium und mit einem Aufkleber „SY“ versehen, sollen darum nach den Osterferien aufgestellt werden und an wichtige geschichtliche Ereignisse, Menschen und Gebäude erinnern. Besucher dieser bedeutenden Stationen können sich per QR-Code über ihr Smartphone über die Historie informieren. „Es geht darum, dass die Syker sich mit ihrer Umgebung identifizieren“, betont Felsmann.

Er hat 16 Orte, die für ihn charakteristisch für Syke sind, auf Bildern künstlerisch umgesetzt. Dazu gehören unter anderem die drei Fenster am Bahnhof und das Rathaus mit dem für Syke typischen Himmel. „Das Blau über Syke ist ein anderes Blau als über dem Ruhrgebiet“, sagt Felsmann. Zu jedem Ort hat Felsmann zwei Bilder gestaltet: ein Bild, das den Ort originalgetreu als Fotomotiv zeigt und eins, das künstlerische Elemente aufweist. Die Bilder will Felsmann im Februar im Rathaus ausstellen, danach voraussichtlich auch im Bahnhof, in der Volksbank und in Wessels Hotel.

Darüber hinaus gehen mehrere Veranstaltungen auf das Thema „Flügel“ ein. Die Pianistin Marina Baranova musiziert am Sonnabend, 26. Mai, in der Kreissparkasse. Die international renommierte ukrainische Musikerin spielt ab 19.30 Uhr. Der Höhepunkt des Konzerts: Die Ukrainerin präsentiert ein Syker Blues-Lied, das die Stadt danach vermarkten und auf einer CD verkaufen darf. Nach Angaben des Medienkonzerns Edel überzeugte Baranova mit ihren Interpretationen bei Festivals wie dem internationalen Klavierfestival Ferruccio Busoni, der Wiener Musikwoche, dem Merano Classic Festival, dem Beethovenfest Bonn, dem Granada Piano Festival, der Schumann-Festwoche in Leipzig, der Beethoven-Nacht der Heidelberger Stadthalle und beim Bonner Schumannfest. Sie stand als Solistin und Kammermusikerin mit der Deutschen Radio Philharmonie auf der Bühne, darüber hinaus mit der Württembergischen Philharmonie unter Leitung von Ola Rudner, mit dem Leipziger Gewandhaus-Quartett, dem Slaska Philharmonie Orchester, dem Bromberger Rundfunk Orchester unter Leitung von Tadeusz Strugala, dem rumänischen Bacau Philharmonie Orchester und den Jerusalem Strings in Yad Vashem (Israel). Eintrittskarten für den Auftritt in Syke verkauft der Verein Jazz-Folk-Bike zum Preis von zwölf Euro; Karten an der Abendkasse kosten 15 Euro.

Um die Farbe Blau dreht es sich am Mittwoch, 30. Mai, im Rathaussaal. Die Schüler aus dem Seminarfach des Gymnasiums gestalten ab 19 Uhr einen literarisch-künstlerischen Abend. Einen Spaziergang vom Bahnhof in die Innenstadt bieten die Syker Gästeführer am Sonnabend, 2. Juni, an. Die Teilnehmer treffen sich um 15 Uhr am Bahnhof und laufen entlang der mit den Flügeln gekennzeichneten Orte. Der Spaziergang steht unter dem Titel „Ein beflügeltes Syke“. Auch der Musiker Thomas Schwenen spielt am 2. Juni mit seiner Band – natürlich passend zum Thema: Blues. Die Band unterhält ab 20 Uhr im Gleis 1. Die Grundschule Am Lindhof erarbeitet ein Projekt und stellt die Ergebnisse öffentlich vor, die Big Band des Gymnasiums musiziert am Sonnabend, 9. Juni, um 19.30 Uhr. Für die beiden letztgenannten Veranstaltungen will Jahnke die Auftrittsorte noch bekanntgeben. Er kündigt an, dass im November eine amerikanische Delegation an der Stelle einen blauen Flügel aufstellen will, wo während des Zweiten Weltkriegs ein amerikanisches Flugzeug abstürzte und die Bäckerei Cordes zerstörte.

Jahnke kann sich gut vorstellen, den Veranstaltungsreigen zu erweitern. „Wenn jemand noch eine Idee hat, kann er sich gern melden“, sagt Sykes Ortsbürgermeister. Doch vor allem ist ihm eins wichtig: Syke soll wieder in einem anderen, schönen Licht erscheinen. Denn noch heute ärgert sich Jahnke über die Ansichten des Fotografen Jo Fischer, der Syke während seines Projekts wenig Positives abgewinnen konnte.

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