Die Leester Marienkirche wurde Schauplatz eines ungewöhnlichen musikalischen Experiments Jazz und Kirche - das passt!

Weyhe-Leeste. "Immer wenn wir beide zusammen sind, haben wir Lust etwas Neues auszuprobieren", sagte Reinhard Osterloh in seiner Eröffnungsrede zum Kirchenkonzert der etwas anderen Art. Zusammen mit Thomas Prieser vom Bürgerhaus Mahndorf präsentierte er die Jazzer vom "Tesch-Neumann-Pique Trio" sowie das Flötenensemble "Con Anima" aus Lettland.
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Von Enno Eidens

Weyhe-Leeste. "Immer wenn wir beide zusammen sind, haben wir Lust etwas Neues auszuprobieren", sagte Reinhard Osterloh in seiner Eröffnungsrede zum Kirchenkonzert der etwas anderen Art. Zusammen mit Thomas Prieser vom Bürgerhaus Mahndorf präsentierte er die Jazzer vom "Tesch-Neumann-Pique Trio" sowie das Flötenensemble "Con Anima" aus Lettland.

Viel Improvisation versprach Nils Neumann, Schlagzeuger der dreiköpfigen Jazzband vor deren Auftritt. Aufgeregt sei er nicht gewesen, nur ein wenig gespannt, wie das Jazz-Experiment von den Besuchern aufgenommen würde. Für das "Tesch-Neumann-Pique Trio" war dies zwar erst der zweite Auftritt, doch die drei Jazzer brachten viel Erfahrung aus anderen Bereichen mit. Sören Tesch und Nils Neumann spielten unter anderem in der der inzwischen nicht mehr aktiven Ska-Band "Schwarz auf Weiß", während Mathias Pique seinen Bass auch für die Bremer Metalband "Minions" anschlägt.

"Regnerische Melancholie gepaart mit gleißenden Sonnenstrahlen," so beschreiben die drei, die sich im Rothaus in Syke-Barrien zusammentaten, ihre Musik. Die kräftigen Tiefen des Schlagzeugs kombiniert mit einem akzentuierten Jazz-Bass und einem melodisch fließenden Piano erzeugten ihre ganze eigene Interpretation des Modern Jazz. Musste sich das Publikum anfangs an die ungewohnte Lautstärke gewöhnen, fand es am Ende viel Gefallen an der gekonnten Improvisationsarbeit des Jazz-Trios.

"Ich war unheimlich begeistert," sagte Thomas Prieser, nachdem die drei Jungs eine halbe Stunde lang die Kirche mit ihren Klängen ausfüllten. Dennis Sander und Mirko Klotz kamen anfangs nur, um einen Freundschaftsdienst abzuleisten. Sie kannten die Mitglieder Jazz-Trios schon von ihren anderen Projekten. Trotz ihrer eigentlich Liebe zum Punkrock konnten die beiden 20-jährigen Syker dem Auftritt der Jazzer viel abgewinnen. Auch die Mitglieder des Trios waren nach ihrem Auftritt sichtlich erfreut über die gute Resonanz des Publikums und die wunderbare Akustik in der Leester Kirche.

Eigentlicher Anlass des Konzerts war die Partnerschaft zwischen Deutschland und Lettland. So jährt sich die Städtepartnerschaft von Bremen und Riga dieses Jahr zum 25. Mal - während Weyhe und Madona seit 20 Jahren eng verbunden sind. Da das Bürgerhaus Mahndorf und den Förderverein der Leester Marienkirche schon lange ein Freundschaft verbindet, war es für Prieser und Osterloh klar, dass man dieses Jahr zusammen etwas auf die Beine stellen müsse.

Hoher Besuch kam mit "Con Anima" aus Lettland. Als zweiter Programmpunkt spielten die fünf Flötistinnen unter der Leitung von Inga Grivalde einige Weihnachtswerke unter anderem von Bach, Corelli und Tschaikowski. Die Absolventinnen der Musikhochschule Riga brachten viel internationale Erfahrung mit und spielten am Folgetag noch im Bio-Hofladen "Brünings Scheune" in Fischerhude.

Die Einnahmen des Konzerts, das rund 50 Besucher zählte, sind für die Restaurierung der Furtwängler-Orgel in der Marienkirche bestimmt. Seit Langem spart der Förderverein nun schon für das in die Jahre gekommene Instrument.

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